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Wie echt erlaubst du dir zu sein, oder „glänzt“ du lieber durch Zurückhaltung…???

Du hast Angst davor, deine Empfindung zu offenbaren?, ja welch Alernative hättest du denn?  Du willst deinen Wunsch nach Nähe einfach weiterhin für dich behalten, weil du niemandem zur Last fallen willst? Meinst du, es sei eine gute Idee, dein Bedürfnis nach Verbindlichkeit in die letzte Ecke zu verbannen, weil du niemanden einengen willst? Macht es dich wirklich glücklich, deine Zuneigung einfach ‘ runter zu drücken, weil du niemandem sein Verständnis von Freiheit madig machen möchtest?…Bringt es dich an dein Ziel aller deiner Wünsche, dich „bedeckt“, deine Gedanken, deine Visionen, deine Sichtweise, deine Sehnsüchte, aber auch deine tiefsten Schmerzpunkte in dir weiterhin gefangen zu halten, um unauffällig, unerkannt,  im Strom der Masse mizuschwimmen…????

Ich wünsche dir, dass du deine eigene ganz eigene individuelle  Besonderheit siehst. Nicht im Sinne von Erhebung den anderen gegenüber, sondern im Sinne von deiner ganz eigenen  Individualität, mit all-das-was-dich-ausmacht . Frei von Arroganz, doch mit gesundem Stolz. Ich wünsche dir, dass du dich zeigst, wie du bist. Ob verletzlich, verwirrt, großkotzig, langweilig, überschäumend, ängstlich oder zaghaft. Ganz egal. Unsere Zeit hier auf dem Planeten ist begrenzt, wozu also mit Zurückhaltung „glänzen“?

Es geht nicht um den Jubel oder den Beifall der anderen. Es geht nicht um den tosenden und anerkennenden Applaus oder Beifallsbekundungen. Es geht darum, dass du deine eigenes Echt magst. Und das wünsche ich dir. Dass du genau das magst, dass du mit deinem Echt tanzen magst – und dass du das auch tust. Ob du jetzt hinausstürmst, um da draußen herumzuwirbeln und zu tanzen, ob du einfach auf deinem Sofa abhängst, den garten mit deiner Lebenslust bevölkerst, ob du traurig und versonnen am Wegesrand hockst, ob du dein Glück in den Häuserzeilen der Großstadt suchst,  oder die Stille in einer Berghöhle…Das ist egal. Ganz egal. Scheißegal. Denn darum geht es nicht, es geht erst einmal darum, dass du dich selber magst. Das hat nix mit egomaner Nabelschau zu tun, das ist eher so etwas wie deine menschliche Verpflichtung.

Ich wünsch dir von ganzem Herzen, daß du in deinem Inneren, deinganz eigenes Wesen, deinen besonderen Kern, das, was genau dich ausmacht,  findest.

Ich wünsche dir, daß du mit dir vertraut wirst, du eine annähernde Ahnung bekommst, wer du hier in deinem Leben bist.

Ich wünsche dir, daß du magst, was du in dir entdeckst, daß du dir selbst ein ehrliches „Ja“ zuraunen kannst und daß du jeden Tag ein wenig mehr eins wirst mit dir.

Ich wünsche dir, daß du dich voll Freude mit deiner Echtheit dem Tanz deines Lebens hingibst

 Ich wünsche dir, dass du magst, was du mit und in dir entdecken wirst.

Hier für dich den wunderbare Text „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer:

„Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.

Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen, auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden. Ich will wissen, ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen. Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten, dich hemmunglos dem Tanz hingegeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst – meiner und deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes „Ja!“ zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist. Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du dem, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.“

Nimm dir Zeit, Zeit für dein Echtsein.

Das Liebe-versöhnt-Sommercamp ist eine wundervolle Übungsmatte dafür.  Anmelden kannst du dich, wenn du auf die Seite „Übernachtung“ gehst. Hier  findest du auch alle wichtigen info´s dafür

Mit echtem Dank an dich, Angela

 

 

Wer seine eigene Mitte hat, kann über seine Grenze leichter hinauswachsen

Viele Menschen leiden heute an Überforderung. Das kann viele Gründe haben. Ein immer wieder anzutreffender Grund ist, überforderte und ausgebrannte Menschen haben ihre Grenze nicht beachtet. Sie leben über ihre Verhältnisse und merken irgendwann, daß sie das innere Maß verloren haben. Doch ohne das rechte Maß gelingt das Leben nicht.

