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Sommercamp Liebeversöhnt

Feiere deine Lebendigkeit, sie füttert dein Wachstum

Alle Lebendige befindet sich in einer ununterbrochenen Bewegung. Wir nennen diese Bewegung Wachstum. Es ist ein stetiges Werden und Vergehen.

Die faszinierendste Form des Wachstum ist aber nicht das materielle Wachstum sondern das innere Wachstum deiner Seele, deines Geistes, das Wachstum deines Lebens….es ist der Ruf deiner Seele. Von dort aus setzt die Sehnsucht unseres Herzens unser Leben in Bewegung. Diese Sehnsuch in uns  ist zutiefst heilig.

Der innigste Wunsch unseres Herzens ist es, daß  die Bewegung unseres Lebens  nicht schroff unterbrochen wird, sondern sich zu einem gleichmäßigem Fluss entfaltet. Bis dahin, daß diese stetigen Bewegungen deiner Lebenstage sich zu einem   gleichmäßigen Fluss entfaltet und so zu deinem ganz eigenen Rhythmus deines Lebens wird.

Die heimliche Herzbotschaft der Zeit ist Veränderung und Wachstum. Jede neue Erfahrung, die in uns erwacht, bereichert unser Herz, bereichert unsere Seele .Gibt uns mehr Tiefe, mehr Raum, mehr Dimensionen im Leben.

So ist der Mensch seinem Wesen nach ja schon ein Nomade, ein Wanderer, wir wandern von Schwelle zu Schwelle immer neuen Erfahrungen entgegen. In jeder neuen Erfahrung entfaltet sich eine andere Dimension unserer Seele.

Es ist kein Wunder, dass wir uns von je her als Wanderer verstanden haben. Jahrtausendelang haben uns unsere Schritte durch unbekannte Gebiete und fremde Territorien geführt, doch die längste und erregendste Reise überhaupt, ist die Reise nach innen.

In uns, in unserer Seele, vollzieht sich ein wundervolles, ein schönes äußerst komplexes Wachstum. Jeden Tag können wir mit Freude aus einem anderen Seelenbereich von uns herausschauen, wie aus einem bunten Fenster. Jeden Tag können wir mit unserem Geist neue, andere Aspekte, Ideen  von uns in unser Leben hinausschicken, sie zu Entfaltung bringen. Wir können jeden Tag völlig neue Lebensbewegungen zu unserem Leben hinzufügen. Das Heute muss nicht ein aufgewärmtes Gestern sein. Das Heute darf auch neu, aufregend, noch unbekannt und abenteuerlich erregend sein…

Leider bleiben viele Menschen ihrem Bild, das sie einmal von sich erschaffen haben treu. Träge fließt ein Tag nach dem anderen trostlos gewohnt lang hin, ähnliche Gedanken erschaffen ähnliche Szenen, rufen Ähnliche Erfahrungen hervor und reiht sich dann nahtlos in das bereits gewohnt Bekannte ein..

Schade, da geht ihnen viel vom lebendigen Erfahrungs-Abenteuer verloren. Wenn es uns gelingt, einen Schritt beiseite zu treten, der alten Konditionierung nicht automatisch zu folgen sondern einen Moment innezuhalten, können wir den Raum der freien Wahl in uns betreten. Hier können wir neue Ausblicke auf Möglichkeiten, auf Gegenwärtiges und auf unsere Kreativität gewinnen. Statt Gewohnheit können wir neues Abenteuer wählen, statt Blindheit entscheiden wir uns für neue Sichtweise, statt Selbstzufriedenheit geben wir uns der prickelnden Lebenslust hin…..so können wir unser Leben spüren, es ist lebendig, vielseitig, aufregend…es ist ein immerwährendes Werden.

Besonders geeignet alte Pfade zu verlassen sind das liebevolle emphatische gemeinschaftliches Zusammenkommen. Hier können  wir gemeinsam erforschen, wieviel Möglichkeiten und Potential für wundervolle Veränderungen in uns stecken.

In unserem „Liebe-versöhnt-Camp“ wollen wir genau dies gemeinsam erforschen. Nächsten Freitag geht’s los, wir treffen uns am Lagerfeuer nah am Nordseeufer. Wir erzählen von unsere Lebensschätzen ebenso, wie von unserer Sehnsucht, um dann zu erforschen, wie unser Leben mehr Tiefe, mehr Freude, mehr Abenteuer gewinnen kann, so dass uns lebendigkeit neue Bewegungimpulse für unsere Leben gewinnen kann. Genieße ein Wochenende für dich und für uns alle…..

