Vom Sinn der Wahl, sich dem göttlichen Fluss ganzherzig hinzugeben

Endlich, die ersten Worte reihen sich an meinem Bildschirm aneinander, der erste Absatz ist geschrieben. Erleichtert nehm ich es zur Kenntnis und  ahne, dass ich wohl doch noch irgendwie meinen vorgegebenen Plan einhalten kann. Wenigstens annähernd, denn im leichten Planverzug bin ich eh schon. Ein Hoffnungsschimmer durchleuchtet mich, daß  die Sätze  in mir nun leichter in mein Bewusstsein purzeln werden und ich sie endlich leichtfingrig und fröhlich über die Tastatur nach außen schicken kann. Noch strengt ich mich an und ich denke noch nicht über den einer Sinn der Wahl nach.

Es sind so einige Stunden schon zerronnen, in denen ich mich wirklich abmühte, den Blogartikel zu schreiben. Den Newsletter wollt ich ja dann auch noch schnell auf die Reise schicken….so war mal der Plan.

Doch es will und will einfach nicht fließen, kein Flow stellt sich ein, der mich heut von Satz zu Satz tänzeln lässt. Mein Herz bleibt unbeeindruckt zurückhaltend, während mein Gehirn sich diszipliniert abmüht, das Gewünschte zu liefern. Gestelzt und hölzern klingen die Worte, ich vermisse meine gewohnte Textmelodie und drücke mißmutig zum gefühlten 100´ten Male die Löschaste….nein solch einen  erarbeiteten  Text will ich nicht nach außen bringen. Und ich will auch keine faulen Kompromisse machen, da bleib ich mir treu. Alles andere macht keinen Sinn, wie mir scheint.

Ich geb entnervt auf und klapp das Laptop zu. Um dem hochkommenden Frustrationsgefühl nicht zu erliegen, schnapp ich mir meine Jacke und stapf nach draußen. Hier inmitten der ruhenden Winterfelder  wird mein Kopf ruhiger, die innerlichen Dispute verlöschen und meine Klarheit kommt zurück.

Ja, da gibt es meinen äußerlichen Plan, was wann wo entweder auf der Website oder in der Newsletteragenda oder in unseren Vereinsbesprechungen erscheinen sollte. Und dem hatte ich mich auf der dreidimensionalen Zeitachse hoffnungsvoll unterworfen. Doch gleichzeitig erlebte ich die letzten Tage, dass mir einfach keine wirklich gute Idee einfiel, was ich zum besseren Menschenleben oder zum großen Weltgefüge  mit meinem Blog beitragen kann. Ich hatte zwar einen Plan, doch keine Idee, jedenfalls keine wirklich gute sinnstiftende. Und je mehr Druck ich auf das Leben ausübte, desto mehr verschloss sich das Leben vor mir. Je mehr ich versuchte, dass sich das Leben mir anpasste und meine Erwartungen erfüllte, desto enttäuschter wurde ich. Mir wurde bewußt, dass nun eine andere Wahl durchaus Sinn macht.

Und heute weiß ich, der „Weg des Herzens“ ist mein Weg, den ich gewählt habe.  Und der lässt sich mit dem Kopf nicht erzwingen. Der Weg, dem Herzen zu folgen, lässt sich auch nicht beschleunigen, nur weil die Time Line blinkt, da jetzt  terminlich ein neuer  Blogbeitrag  veröffentlicht werden muss, oder der Newsletter-Plan Gefahr signalisiert.

Vielmehr lerne ich  gerade, dass ich es bin, die die Anpassung zum größten  Teil  leisten muss. Nicht mein Herz muss schneller werden, um den Plan einzuhalten. Oder um den Forderungen anderer an mich einzuhalten. Nein, ich lerne hier und jetzt , dass ich es bin, die langsamer werden muss. Ich übe mich darin, meine Erwartungen loszulassen, damit ich langsamer werde und zuhören kann. Nur so kann ich einen Schritt zurücktreten und aus dem Weg gehen, denn  in Wahrheit sitz nicht ich am Steuer, sondern das  Leben selbst sitzt am Steuer. Wenn ich mich weigere, hier mit dem Leben zu kooperieren oder mich anzupassen, dann fall ich aus dem Fluss des Lebens einfach raus und das Vorwärtskommen wird anstregend.

Das ist der  Preis, den wir zahlen werden, wenn wir vom Kopf her versuchen etwas zu erzwingen, was das Herz im Moment nicht leisten will, da vielleicht das Leben gerade sagt, dass Innehalten und Lauschen dran ist. Und ja, es erfordert meinen Mut, wenn ich mir erlaube, dem Plan oder den Anforderungen nicht zu entsprechen. Ich bin nun nicht mehr so ganz gesellschaftlich passgenau, doch dafür herzhaft wahr.

Je besser wir  Menschen mit unseren Ego-Strukturen lernen, uns unserem Herzen oder unserem göttlichen Selbst hinzugeben, desto natürlicher kann sich der innere Fluss unseres Lebens entfalten. Unser Herz kennt den Weg, dass der innerliche Fluss erhalten bleibt. Es macht also echt Sinn, dem Herzen zu folgen.

Und aus dem Grund werde ich meinem Herzen folgen und dann schreiben, wenn wenn es aus meinem Herzen kommt.  Und wenn da kein Impuls kommt, dann lass ich es. Wenn ich dir dadurch vielleicht ab und an planlos erscheine, dann nur deshalb, weil ich  das Leben nicht länger kontrollieren will. Wie ungemütlich es sich anfühlt, wenn der Kopf sich durchsetzen will, das hab ich die letzten Tage zur Genüge gefühlt. Ich hab keine Lust mehr, mich im Kampf und im Mühsal zu erschöpfen….

 

Ich freu mich mit dir gemeinsam dem Leben zu folgen, um den „Weg des Herzens“  freudig zu gehen…

 

Mit ganzem Herzen für dich geschrieben

von Angela

p.s..und wenn du noch ein bissle mehr Inputs suchst, wie du deinem Herzen besser folgen kannst, dann meld dich einfach für unseren Newsletter an 🙂

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