Dann gibt es aber auch Menschen, für die etwas anderes zutrifft: Vor lauter Sich-Abgrenzen entdecken sie ihre eigeneKkraft gar nicht, sie wachsen nie über ihre eigene Grenzen hinaus. Ganz im Gegenteil, sie bleiben in ihrer eigenen inneren Enge stecken. Von solchen Menschen sagen wir, sie seien begrenzt oder starr…..sie sehen nicht über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Sie sind wenig belastbar. Sie sind unfähig, ihre eigenen Grenzen, aber auch die ihrer  Gruppe, in der sie sich bewegen, auszuweiten, um neues Leben zuzulassen.

Wie aber gelingt menschliches Leben miteinander, das ja immer ein Leben in Beziehungen ist?

Ohne die Fähigkeit, sich abzugrenzen kann man seine menschliche Identität nicht wahrnehmen, seine eigene Persönlichkeit nicht entwickeln. Wenn ich mit jemanden in Kontakt trete, tönt meine Persönlichkeit, mein Menschsein durch meine Stimme und mein Sprechen zu dem anderen Menschen  hin, ich erreiche damit die andere Person. Auf diese Weise geschieht Begegnung. Damit aber Begegnung gelingt, braucht es einen guten Ausgleich von Grenze und Grenzüberschreitung, von Schutz und Sich-Öffnen, von Sich-Abgrenzen und Sich-Hingeben. Ich muss um meine Grenze wissen. Erst dann kann ich sie immer wieder überschreiten, um auf den anderen zuzugehen und ihm zu begegnen, ihn in der Begegnung zu berühren und darin möglicherweise einen Augenblick von Eins-Werden zu erfahren.

Begegnung geschieht also , so gesehen immer an der Grenze. Ich muss bis an meine Grenze, bis an mein Äußeres gehen, um beim Anderen anzukommen. Ich muss über mein Ich hinausgehen und mich dem Du zuwenden. Wenn wirkliche Begegnung gelingt, sind  Grenzen nicht mehr starr und trennend, sie werden fließend, es geschieht an der Grenze und über die Grenze hinweg Eins-Werden. Doch Begegnung ist nichts statisches, sondern immer etwas, was im lebendigen Vollzug geschieht. nach der Begegnung geht jeder wieder in seinen Bereich zurück, bereichert von den Erfahrungen an der Grenze.

Der richtige Umgang mit Grenzen ist also im Miteinander, in unseren Begegnungen, wichtig. Viele Menschen können heute nicht mehr „Nein“ sagen, sie stehen unter dem inneren Druck, alle Wünsche, die an sie herangetragen werden, zu erfüllen. Sie haben Angst, nein zu sagen, weil sie befürchten, Ablehnung zu erfahren. Sie leiden darunter keine Grenzen setzen zu können. Wiederum andere haben die Fähigkeit verloren, sich gegenüber Menschen in ihrer Umgebung abzugrenzen. Ihre Grenzen zerfließen. Sie nehmen sofort wahr, was andere fühlen. Doch das ist nicht nur angenehm, denn ihre eigenen Gefühle mischen sich ständig mit denen anderer. Dadurch sind sie den Stimmungen anderer ausgesetzt und lassen sich davon bestimmen. Oftmals haben sie den Eindruck, dass sie sich auflösen. So leben sie schutzlos. Doch wir brauchen auch unseren Schutzraum.

Unser Leben kann nur gelingen, wenn es innerhalb bestimmter Grenzen gelebt wird. Wohl dem, der seine Grenzen kennt, denn es geht nicht nur darum, sich abzugrenzen. Es geht auch darum, seine eigene Grenze selbst  zu kennen und sie auch zu lieben. Das heißt nichts weiter, als: Wir sollten einverstanden sein mit unserer Begrenztheit, dankbar sein für die Grenzen, die wir an uns und anderen erfahren. Der Schlüssel zum Gelingen von Beziehungen liegt auch darin, sich in seiner Begrenztheit, in seinem Menschsein  zu erfahren und auch die Menschen mit ihren Grenzen zu lieben.