Ruf einfach an ( Tel.: 06645 b790 45 70), wenn du dich gerufen fühlst  oder schick uns eine mail, wir melden uns dann bei dir:  info @liebeversöhnt.de

Von Herzen für dich geschrieben von

Angela

Was uns nährt: Das Wochenend-Camp an der Sommer-Nordsee

Wir von „Liebe  versöhnt“ sind eine wachsende Gruppe von  liebenden, liebenswerten und wunderbar „unperfekten Menschen“, die  sich mit viel Herzblut in unseren Camps intensiv der Frage widmen, welche wirklichen Lebensbedingungen ein liebevolles harmonisches Miteinander braucht.  Zusammengeführt hat uns der Traum, dass achtsam und bewusst gelebte Liebe unser Miteinander nährend, liebevoll und versöhnend gestaltet. Nur in dieser liebevollen Gemeinschaft können wir uns ehrlich und nah begegnen. Wir sind bestrebt, mit unseren nach außen wirksamen unterschiedlichen Gemeinschaftsinitiativen immer mehr zu einer versöhnenden Welt mit mehr Herzenliebe beizutragen. Wir schaffen für eine kleine Weile symbolische Räume, wo die Liebe atmen kann und das Leben Herzensnahrung erhält,

  • Wo Menschen jeden Alters zu sich und zueinander finden.
  • Wo echte Begegnung stattfindet.
  • Wo wir mit und nicht gegen die Natur leben.
  • Wo leben, lernen und arbeiten wieder eine erfüllende Einheit bildet und Freude macht.

.     • Wovon wertvolle Impulse ausgehen.

  • Wo ein neues Wir entsteht

Unser Herzensanliegen ist es, Menschen auf ihrem Weg der Heilung und des Wachstums zu unterstützen und zu begleiten.

Wir sind davon überzeugt, dass es gelingen kann, eingefahrene Muster, Strukturen und limitierende Glaubenssätze nachhaltig zu verändern. So gelangen wir zu einem Miteinander mit weniger Leid, mehr Bewusstheit und mehr achtsamer liebevoller Lebensqualität.

Dafür braucht es Veränderungen sowohl im Denken, Fühlen und Handeln der Menschen, als auch in der Kultur und den Systemstrukturen.

Unsere nächste Liebe-versöhnt-Gemeinschaftsintitiative ist ein Wochenendcamp vom 20. bis zum 22.Juli an der Nordsee inmitten der weiten offenen Natur von Stadtland-Reitland. 

 

Wir treffen uns für eine Camp-Zeit, an der wir gemeinsam die Balance unserer unterschiedlichen Ausdrucksformen in uns selbst, in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, in der Liebe und unserer gemeinsamen Kultur erforschen wollen. Wir erfahren und üben Begegnung, die uns sowohl in Nähe als auch in Weite sein lassen.
Wie können wir unsere gemeinsame Zeit gestalten und was darf losgelassen werden, um ein immer liebevolleres Miteinander nachhaltig zu leben und zu erleben? Zusammen wollen wir uns im Camp auf den Weg machen, unsere Kraft, Schönheit und Verantwortungs-und Liesfähigkeit  ausdrücken zu können und immer mehr zu einer Unterstützung für unsere Liebsten und uns selbst zu werden.

Unser gemeinsamer Camp Beginn ist am Freitag der Platz am Feuer. Hier beginnen wir unsere Wir-Reise und lauschen einander, was wir für uns mitgebracht haben. Den Samstag widmen wir unseren Beziehungen, es geht um deinen Platz in deinem Beziehungssystem und um deinen würdevollen Platz in deinem Leben. Wir nutzen die freie systemische Aufstellung, in der du deinen Fragen nachgehen kannst, wo du jetzt stehst und wohin du möchtest. Das bringt dir ein Wissen um den nächsten stimmigen Schritt. Am Sonntag knüpfen wir unser gemeinsames Netzwerk und tüfteln am besseren WIR.

Wir gestalten unser Camp in und mit der Natur. Du hast die Schlafplatzwahl von Zelt über Wohnwagen, Gartenhäusle bis hin zum Zimmer. Melde dich rechtzeitig, denn die Teilnehmerplätze sind begrenzt. Für deine Verpflegung ist wundervoll gesorgt

Meine Sehnsucht nach Liebe erweckt mich

Eine der tiefsten sehnsüchte meines Herzens ist der Wunsch, einzig und allein um meiner selbst willen geliebt zu werden. Wenn diese Liebe mich anrührt, reicht sie hinunter in die tiefsten fasern meines Wesens. Und wie mir am Wochenende auf dem wundervollen Workshop auf dem ich war, bewusst wurde, ging es den anderen menschen im Raum zumindest ähnlich, wenn nicht gar genauso.

Es ist schwer, sich wirklich bewußt zu machen, wie verzweifelt wir der Liebe bedürfen. Ja, wir bewohnen unser Leben, es scheint, als hätten wir die Zügel fest in der Hand. Wir leben in einem selbständigen physischen Körper. So von außen gesehen scheinen wir ganz ausgezeichnet zurechtzukommen. Wir sind sehr geschickt darin, ein Bild, eine Fassade,  von uns zu errichten und der Welt genau das zu zeigen, was sie sehen soll. Da wir der Welt diese Fassade vorführen, ahnt niemand davon, dass wir auch noch einen anderen, einen „inneren Körper“ besitzen, den wir das Herz nennen und der sich, wenn er nicht geliebt wird, in keiner Weise zu helfen weiß.

