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Liebe ausdehnen: „Es war einfacher als ich dachte, und es kam tausendfach zu mir zurück…“

„Mein Wunsch ist es, Liebe ausdehnen und den Moment erfahren“ – so umschrieb Mitinitiatorin Heike Prigge vor wenigen Wochen hier an selbiger Stelle ihre Motivation für die  gemeinsame  „Free Hugs“-Aktion um den Hamburger Bahnhofspatz herum.  Wie fühlt es sich an, auf Menschen zu-zugehen, die dir im Moment noch fremd sind, werde ich mit meiner Gabe angenommen, kann ich erwartungsfrei bleiben…?? So die damaligen Gedanken des  kleinen Organisationsteams, das diese „Free hugs und mehr…“- Idee in Hamburg ins Leben brachte. Jeder, der mitmachen wollte,  konnte dabei seine ganz spezielle Art, seine Liebe in die Welt zu bringen, umsetzen.

Und dann war es soweit. Am Hamburger Bahnhofsplatz standen Rita, Andreas, Stephanie, Dagmar, Andrè, Heike, Anita und Dorothee, mit Plakaten, oder mit Blumen, mit Kärtchen oder Abreißzettelchen zum Mitnehmen, in selbst gebastelten „Free Hugs“-Shirts, mit offenen Armen und gingen auf Menschen zu, um etwas aus ihrem Herzen anzubieten. Es gab junge Menschen, die liefen schnurstracks auf die Umarmungs-Schenker zu.  Sie hatten es schon mal erlebt und  freuten sich hier über die schöne Einladung …und noch während sie freudig riefen: „Oh, free hugs, wie schön!“  lösten sie auch gleich Bewegungswellen im Bahnhof aus, so dass sich andere Reisende oder Ankommende angezogen fühlten.  Frauen, Männer, Kinder – viele nahmen eine Umarmung an. Väter schickten hier und da ihre Kinder vor , andere beobachteten erst mal, schlichen noch ein wenig drum herum und kamen dann doch, manche zögerlich, manche freudig. Der eine oder andere wollte erst mal lieber nur schauen, einige hasteten auch einfach vorbei,

ein diensthabender Mitarbeiter  im Bahnhof brachte  fürsorglich seinen Kollegen… es gab leuchtende Augen und lachende Gesichter. Es war ein Geben und ein Nehmen und eine schöne Stimmung. Von irgendwoher war auf einmal auch noch eine Gruppe Musiker dabei… ein lebendiger Nachmittag, an dem sich die Liebe am Hamburger Bahnhof ausdehnte.

Doch lassen wir die „Liebe-Verschenker“ selber zu Wort kommen:

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Dagmar: Mich hat der Nachmittag sehr glücklich gemacht hat. Ich fragte mich, warum ich mich so fühle dabei? Mich in liebevoller Herzöffnung mit anderen Menschen – egal wem – in einer Umarmung zu verbinden, lässt mich ganz im Moment sein. Und ich fühle in diesem Moment, dass alles da ist, wonach ich oder wir uns sehnen: Wertschätzung, Akzeptanz, Anerkennung, Sicherheit, Frieden, mit anderen Worten: es macht glücklich, die Liebe auszudehnen. Genauso konnte ich mich in den vielen Menschen erkennen, die Angst vor dieser „bedingungslosen Liebe“ haben. Einige verrieten ihre unsichere Zwiegespaltenheit im Vorübergehen, mit einem winzig kleinen Lächeln. Diese Menschen ermutigte ich humorvoll, sich auf die wundervolle Erfahrung einzulassen. Es kamen Fragen wie: „Warum machst du das hier?“ Oder: „Was willst du?“ „Was hast du vor?“ Zum Glück hatte ich meine „Selbstliebe zum abreißen“  Zeilen mit, die ein kleines Gespräch erleichterten und noch mehr Nähe aufbauten. Alle stimmten mit mir darin überein, das die Selbstliebe doch nicht so einfach gelingt. Die Begegnung mit einem Volltrunkenen und zwei Prostituierten berührten mich besonders. Da fühlte ich zunehmende Wehrlosigkeit in mir selbst. Anders ausgedrückt: Ich habe einen Rest von Zurückhaltung während der Free Hugs losgelassen. Alles darf sein. Jeder darf so sein, wie er gerade ist – ich natürlich eingeschlossen.