Ja, auch ich erfahre, das geht nicht immer ganz leicht, da wir in uns auch gern Bilder vom Unbegrenzheit entwickeln. Doch sicher bin ich mir darin, wenn ich mich mit meinen Grenzen, meiner eigenen Belastbarkeit, meiner menschlichen Schutzbedürftigkeit, meinem eigenen Bedürfnis nach Näher oder Abgrenzung, nach Zugehörigkeit oder Freiheit…aussöhne und liebevoll damit umgehe, dann gelingt mein Leben, mein Miteinander, mein In-Beziehung-Sein  besser. Mit mir selber bin ich dann ausgesöhnt, ich hab mich, mein maß, meine eigene Mitte, gefunden  und kann dadurch leichter über Grenzen auch herauswachsen.

Am 30. Juli beginnt im Bielefelder Naturpark unser Sommercamp, hier werden wir uns mit diesem wichtigen Thema von Grenzerfahrungen  weiter beschäftigen, um gesund Grenzen zu ziehen und zu achten.  Die Grenzen des Menschseins zu wahren und zu achten in unseren Beziehungen, ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir gern weiter geben wollen. Auch um der angebotenen Maßlosigkeit der fordernden Gesellschaft gesund zu entkommen. Du kannst im Camp dabei sein und viel über dich und deine innere Grenze erfahren.

Anmelden kannst du dich für das wundervolle  Miteinander im „Liebe versöhnt-Sommercamp“  direkt und ganz einfach auf der Seite “ Übernachtungen“ .

Und wenn du über meine weiteren Blogthemen immer rechtzeitg informiert sein willst, dann kannst du rechts gern denBlog abbonieren.

 

In liebevoller Verbundenheit, Angela

Danke, Gott, danke, dass ich wie alle anderen Menschen bin

Wie oft erscheint in unserem Alltag der Satz: “ Liebe dich selbst“, oder auch in der Form „Du musst dich selber mehr lieben“ oder „Liebe beginnt bei dir“.  Auch ich hörte diese Sätze sehr  oft. Manchmal bekam ich auch gleich noch einige Hinweise wie ich das zu tun habe oder ich beobachtete einfach die Menschen, die vorgaben, sich selber zu lieben. Und ich gestehe, manches, was ich da beobachtete, fühlte sich in mir unstimmig an. Ich begann mich zu fragen: Ist es ein Akt der Selbstliebe, wenn ich mir, bildlich ausgedrückt, vom Lebensbuffett sofort die größten Brocken schnappe? Ist es ein Zeichen von Selbstliebe, wenn ich mich in meinen Schwächen hätschele? Ist es ein Zeichen von ehrlicher Liebe, wenn ich mich nur mit meinen Sonnenseiten wahrnehme. Ist es wirkliche Liebe, die ich zu mir empfinde, wenn ich mich selber meist hintenan stelle und den anderen den Vorrang lasse…? Ist es wirkliche Liebe zu mir selbst, wenn ich meinem inneren Gespür, meiner eigenen Erkenntnis nicht traue,wenn mein Handeln mit meiner inneren Wahrnehmung nicht authentisch ist sondern ich stattdessen Strategien entwickle um „Lieb sein zu wollen“….. Fragen über Fragen bewegten mich zu diesem Thema.

Es hat mich einige Nachdenklichkeit gekostet und auch so manch emotionales Nachspüren, manch Beobachten meiner Mitmenschen und so einige Auseinandersetzung mit mir selber. Doch für mich hat dieser Prozess einen enormen Wert gehabt und hat er immer noch, denn die innere Auseinandersetzung mit mir ist nichts Abgeschlossenes. (jedenfalls für mich): Heute bin ich mir bewußt, daß mich selbst zu lieben, mich für wertvoll zu halten, mich anzunehmen mit allem, was in mir ist, leichter gesagt als getan ist.