Wäre unser Herz unsere äußere Erscheinung, würden wir wohl allem Anschein nach immer wieder verkrüppelte Körper sehen, die sich unter dem Blick und der Umarmung der Liebe urplötzlich in wundervolle schöne leuchtende grazile  Tänzerinnen und Tänzer verwandeln würden.

Es ist schwer, sich selbst zu lieben, ohne zuvor geliebt zu werden. Wenn wir geliebt werden, stürzt sich unser Herz in den anmutigen seligen ekstatischen Tanz des Lebens. Wie jemand, der lange Zeit an einem dunklen Ort vergessen worden ist, freuen wir uns, gefunden zu werden. Erst werden wir entdeckt, dann entdecken wir uns selbst. Das erfüllt unser ganzes Leben mit pulsierender Kraft und leuchtender Helligkeit.

Die Menschen um uns herum nehmen eine Veränderung an uns wahr, man ist gern in unserer Nähe. Die Liebe verklärt auf eine gewisse Weise den Ernst des Lebens. Alle Düsterkeit verfliegt, und mit einemmal ist unsere Seele jung und frei. Die Liebe erweckt die Jugendlichkeit unseres Herzens. Wir entdecken unsere schöpferischen Kräfte. Am Wochenende konnte ich es deutlich erkennen, daß es ein anrührendes Erlebnis ist, zu sehen, wie die Liebe jemanden so geschwind heim zu sich führt.

Doch selbst ohne die äußere geliebte, den äußeren Geliebten können wir zum Geliebten oder  zur Geliebten werden. Wenn wir es vermögen, unser Selbst wertzuschätzen und das, was wir sind, zu lieben, erwacht der Frühling in unserem Herzen. Ich bin davon überzeugt, dass uns unsere Seele in die Liebe zu unserem Selbst regelrecht hineinzieht.

Wenn wir in die Zärtlichkeit unserer Seele eintauchen endet jede Qual in unserem Leben. Der heilige Bonaventura sagt in seinem“ Pilgerbuch der Seele zu Gott“: „Tritt also in dich selbst ein und erkenne, dass deine Seele sich auf´s innigste liebt“

Schließen wir Frieden mit unserer Sehnsucht, denn dann wird sie uns helfen, uns zu erinnern, warum wir hier auf Erden sind.

Mögest du den Mut haben, mit deiner ewigen Sehnsucht Freundschaft zu schließen….und gesegnet sei die Sehnsucht, die dich einst hierher brachte

 

Von Herzen,

Angela

Statt enge Ansichten Zeit für eine Umarmung und Zeit, um miteinander zu sprechen

„Das Paradox unserer Zeit ist:

Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten.

Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus, wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft. Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.

Wir machen größere Dinge, aber keine Besseren. Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.

Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhauses.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts. Es ist die Zeit der Pillen, die alles können: Sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben, statt im Laden, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl haben: Das Leben zu ändern – oder den Text zu löschen.

Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil sie nicht immer mit EUCH sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die EUCH jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei EUCH sein werden.

Schenkt dem Menschen neben EUCH eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von EUREM Herzen kommt und EUCH nichts kostet.

Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich” und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen.

Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben EUCH sein.

Findet Zeit EUCH zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen.

Findet Zeit, alles was ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.”

Verfasser: Dr. Bob Moorehead

Mitgefühl ist eine schöne und wichtige Herzensqualität, die uns wieder miteinander verbindet…

Ich gestehe, wo immer ich kann, gebe ich mich wirklich gern der Faszination hin, die Bücher in  mir auslösen. Ja, ich bin eine von denjenigen, die stundenlang zwischen Bücherregalen und Buchstapeln einsinken kann, die in vielen Buchseiten magische Momente oder spannende Wortabenteuer findet und die auf den Strassen von wundervollen Satzgebilden in ferne Welten reist…. Und so gesehen, ist es für mich einerseits naheliegend und andererseits auch  ein wahrhaftes Highlight in den schier fast unendlichen Bücheralleen  der Frankfurter Buchmesse herumzuspazieren oder im Besucherstrom etagenweise mitzuschwimmen.

An diesem Samstag blieb ich verweilend in einer sehr gut besuchten Besucherecke stehen und lauschte den Frauenworten irakischer Schriftstellerinnen. Sie erzählten von ihrem Buch  „Mit den Augen von Inana“, einer Sammung irakischer Gedichte und Kurzgeschichten, sie berichteten  vom Leben der Frauen im Irak , erzählten von ihrer  Liebe in Zeiten des Terrors, von ihrer Auseinandersetzung mit Gewalt, Ängsten und Träumen, von ihrer Auflehnung gegen die patriarchalische Gesellschaft…