Heike: Eigene Begrenzungen loslassen, urteilsfrei meine Brüder annehmen und sie als Kind Gottes sehen, das war meine Erfahrung. Es war einfacher als ich dachte. Schön war, dass es tausendfach zu mir zurück kam. Ich fühlte mich völlig beglückt, in tiefstem Frieden und voller Liebe. So stell ich mir den Himmel vor!

Andreas: Ich habe Spaß, Freude und ganz viel Liebe geteilt. Es war einfach schön…

Anita: Für mich war es locker, lustig, leicht galaktisch … ein Polizist in Kampfausrüstung ließ sich von mir umarmen und ein freudiges Jubeln ging durch den HauptbahnhofI. Noch mehr galt meine Freude den Hunden und sie von Herzen knuddeln zu dürfen….Ich bin zutiefst dankbar für mein mit-da-sein dürfen.  Ich freue mich schon auf`s nächste mal…

Stephanie: Was war das für eine ideale Gelegenheit meine Herzakkus voll aufzuladen. Für mich gibt es kaum etwas Wunderbareres, als mich mit jedem noch so unterschiedlichen Menschen – egal ob Opa, Punker, Straßenkehrer, Polizist, Student, Kind, Tourist oderMusiker, Afrikaner,Inder oder Deutscher, ob Hund oder Kind – -verbunden zu fühlen. Es war schön, die Freude zu fühlen, die durch diese spontanen Umarmungen auftrat. Das Denken setzte irgendwann aus und ein „Dauergrinsen“ blieb in meinem Gesicht. Auch einige Tage später noch, fühlte ich mich meinen Mitmenschen überall viel herzlicher verbunden… Und ich verspürte  oft den Wunsch, dem durch Lächeln, freundliche Worte oder auch einer Umarmung Ausdruck zu verleihen…

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Tja,dem gibt es wohl Nichts hinzuzufügen. Wohl jeder hier wird wohl zur  ähnlichen Schlussfolgerung kommen: Liebe ausdehnen macht wirklich glücklich. Geben macht glücklich, Geben und Nehmen wahrhaft sind eins und die Liebe, die will sich immer nur verschenken. Oder wie es im Kurs in Wundern“ so schön benannt wird. Um zu haben, gib allen alles… Und das ist die Wahrheit.

Angela

Das Sommercamp-Programm ist da….

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Sommercamp. Die Vorbereitungen sind eifrig im Gange. Nun gibt es auch schon die  genaueren Programmpunkte für die unterschiedlichen Tage. Ihr findet die momentane Programmplanung, wenn ihr auf den Artikel vom Sommerfest, links im Seitenbaum klickt. Kurz Entschlossene, die auch noch mitmachen und einen Beitrag geben möchten, haben noch die Möglichkeit.  Einfach kurz bei Ursa und Dietrich melden. Wir freuen uns, wenn dir unser Angebot gefällt und du dabei sein möchtest. Du kannst bleiben, so lange du möchtest, ein oder zwei oder drei Tage kommen, du kannst sogar sogar die ganze Zeit über da sein. Vielleicht magst du auch einfach nur in den Abendstunden, nach der Arbeit oder deinem Taggeswerk dazu kommen. Vielleicht interessieren dich bestimmte Angebote und du kommst nur dafür. Wir freuen uns auf alle Fälle auf dich! Für die Parkplatz-Sortierung und auch für Wohnmobil oder Zeltplanung wäre es super, wenn du kurz anrufst und dein Kommen bei Ursa und Dietrich anmeldest.

„Es macht mich glücklich, Dich in Liebe zu sehen“

So ein Satz, der ja einfach nur stimmig ist. Liebe als eine Haltung, Versöhnung als die Erfahrung.

Ich komme aus der Beratung eines Teams einer Wohngruppe, in der Menschen mit einer geistigen Behinderung leben.
Und sehe die Veränderung der Gesichter, wir sprechen über die Veränderung des Blickes, wenn wir „in Liebe sehen„. Wir schauen zurück auf einen Prozess, in dem wir ausgehend vom Problemgespräch über Herausforderndes Verhalten eines Bewohners uns in unserer Betrachtungsweise dehnen.