Viele verwechseln die Liebe zu sich selber mit Egoismus. Ihnen ist beigebracht worden, daß es etwas Negatives sei, sich selbst zu lieben.  Und dies „Egoistische“gilt es ,  zu überwinden. So verwehren sie sich, das JA zu sich selber. Andere wiederum  frönen dem Egoismus, setzen ihre eigene Wichtigkeit in Szene,  schauen selbstverliebt stundenlang in ihr eigenes Spiegelbild. Selbstverliebtheit jedoch ist keine Liebe, es ist eine  narzisstischen kindliche Auslegung der Liebe. Und: Selbstverliebtheit läßt nicht zu, dass du dich ganz, mit allen deinen Facetten anschaust. Sowohl der „Egoismus-Überwinder“ als auch der „Selbstverliebte“ haben sich im Egoismus verfangen. Beide sind von der Liebe zu sich selber weit entfernt.

Ich denke, wenn es uns gelingt, unabhängig von unseren Unvollkommenheiten, unseren Fehlern, unseren Unzulänglichkeiten,… unseren inneren Glanz, unsere inneres Gold wahrzunehmen, dann leisten wir einen wichtigen Beitrag für unser eigenes Wohlergehen. Mit „unabhängig von meinen Unvollkommenheiten..“ meine ich: Ich  sehe meine eigenen Unvollkommenheiten, meine Schwächen, ich sehe sie ehrlich an, doch ich verfang mich nicht länger in ihnen. Ich nehm Abstand von meinem eigenen überzogenen Selbstbild. Ich schau mich ehrlich an.

In dem Moment, wenn ich nicht länger durch den Filter meiner übersteigerten Vorstellung, wie ich zu sein habe, um liebenswert zu erscheinen, sehe, beginne ich  mich anzunehmen, wie ich bin. Jetzt kann die Wertschätzung meines Selbstes, die ehrliche Liebe zu mir ihren Anfang nehmen. Das ist für mich der Beginn der Selbstliebe: Herauszutreten aus der Selbsttäuschung und mich ehrlich anzunehmen. Ja, und ich weiß, daß das nicht immer leicht ist.

Das beinhaltet aber ebenso, dass ich ehrlich auch auf meine lichtvollen Seiten, auf die Qualitäten in mir, die sich ehrlich gut anfühlen, auf meine göttlichen Kern, auf das Licht in mir schaue.  Denn all das bin ich auch.

Ich erkenne ehrlich, ja ich hab lichtvolle Seiten in mir und ja ich hab Schattenseiten in mir. Ich bin göttlich und ich bin auch menschlicher Mensch  mit all seinen Unvollkommenheiten..Und wenn ich zu  beidem in mir ehrlich „Ja“ sage, dann habe ich begonnen, den Weg der Selbstliebe zu beschreiten. Und ich sage ganz  bewußt“ begonnen“ , denn für mich ist es  ein Weg, mich  immer wieder ehrlich anzunehmen und mir selber mit Selbstrespekt zu begegnen. Egal, was ich in mir betrachte.

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, daß Menschen, die sich ehrlich selbst schätzen, die sich ehrlich angenommen haben, die sich selber wirklich ehrlich lieben, daß diese Menschen auch  viel für andere Menschen übrig haben. Das wusste schon Meister Eckhardt, wenn er sagte: „Hast du dich selbst lieb, so hast du alle Menschen lieb wie dich selbst“.

Lieben wir uns ehrlich  selbst , begegnen wir uns selbst mit Wertschätzung, nehmen wir anderen und auch Gott viel Arbeit ab. Wir schauen dann darauf, daß es mir und den anderen gut geht, daß wir mit uns und mit den anderen fürsorglich, respektvoll, verantwortlich umgehen. Wir beginnen in Liebe zu handeln. Hier beginnt ein wertvolles Wir zu wachsen, denn es wird von der ehrlichen Liebe getragen und wir können,  uns im anderen zu erkennen.

Danke, Gott, danke, dass ich wie alle anderen Menschen bin.