Stumm lauschte ich ihren ruhigen erzählenden Worten. Meine Sinne machen sich weit auf, so dass die Worte der Frauen aus dem fernen unbekannten Land tiefer in mich hineindringen können. Ich hörte von den vielen vielen kleinen Siegen, die diese Frauen schon erreicht haben. Ich ahne, was es in dieser dortigen herrschenden Männerdominanz bedeutet, wenn die Irakerin erzählt, dass sich die Frauen getraut haben, zu schreiben und daß von ihnen erste Workshops gegeben wurden. Meine Augen sehen das sanfte Lächeln in ihren Augen, als sie uns erzählt, daß Kinder Stifte in die Hand nahmen, um sich auszudrücken, daß  Frauen miteinander begonnen haben zu reden, daß sie sich aufmachen, den Platz des isolierten Verstummtseins zu verlassen. Und ich ahne von einem beginnenden lauten Aufschrei der Unterdrückten, der Risse in die gewohnten Machtstrukturen reißt und der die  Veränderung im selbstgefälligen Machtgefüge einleiten wird…

In mit formen sich Bilder vom dortigen Leben, Eindrücke dieser bis dahin unbekannten Kultur  dringen in mein Bewußtsein, ich ahne von dieser aufkeimenden entschlossenen Kraft, wie diese Frauen und Schwestern sich aufrichten, Stück für Stück,  um den ihnen von den Männern zugewiesenen unterwürfigen Platz zu verlassen…

Ich lausche bewegt, wie an diesemFrankfurter  Messesamstag die Frauen vor mir von  ihrem Ausbrechen aus ihrer alten Rolle berichten, von ihrem Kampf  um ein menschenwürdigen ebenbürtigen gesellschaftlichen Platz, von ihrem schwesterlichen Zusammenschluss, um in dieser maskulinen religiösen Übermacht nicht unterzugehen. Die Worte der irakischen Frauen sind frei von Anklage, frei von Hass und Wut…. Und ich spüre, wie eine warme Wellle des Mitgefühls aus meinem Herzen aufsteigt und von mir zu ihnen hinfließt. Der Wunsch, zu helfen, formt sich in mir. Ein fließendes emotionales Feld zwischen den erzählenden irakischen Frauen und mir ist entstanden, eine energetische  Verbindungvon Herzensraum zu Herzenraum hat sich gebildet. Ich fühle mich ihnen verbunden. Und in dieser Verbindung bekomme ich Zugang zu der mir eigenen  inneren Weisheit, die intuitiv weiß, was zu tun ist, um Leid zu lindern…..und stattdessen Liebevolles zu erschaffen.

Mitgefühl ist eine von mehreren Qualitäten unseres Herzens. Mitgefühl kommt vom Herzen und verhilft uns, uns mit dem Anderen zu verbinden. Ich meine hier, mitzuempfinden, zu fühlen, was der andere erlebt hat und wie er es erlebt hat. Ehrliches Mitgefühl weckt in uns den Wunsch, mitzuhelfen, die momentan vielleicht schmerzliche oder kalte Welt  des Anderen wieder ein wenig wärmer und liebevoller zu machen. Es ist eine feine emotinale Energie, ein Ausdruck gelebter offenbarter Liebe, der uns mit den göttlichen Instinkten des Kosmos, des Himmels oder des  Quantenfeldes in Berührung bringt. Mitgefühl ist eine von den sechs Herztugenden, das uns hilft, unsere Emotionen und auch unsere Persönlichkeit so zu führen, dass wir wieder im göttlichen Feld mitschwingen. Ehrliches Mitgefühl will sich auf liebevolle unterstützende Weise mit dem anderen verbinden und bringt die  anderen göttliche Aspekte, die Herztugenden  in uns wie Anerkennung, Vergebung, Demut, Verstehen und Mut hervor.

So kann ein liebevolleres Miteinander in unserer momentanen schmerzgebeutelten Welt entstehen, in dem auch Fürsorglichkeit und umeinander Kümmern wieder viel mehr Wärme in unsere erkaltete Gesellschaft bringt.

Dichtere Emotionen wie Eifersucht, Gier und Wut schaffen die Bedingungen für Zwietracht und Instabilität auf allen Ebenen.

Durch unsere Herztugenden wie dem Mitgefühl nähern wir uns  wieder unserer eigenen Göttlichkeit, denn diese ist nur über das Herz erreichbar. Wir alle, wir Menschen sind von Natur aus  mitfühlende Wesen. Beginnen wir heute damit, das Mitgefühl wieder zum Leben zu erwecken, es zuzulassen, damit der aktive Wunsch in uns entsteht, anderen zu helfen. Überwinden wir die Phase der Trennung und Isolation und der gesellschaftlichen Kälte, in dem wir uns mitfühlend einander und allem gegenüber zuwenden. So gestalten wir auf intelligente wundervoller Weise unseren gemeinsamen Lebenstanz in eine neue Phase der Zusammenarbeit, der Regeneration und der Erneuerung.  Entscheiden wir uns bewußt, unserem mitfühlenden Herzen zu folgen..so wandeln wir unsere eigene Furcht und Dichtheit und die des Planeten um und lassen die Intelligenz des Herzens sich offenbaren….