Der junge Mann, um den es „geht“  ist mit seinen Verhaltensweisen dem Team eine Last geworden und bringt Grenzerfahrungen. In der Einfühlung in seinen wertvollen Kern, in seinen liebevollen und manchmal auch verzweifelten Versuch, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten und sein in ihm waches Licht auszudehnen – da verändern sich die Gesichter und Spannung wird mit Humor aufgelöst.

Wir haben in ihm, dem uns zunächst herausfordernden Bruder, die Liebe gesehen – haben uns öffnen lassen von der Einfühlung und Wertschätzung, was für eine Unterstützung des Himmels.
Als Supervisor trete ich zur Seite und bin dankbar.

Es macht uns glücklich, unseren Bruder und unsere Schwester in Liebe zu sehen, und ich erinnere mich an die Stelle im Kurs, bei der es heiß: „Nur die Teile der Welt sind bedeutsam, die wir in Liebe sehen„.
Und so macht uns das, was uns scheinbar zunächst herausfordert, glücklich, wenn wir uns zu schauen und zu wandeln trauen.
Dann sehen wir das DU in Liebe und spüren so das ICH erst vollständig.

So wunderbar
Matthias

 

Nachklang von Singabend in Borchen

Am  31. Januar fand in Borchen ein Singabend mit Hartmut Kalle und Heike Otten zum Thema „Liebe Versöhnt“ statt. Organisatorin war Rita Hüster.
Hier der Brief einer Teilnehmerin:

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bedanken für den so wundervollen Singabend.

Wie ihr sicherlich(t) mitbekommen habt, flossen mir die Tränen.

Es waren Tränen der Berührung und ein Herzensanliegen. Bei den Liedern Willkommen und dem Segenslied war es ganz besonders.

In Eurem Haus ist schon ganz viel Liebe und Licht, sonst hätte das in einem so großartig berührenden Ausdruck gar nicht geschehen können. Und ich fühle, durch diesen gemeinsamen Abend wurde es noch hochpotenziert. Bei beiden Liedern sah ich vor meinem inneren Auge ganz deutlich jedes Mal auch Eure Tochter.

Erst wirkte sie traurig, dann verwunde(r)t, fast ungläubig. Als die Gefühle des Willkommen-Seins und des Gesegnet-Seins in sie dann ganz und gar eindrangen und sich in ihr ausdehnten, strahlte sie wie ein Engel. Sie selbst war die Erscheinung einer ganz hohen, reinen, heiligen Seele die in diesem Leben bisher nicht zum Ausdruck kam – Aber in Wahrheit ist sie dies …..

An diesem Abend geschah in mir viel Klarheit, Bewußtheit, Heilung  und Liebe. Das ich auch Eure Tochter sehen konnte, empfinde ich als großes Geschenk, das ich gerne mit Euch teilen möchte.

Es war eine Begegnung mit Engeln und Eure Tochter gehört ganz besonders dazu.

Mit großem Dank und inniger Liebe an Euch alle  — T.

In Gemeinschaft studiert sich der Kurs leichter!

In vielen spirituellen Traditionen gibt es die „Zuflucht“ oder die Gemeinde, die einen unterstützt. Gemeinschaft soll nicht Gruppenzwang sein, sondern gegenseitige Unterstützung. Gemeinschaft soll Freude bereiten und alle Teilnehmer befördern und unterstützen. Gemeinschaft lässt Raum für Ausdruck und Fragen.

Der Kurs war nie dafür gedacht, dass man ihn alleine studiert. Sicherlich machen wir die täglichen Lektionen in unserem Geist und oft alleine. Aber die wirkliche Umsetzung und auch die „Prüfungen“ unseres Fortschrittes finden im Miteinander statt. Es sind die „anderen“, die mir meine Vergebungsübungen aufgeben, indem sie mich „ärgern“ ;-))

Frieden und Liebe wollen ausgedehnt werden, Freude und Lachen geteilt werden, Tränen gemeinsam geweint werden. Wenn du mehrere Menschen in deiner Umgebung hast, die mit dir den Kurs studieren wollen, kommen wir gerne vorbei, um dich/euch beim Aufbau einer regionalen Kursgruppe zu unterstützen. Nur Mut!

Segen, Manuela