In dem Sinne, lieber Mensch, ich liebe dich, wie mich selber

Von ganzem Herzen, Angela

Andreas, Eva, ein Kurs in Wundern, die himmlische Erinnerung und ein einziger heiliger Augenblick

Andreas u EvaIn diesem Jahr sind auch liebe Gäste und wundervolle Kurslehrer in unserem Camp mit dabei. Andreas und Eva lehren beide den „Kurs in Wundern“ mit Leidenschaft und Herzblut. Sie  kommen beide aus Spanien zu uns ins Camp und bieten vor allem eines an: das Erwachen im gesegneten, im heiligen, Augenblick.

Andres: „Ein innerer Konflikt und das nagende Gefühl, dass ich im Leben in der Welt keinen Sinn finden würde begleitete mich lange und wurde so intensiv, dass ich innerlich um Hilfe schrie. Umgehend tauchte praktische Hilfe in meinem Leben auf, unter anderen das Buch Ein Kurs in Wundern. Sehr früh auf dem Weg begann ich, den Kurs zu lehren, vorrangig, um tiefer in die universelle Erfahrung im jetzigen Augenblick einzutauchen. Für mich ist „der Bruder“ dafür von immenser Bedeutung. Er zeigt mir den Weg aus der Identifikation mit Begrenzungen in eine gegenwärtige und unbegrenzte Kommunikation. Er ist mein Türöffner für den jetzigen Augenblick. Diese Ausdehnung ist es, die eine unwiderstehliche Attraktivität besitzt.

Eva und ich haben uns 2014 auf dem Ibiza Enlight Festival kennen gelernt. Eva lädt zu wöchentlichen Kurs Gruppen Schüler des Kurses und Interessierte in ihr Haus ein und koordiniert die Übersetzungen auf den Enlight Festivals. Sie ist Teil des Teams des ACIM Europa Film-Projekts. Dieses Projekt führt uns quer durch Europa, um Kurs-Studenten zu filmen und sie zu ihren Erfahrungen mit dem Kurs zu interviewen. Eine Station auf dieser Reise ist das Sommer-Camp, und wir freuen uns sehr auf die Begegnungen und neuen Erinnerungen an die Ganzheit des Geistes.“

Talk beim Sommercamp: Mittwochnachmittag im Bambusgarten

Die gegenwärtige Erinnerung an den HIMMEL

„Wie lange kann es dauern, bis du dort bist, wo GOTT dich haben möchte? Denn du bist dort, wo du seit jeher warst und ewig sein wirst. Und alles, was du hast, das hast du immerdar. Der gesegnete Augenblick reicht hinaus, um die Zeit zu umfassen, wie GOTT SICH SELBST ausdehnt, um dich zu umfassen.“*

Diese Erinnerung möchte ich in meinem Talk anbieten. Jeder Augenblick enthält die gesamte Alternative. Wir wachen auf aus einem Traum, der keinen Sinn ergibt. Stattdessen akzeptieren wir einen vollkommen neuen Rahmen für unser Gewahrsein von uns selbst – dieser Rahmen ist unbegrenzt, anstatt limitierend. Er ist jetzt, anstatt in Zeit. Und – er ist freudig anstatt konfliktbespickt. Hierin erkennen wir, dass wir unsere Liebe füreinander nie verlassen haben.
* T15-II-3 „Das Ende des Zweifels“; Greuthof.

Spenden

Flyer Liebe Versöhnt e.V. (klick hier) –  Mitgliedsantrag (klick hier)  – Ausbildungsprogramm (klick hier)

 

Versöhnungs SMS

22 Handys liegen in der Mitte. Am zweiten Tag eines Workshops, den ich mit meiner Tochter zum Thema „Gewaltfreie Kommunikation“ für Studierende unserer Akademie für Soziale Berufe gebe, geht es morgens um Dankbarkeit. Dankbarkeit und Wertschätzung, zwei ganz wesentliche Öffner für Kommmunikation und Begegnung mit dem DU.
Wir schreiben Dankbarkeitsbriefe und sprechen darüber, wie wir uns fühlen, wenn wir sie lossenden.