 

Ich danke dir, dass du mit deinem Herzen ebenso dabei bist

Herzensgruss von mir zu dir

Angela Paschold

Angela Paschold

Angela

Wer seine eigene Mitte hat, kann über seine Grenze leichter hinauswachsen

Viele Menschen leiden heute an Überforderung. Das kann viele Gründe haben. Ein immer wieder anzutreffender Grund ist, überforderte und ausgebrannte Menschen haben ihre Grenze nicht beachtet. Sie leben über ihre Verhältnisse und merken irgendwann, daß sie das innere Maß verloren haben. Doch ohne das rechte Maß gelingt das Leben nicht.

Dann gibt es aber auch Menschen, für die etwas anderes zutrifft: Vor lauter Sich-Abgrenzen entdecken sie ihre eigeneKkraft gar nicht, sie wachsen nie über ihre eigene Grenzen hinaus. Ganz im Gegenteil, sie bleiben in ihrer eigenen inneren Enge stecken. Von solchen Menschen sagen wir, sie seien begrenzt oder starr…..sie sehen nicht über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Sie sind wenig belastbar. Sie sind unfähig, ihre eigenen Grenzen, aber auch die ihrer  Gruppe, in der sie sich bewegen, auszuweiten, um neues Leben zuzulassen.

Wie aber gelingt menschliches Leben miteinander, das ja immer ein Leben in Beziehungen ist?

Ohne die Fähigkeit, sich abzugrenzen kann man seine menschliche Identität nicht wahrnehmen, seine eigene Persönlichkeit nicht entwickeln. Wenn ich mit jemanden in Kontakt trete, tönt meine Persönlichkeit, mein Menschsein durch meine Stimme und mein Sprechen zu dem anderen Menschen  hin, ich erreiche damit die andere Person. Auf diese Weise geschieht Begegnung. Damit aber Begegnung gelingt, braucht es einen guten Ausgleich von Grenze und Grenzüberschreitung, von Schutz und Sich-Öffnen, von Sich-Abgrenzen und Sich-Hingeben. Ich muss um meine Grenze wissen. Erst dann kann ich sie immer wieder überschreiten, um auf den anderen zuzugehen und ihm zu begegnen, ihn in der Begegnung zu berühren und darin möglicherweise einen Augenblick von Eins-Werden zu erfahren.

Begegnung geschieht also , so gesehen immer an der Grenze. Ich muss bis an meine Grenze, bis an mein Äußeres gehen, um beim Anderen anzukommen. Ich muss über mein Ich hinausgehen und mich dem Du zuwenden. Wenn wirkliche Begegnung gelingt, sind  Grenzen nicht mehr starr und trennend, sie werden fließend, es geschieht an der Grenze und über die Grenze hinweg Eins-Werden. Doch Begegnung ist nichts statisches, sondern immer etwas, was im lebendigen Vollzug geschieht. nach der Begegnung geht jeder wieder in seinen Bereich zurück, bereichert von den Erfahrungen an der Grenze.

Der richtige Umgang mit Grenzen ist also im Miteinander, in unseren Begegnungen, wichtig. Viele Menschen können heute nicht mehr „Nein“ sagen, sie stehen unter dem inneren Druck, alle Wünsche, die an sie herangetragen werden, zu erfüllen. Sie haben Angst, nein zu sagen, weil sie befürchten, Ablehnung zu erfahren. Sie leiden darunter keine Grenzen setzen zu können. Wiederum andere haben die Fähigkeit verloren, sich gegenüber Menschen in ihrer Umgebung abzugrenzen. Ihre Grenzen zerfließen. Sie nehmen sofort wahr, was andere fühlen. Doch das ist nicht nur angenehm, denn ihre eigenen Gefühle mischen sich ständig mit denen anderer. Dadurch sind sie den Stimmungen anderer ausgesetzt und lassen sich davon bestimmen. Oftmals haben sie den Eindruck, dass sie sich auflösen. So leben sie schutzlos. Doch wir brauchen auch unseren Schutzraum.

Unser Leben kann nur gelingen, wenn es innerhalb bestimmter Grenzen gelebt wird. Wohl dem, der seine Grenzen kennt, denn es geht nicht nur darum, sich abzugrenzen. Es geht auch darum, seine eigene Grenze selbst  zu kennen und sie auch zu lieben. Das heißt nichts weiter, als: Wir sollten einverstanden sein mit unserer Begrenztheit, dankbar sein für die Grenzen, die wir an uns und anderen erfahren. Der Schlüssel zum Gelingen von Beziehungen liegt auch darin, sich in seiner Begrenztheit, in seinem Menschsein  zu erfahren und auch die Menschen mit ihren Grenzen zu lieben.

Ja, auch ich erfahre, das geht nicht immer ganz leicht, da wir in uns auch gern Bilder vom Unbegrenzheit entwickeln. Doch sicher bin ich mir darin, wenn ich mich mit meinen Grenzen, meiner eigenen Belastbarkeit, meiner menschlichen Schutzbedürftigkeit, meinem eigenen Bedürfnis nach Näher oder Abgrenzung, nach Zugehörigkeit oder Freiheit…aussöhne und liebevoll damit umgehe, dann gelingt mein Leben, mein Miteinander, mein In-Beziehung-Sein  besser. Mit mir selber bin ich dann ausgesöhnt, ich hab mich, mein maß, meine eigene Mitte, gefunden  und kann dadurch leichter über Grenzen auch herauswachsen.

Am 30. Juli beginnt im Bielefelder Naturpark unser Sommercamp, hier werden wir uns mit diesem wichtigen Thema von Grenzerfahrungen  weiter beschäftigen, um gesund Grenzen zu ziehen und zu achten.  Die Grenzen des Menschseins zu wahren und zu achten in unseren Beziehungen, ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir gern weiter geben wollen. Auch um der angebotenen Maßlosigkeit der fordernden Gesellschaft gesund zu entkommen. Du kannst im Camp dabei sein und viel über dich und deine innere Grenze erfahren.

Anmelden kannst du dich für das wundervolle  Miteinander im „Liebe versöhnt-Sommercamp“  direkt und ganz einfach auf der Seite “ Übernachtungen“ .

Und wenn du über meine weiteren Blogthemen immer rechtzeitg informiert sein willst, dann kannst du rechts gern denBlog abbonieren.

 

In liebevoller Verbundenheit, Angela

Doris ist auch in diesem Jahr wieder mit einem spannenden Angebot dabei

Doris von Busekist eröffnet am Sonntag den 2. August um 15.30 Uhr im Seminarraum 2 , Lila Haus, mit ihrem Workshop „ Dämonen füttern und uns damit befreien“ das vielseitige Seminarangebot auf dem Sommercamp. Doris ist aktiver Mitmacher bei uns im „Liebe versöhnt“-Verein und auch aktive Camp-Mitmacherin. Doris kommt aus schönen württembergischen Schwäbisch Hall, bietet Aufstellungsseminare an, hilft Menschen mit Einzelberatungen, begleitet Menschen auch im Hospizdienst/Sterbebegleitung und lehrt mit viel Herzblut und Leidenschaft „Ein Kurs in Wundern“.

Doris über sich selbst: Durch die intensive Beschäftigung mit dem „Kurs in Wundern“, die Ausbildung und die Seminare der Wunderschule habe ich selbst sehr viel Befreiung erfahren. Es ist mir eine Herzensfreude, diese Schätze mit anderen zu teilen und sie in ihrem Streben zu unterstützen, mehr Farbe, Liebe und Lebendigkeit in ihr Leben zu bringen und sich auszusöhnen mit allen Tatsachen des eigenen Lebens. Der „Kurs“ weist da durch eine andere Sichtweise und Vergebung den Weg zum Frieden. Manchmal ist es auf diesem Weg gut, in die Tiefen zu steigen und sich die Schattenseiten unserer Selbstkonzepte anzuschauen, sie zu durchfühlen und zur Transformation zu übergeben. Dann bewahrheitet sich das Motto, das ich schon vor vielen Jahren für mich wählte: „… und unter allem liegt die Liebe!“

Das Seminar von Doris „Unsere Dämonen füttern“ basiert auf eine bewährte buddhistische Heilmethode, in der der Dämon nicht als ein schädliches Wesen verstanden wird, dass es auszurotten gilt, sondern als einen abgespaltenen Teil von uns, den wir sogar unbewusst noch mit Energie versorgen, obwohl er uns in Sorgen, Abhängigkeiten, Ängsten, Zwängen und Krankheiten hält. Das raubt uns Energie und hindert uns oftmals das zu tun, was wir wirklich möchten.
In diesem Seminar begeben wir uns auf innere Entdeckungsreise und gehen in Kommunikation mit unserem Dämon. Dabei werden wir ganz schnell merken, dass unserer Dämon uns eigentlich unterstützen möchte. Wenn wir ihn nicht länger bekämpfen, sondern ihm das geben, war er braucht, dann haben wir ab sofort einen starken Helfer an unserer Seite.
Doris bietet außerdem an, deinen Verwandlungsprozess, deine innere Transformation durch eine geführte Innenarbeit zu unterstützen und du kannst im Seminar auch mit Ton frei arbeiten. Das hilft vor allem dabei, dass dein wundervoller schlauer Intellekt sich in deine wundersame Heilung nicht allzu sehr einmischen kann.

 

Flyer_SommercampSommercamp Programm 2015

Spenden

Flyer Liebe Versöhnt e.V. (klick hier) –  Mitgliedsantrag (klick hier)  – Ausbildungsprogramm (klick hier)

 

Camp-News: Flyer und Programm sind da

Wow, viele arbeitsreiche Stunden liegen hinter uns, wieder ist etwas geschafft: Wir haben nun auch einen wunderschönen Einladungsflyer für unser Camp. Er ist wirklich rundum toll geworden. Und er ist schon auf Reisen. Bestimmt gefällt er dir auch so gut, wie uns. Am besten, du schaust ihn dir gleich mal an. Du findest den Link zu ihm direkt unter dem Artikel. Und, es wär natürlich toll, wenn du ihn auch zu deinen Freunden weiter schickst. Lade sie einfach zu unserer gemeinsamen Camp-Freude ein, denn geteilte Freude ist doppelte Freude.