Dann eine neue Idee: „Lasst uns die Zeit nutzen für ein kleines Experiment„, schlägt Lisa vor. „Wieviele SMS schreibst Du am Tag?“, „Wieviel Wertschätzung taucht darin auf?“.
In den nächtsen 10 Minuten schreibt jeder ein SMS an jemanden, der ihm an Herzen liegt. Und im Teilen wird schnell deutlich, Dank und Versöhnung sind gesimst unterwegs:

Danke, dass Du in meinem Leben bist, so wie du bist“, „Lass uns wieder gut sein, das war ein Missverständnis gestern“, „Lass uns wieder Kontakt aufnehmen“, „Auch wenn ich mich lange nicht gerührt habe, denke ich an Dich“, „Ich habe Dich lieb„. SMS an Freunde und Freundinnen. Miriam  schreibt an ihr Kind. Sarah an ihren Papa. Mitja an die kleine Schwester, die noch zuhause wohnt.

Die Handys bleiben die nächste Stunde unseres Workshops in der Mitte liegen – empfangsbereit.

Und während wir uns austauschen über die Wirkung von offener Wertschätzung, Marshall Rosenbergs Verstehen vom Empathie, das Geschenk von Beziehungen, den Wunsch nach Überwindung von Streit und Abstand, klingelt immer wieder ein Handy. Unterschiedliche Signale und Vibrationen im Raum.

Die Empfänger lesen vor: „Danke, ich wünsche mir ebenso Kontakt„, „Deine Nachricht ist mir gerade ein Lichtblick„, „Ich Dich auch, wie schön„, „Mein Schatz“ …. auch Tränen. „Wie gut dass ich den Graben von Schweigen und Rückzug überwunden habe„.

Wie wärs: Schreib doch einfach auch ein Versöhnungs SMS, spüre deine Nachricht fliegen und entspanne Dich. Bis es klingelt.

Matthias

 

 

 

„Es macht mich glücklich, Dich in Liebe zu sehen“

So ein Satz, der ja einfach nur stimmig ist. Liebe als eine Haltung, Versöhnung als die Erfahrung.

Ich komme aus der Beratung eines Teams einer Wohngruppe, in der Menschen mit einer geistigen Behinderung leben.
Und sehe die Veränderung der Gesichter, wir sprechen über die Veränderung des Blickes, wenn wir „in Liebe sehen„. Wir schauen zurück auf einen Prozess, in dem wir ausgehend vom Problemgespräch über Herausforderndes Verhalten eines Bewohners uns in unserer Betrachtungsweise dehnen.

Der junge Mann, um den es „geht“  ist mit seinen Verhaltensweisen dem Team eine Last geworden und bringt Grenzerfahrungen. In der Einfühlung in seinen wertvollen Kern, in seinen liebevollen und manchmal auch verzweifelten Versuch, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten und sein in ihm waches Licht auszudehnen – da verändern sich die Gesichter und Spannung wird mit Humor aufgelöst.

Wir haben in ihm, dem uns zunächst herausfordernden Bruder, die Liebe gesehen – haben uns öffnen lassen von der Einfühlung und Wertschätzung, was für eine Unterstützung des Himmels.
Als Supervisor trete ich zur Seite und bin dankbar.

Es macht uns glücklich, unseren Bruder und unsere Schwester in Liebe zu sehen, und ich erinnere mich an die Stelle im Kurs, bei der es heiß: „Nur die Teile der Welt sind bedeutsam, die wir in Liebe sehen„.
Und so macht uns das, was uns scheinbar zunächst herausfordert, glücklich, wenn wir uns zu schauen und zu wandeln trauen.
Dann sehen wir das DU in Liebe und spüren so das ICH erst vollständig.