Noch nen wichtigen Meilenstein haben wir in unserem Vorbereitungteam geschafft, das Programm  für unsere Camp-Woche ist schon ganz gut gefüllt. Wir haben jede Menge tolle Leute, Freunde, Partner, Therapeuten, Kurslehrer, Referenten die sich aktiv mit einbringen. Da unsere Referenten aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen, haben wir für euch natürlich auch ein total vielseitiges Programm zusammenstellen können.  Ich bin  begeistert und möcht natürlich am liebsten Alles mitnehmen. In den nächsten Wochen werden wir uns hier auf der Website das eine oder andere Angebot herauspicken und etwas genauer vorstellen. Bleib also  dran, an unserer Website..

Wenn du auch etwas vorstellen oder anbieten möchtest, meld dich ganz flugs bei uns , denn noch hast du  ne gute Chane, auch am Programm mitzuwirken. Es sind noch einige Plätze frei, die auf deine Gabe, auf dich warten.

Sicherlich bist du auch schon gespannt. Hier kannst du schon mal einen Blick auf das aktuelle Programm werfen.

Flyer zum Sommercamp 2014 – Belegungsplan zum Sommercamp 2014

(Hier klicken zum Programmheft)

Die Liebe fließt in Hamburg weiter

Erneut starten die engagierten Hamburger  von „Liebe versöhnt“  eine “ Free Hugs“ -Initiative.  Wie Stephanie  Aguilar  berichtet, wird es diesmal am Hamburger Hafen bei den Landungsbrücken sein. Am 1.Juni, ab 15 Uhr wird  dort eine weitere und  dennoch  auch eine neue Welle der Liebe in die Welt hineingegeben. Egal ob Ankommende im Hafen oder Abreisende, Besucher, Diensthabender, Arbeitender, groß oder klein… jeder hat die wunderschöne Möglchkeit sich nächsten Samstagnachmittag einen liebevollen Willkommensgruss an der Landungsbrücke abzuholen, eine liebevolle Umarmung zu genießen, eine Herzensbotschaft zu empfangen oder sich auf eine liebevolle Herzensbegegnung einzulassen.

Und  vielleicht spürt ja der eine oder andere von euch, die kleine Sehnsucht im Herzen, einfach mal mitzumachen, zu erfahren, wie es ist, ganz uneigennützig Liebe weiterzugeben. Wie es ist, auf einen Fremden zuzugehen und zu spüren, wie der eben noch Fremde im selben Moment zu deinem Bruder werden kann. Wie es ist, ein offenes Herz anzubieten, den Moment zu füllen mit deiner Liebe, die Sekunden zu verwandeln in einen heilsamen und heiligenden Moment. Wie es ist, die Botschaften des Kurses zu praktizieren und wie es sich anfühlt, wenn Geben und Empfangen eins sind….komm einfach und sei dabei, wenn die Liebe sich von Herz zu Herz ergießen will.

Liebe ausdehnen: „Es war einfacher als ich dachte, und es kam tausendfach zu mir zurück…“

„Mein Wunsch ist es, Liebe ausdehnen und den Moment erfahren“ – so umschrieb Mitinitiatorin Heike Prigge vor wenigen Wochen hier an selbiger Stelle ihre Motivation für die  gemeinsame  „Free Hugs“-Aktion um den Hamburger Bahnhofspatz herum.  Wie fühlt es sich an, auf Menschen zu-zugehen, die dir im Moment noch fremd sind, werde ich mit meiner Gabe angenommen, kann ich erwartungsfrei bleiben…?? So die damaligen Gedanken des  kleinen Organisationsteams, das diese „Free hugs und mehr…“- Idee in Hamburg ins Leben brachte. Jeder, der mitmachen wollte,  konnte dabei seine ganz spezielle Art, seine Liebe in die Welt zu bringen, umsetzen.