So wunderbar
Matthias

 

Sommercamp im Juli 2012

EINLADUNG zum SOMMERCAMP LIEBEVERSÖHNT vom 08.-21.07.2012
Hier sind wir eingeladen, an einem wundervollen Kraftort der Natur zu unserem wahren Mensch-Sein zurückzukommen. Weg von Egozentriertheit ermutigen wir uns, in Verbundenheit und mit Liebe und Freude das eigene Leben liebevoll verantwortlich zu gestalten. Hand in Hand bringen wir unsere Ideen, Fähigkeiten, Wünsche und Lösungsmöglichkeiten zu Heilung und Transformation ein. Wir vergeben uns Angst und lassen Ärger los, um uns mit der LIEBE und FREUDE zu versöhnen und das LEBEN zu feiern. In Einfachheit (Zelt,Wohnmobil) entwickeln wir unser Zusammenleben, organisieren Verpflegung und Programm gemeinsam. Jeder ist auch stunden-oder tageweise willkommen; gib, was Du empfangen möchtest!

ANMELDUNG:

05202-928647, Ursa und Dietrich Block

Versöhnung als Geschenk unserer Kinder

Ein Workshop mit Eltern behinderter Kinder

„Unsere besonderen Kinder“, so der Name des Kreises von Eltern, die uns bei einem Familienwochenende eingeladen hatten, einen Abend zu moderieren und in Austausch und Nähe zu kommen. Sicher, weil wir selbst sowohl Eltern eines verhaltenskreativen Kindes sind, wie auch fachlich im Thema geübt. Zweiundzwanzig Eltern aus vierzehn Familien, die es eint, ein behindertes Kind zu haben und gleichzeitig Gemeinschaft als Erleben von Hilfe, Stärke und Kraft zu wagen. Kinder, die mit Down Syndrom, geistiger und körperlicher Behinderung, autistischer Störung zunächst in der Welt mit vielen „Eigen-Worten“ benannt werden, die den Unterschied zum scheinbar „normalen“ betonen: eigenartig, eigen zu fördern, herausfallend als der Normalität, auffallend, zu betreuen… Dass diese Kinder, die unsere Wahrnehmung von dem „Normalen“ irritieren, ein Geschenk sind, welches wir als Eltern Stück für Stück auspacken und uns erlieben: was für ein Wunder (das Wort „erlieben“ kennt mein Rechtschreibprogramm nicht, und doch bleibt es wesentlich)!

Dies beschreibt ein wenig den Abend, der im Verlauf Berichte von Belastung, Leid und Ausschluss ebenso öffnete wie das Verbindende durch die Kinder, Lachen und Freude über die neuen Erfahrungen. Eltern wachsen miteinander und über sich hinaus, kommen an Grenzen, versöhnen sich mit ihrer Aufgabe ohne sich aufzugeben, teilen ihre Erfahrungen und werden eine Hilfe für die scheinbar so normale Welt, die Wachstum, Materie und Leistung auf ihrem Altar hat. Dies eine gemeinsame Erfahrung von beinahe allen Eltern: „Unser Kind hat uns die Augen geöffnet“. Viele Affinity Regeln, wie sie Paul Ferrini für wohlwollende und annehmende Gruppen formuliert hat, kennt dieser Elterngesprächskreis (im Kern der Erfahrung). Das war für mich eine weitere erstaunliche Erfahrung: „Wir müssen uns nicht verbiegen“ und uns und die anderen „in Ordnung bringen“. Wir schaffen einen Raum von gegenseitiger Wertschätzung und Annahme. Wir lassen das „people-pleasing“ hinter uns (davon heilen uns unsere Kinder…). Das miteinder Sprechen ist ein Teil der Versöhnung, der andere ist die berührende Erfahrung, dass wir der jeweils eigenen Aufgabe oder eben der unsrigen Gabe näherkommen, die in die Welt gegeben werden will.

In meinen Worten: Versöhnung ist ein Geschenk, welches ausgepackt werden will, wir haben jede Zeit zum Auspacken, Entdecken und Ausdehnen. Die Gesellschaft und die Welt braucht die Erfahrung von Eltern und Kindern mit Beeinträchtigung zur Heilung. Dies war eine Erfahrung in der Gruppe am Abend, die berührte und tief innen erinnerte an das wirklich Wesentliche.

Versöhnung wird ein Gemeinschaftsprozess, dem wir vertrauen. Der Himmel hatte uns gesegnet in der Erfahrung des Teilens und des Wesentlichseins für Heilung.

Matthias Trümner, Edertal 06.06.2011