Und dann war es soweit. Am Hamburger Bahnhofsplatz standen Rita, Andreas, Stephanie, Dagmar, Andrè, Heike, Anita und Dorothee, mit Plakaten, oder mit Blumen, mit Kärtchen oder Abreißzettelchen zum Mitnehmen, in selbst gebastelten „Free Hugs“-Shirts, mit offenen Armen und gingen auf Menschen zu, um etwas aus ihrem Herzen anzubieten. Es gab junge Menschen, die liefen schnurstracks auf die Umarmungs-Schenker zu.  Sie hatten es schon mal erlebt und  freuten sich hier über die schöne Einladung …und noch während sie freudig riefen: „Oh, free hugs, wie schön!“  lösten sie auch gleich Bewegungswellen im Bahnhof aus, so dass sich andere Reisende oder Ankommende angezogen fühlten.  Frauen, Männer, Kinder – viele nahmen eine Umarmung an. Väter schickten hier und da ihre Kinder vor , andere beobachteten erst mal, schlichen noch ein wenig drum herum und kamen dann doch, manche zögerlich, manche freudig. Der eine oder andere wollte erst mal lieber nur schauen, einige hasteten auch einfach vorbei,

ein diensthabender Mitarbeiter  im Bahnhof brachte  fürsorglich seinen Kollegen… es gab leuchtende Augen und lachende Gesichter. Es war ein Geben und ein Nehmen und eine schöne Stimmung. Von irgendwoher war auf einmal auch noch eine Gruppe Musiker dabei… ein lebendiger Nachmittag, an dem sich die Liebe am Hamburger Bahnhof ausdehnte.

Doch lassen wir die „Liebe-Verschenker“ selber zu Wort kommen:

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Dagmar: Mich hat der Nachmittag sehr glücklich gemacht hat. Ich fragte mich, warum ich mich so fühle dabei? Mich in liebevoller Herzöffnung mit anderen Menschen – egal wem – in einer Umarmung zu verbinden, lässt mich ganz im Moment sein. Und ich fühle in diesem Moment, dass alles da ist, wonach ich oder wir uns sehnen: Wertschätzung, Akzeptanz, Anerkennung, Sicherheit, Frieden, mit anderen Worten: es macht glücklich, die Liebe auszudehnen. Genauso konnte ich mich in den vielen Menschen erkennen, die Angst vor dieser „bedingungslosen Liebe“ haben. Einige verrieten ihre unsichere Zwiegespaltenheit im Vorübergehen, mit einem winzig kleinen Lächeln. Diese Menschen ermutigte ich humorvoll, sich auf die wundervolle Erfahrung einzulassen. Es kamen Fragen wie: „Warum machst du das hier?“ Oder: „Was willst du?“ „Was hast du vor?“ Zum Glück hatte ich meine „Selbstliebe zum abreißen“  Zeilen mit, die ein kleines Gespräch erleichterten und noch mehr Nähe aufbauten. Alle stimmten mit mir darin überein, das die Selbstliebe doch nicht so einfach gelingt. Die Begegnung mit einem Volltrunkenen und zwei Prostituierten berührten mich besonders. Da fühlte ich zunehmende Wehrlosigkeit in mir selbst. Anders ausgedrückt: Ich habe einen Rest von Zurückhaltung während der Free Hugs losgelassen. Alles darf sein. Jeder darf so sein, wie er gerade ist – ich natürlich eingeschlossen.

Heike: Eigene Begrenzungen loslassen, urteilsfrei meine Brüder annehmen und sie als Kind Gottes sehen, das war meine Erfahrung. Es war einfacher als ich dachte. Schön war, dass es tausendfach zu mir zurück kam. Ich fühlte mich völlig beglückt, in tiefstem Frieden und voller Liebe. So stell ich mir den Himmel vor!

Andreas: Ich habe Spaß, Freude und ganz viel Liebe geteilt. Es war einfach schön…

Anita: Für mich war es locker, lustig, leicht galaktisch … ein Polizist in Kampfausrüstung ließ sich von mir umarmen und ein freudiges Jubeln ging durch den HauptbahnhofI. Noch mehr galt meine Freude den Hunden und sie von Herzen knuddeln zu dürfen….Ich bin zutiefst dankbar für mein mit-da-sein dürfen.  Ich freue mich schon auf`s nächste mal…

Stephanie: Was war das für eine ideale Gelegenheit meine Herzakkus voll aufzuladen. Für mich gibt es kaum etwas Wunderbareres, als mich mit jedem noch so unterschiedlichen Menschen – egal ob Opa, Punker, Straßenkehrer, Polizist, Student, Kind, Tourist oderMusiker, Afrikaner,Inder oder Deutscher, ob Hund oder Kind – -verbunden zu fühlen. Es war schön, die Freude zu fühlen, die durch diese spontanen Umarmungen auftrat. Das Denken setzte irgendwann aus und ein „Dauergrinsen“ blieb in meinem Gesicht. Auch einige Tage später noch, fühlte ich mich meinen Mitmenschen überall viel herzlicher verbunden… Und ich verspürte  oft den Wunsch, dem durch Lächeln, freundliche Worte oder auch einer Umarmung Ausdruck zu verleihen…

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Tja,dem gibt es wohl Nichts hinzuzufügen. Wohl jeder hier wird wohl zur  ähnlichen Schlussfolgerung kommen: Liebe ausdehnen macht wirklich glücklich. Geben macht glücklich, Geben und Nehmen wahrhaft sind eins und die Liebe, die will sich immer nur verschenken. Oder wie es im Kurs in Wundern“ so schön benannt wird. Um zu haben, gib allen alles… Und das ist die Wahrheit.

Angela