Beiträge

Was uns nährt: Das Wochenend-Camp an der Sommer-Nordsee

Wir von „Liebe  versöhnt“ sind eine wachsende Gruppe von  liebenden, liebenswerten und wunderbar „unperfekten Menschen“, die  sich mit viel Herzblut in unseren Camps intensiv der Frage widmen, welche wirklichen Lebensbedingungen ein liebevolles harmonisches Miteinander braucht.  Zusammengeführt hat uns der Traum, dass achtsam und bewusst gelebte Liebe unser Miteinander nährend, liebevoll und versöhnend gestaltet. Nur in dieser liebevollen Gemeinschaft können wir uns ehrlich und nah begegnen. Wir sind bestrebt, mit unseren nach außen wirksamen unterschiedlichen Gemeinschaftsinitiativen immer mehr zu einer versöhnenden Welt mit mehr Herzenliebe beizutragen. Wir schaffen für eine kleine Weile symbolische Räume, wo die Liebe atmen kann und das Leben Herzensnahrung erhält,

  • Wo Menschen jeden Alters zu sich und zueinander finden.
  • Wo echte Begegnung stattfindet.
  • Wo wir mit und nicht gegen die Natur leben.
  • Wo leben, lernen und arbeiten wieder eine erfüllende Einheit bildet und Freude macht.

.     • Wovon wertvolle Impulse ausgehen.

  • Wo ein neues Wir entsteht

Unser Herzensanliegen ist es, Menschen auf ihrem Weg der Heilung und des Wachstums zu unterstützen und zu begleiten.

Wir sind davon überzeugt, dass es gelingen kann, eingefahrene Muster, Strukturen und limitierende Glaubenssätze nachhaltig zu verändern. So gelangen wir zu einem Miteinander mit weniger Leid, mehr Bewusstheit und mehr achtsamer liebevoller Lebensqualität.

Dafür braucht es Veränderungen sowohl im Denken, Fühlen und Handeln der Menschen, als auch in der Kultur und den Systemstrukturen.

Unsere nächste Liebe-versöhnt-Gemeinschaftsintitiative ist ein Wochenendcamp vom 20. bis zum 22.Juli an der Nordsee inmitten der weiten offenen Natur von Stadtland-Reitland. 

 

Wir treffen uns für eine Camp-Zeit, an der wir gemeinsam die Balance unserer unterschiedlichen Ausdrucksformen in uns selbst, in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, in der Liebe und unserer gemeinsamen Kultur erforschen wollen. Wir erfahren und üben Begegnung, die uns sowohl in Nähe als auch in Weite sein lassen.
Wie können wir unsere gemeinsame Zeit gestalten und was darf losgelassen werden, um ein immer liebevolleres Miteinander nachhaltig zu leben und zu erleben? Zusammen wollen wir uns im Camp auf den Weg machen, unsere Kraft, Schönheit und Verantwortungs-und Liesfähigkeit  ausdrücken zu können und immer mehr zu einer Unterstützung für unsere Liebsten und uns selbst zu werden.

Unser gemeinsamer Camp Beginn ist am Freitag der Platz am Feuer. Hier beginnen wir unsere Wir-Reise und lauschen einander, was wir für uns mitgebracht haben. Den Samstag widmen wir unseren Beziehungen, es geht um deinen Platz in deinem Beziehungssystem und um deinen würdevollen Platz in deinem Leben. Wir nutzen die freie systemische Aufstellung, in der du deinen Fragen nachgehen kannst, wo du jetzt stehst und wohin du möchtest. Das bringt dir ein Wissen um den nächsten stimmigen Schritt. Am Sonntag knüpfen wir unser gemeinsames Netzwerk und tüfteln am besseren WIR.

Wir gestalten unser Camp in und mit der Natur. Du hast die Schlafplatzwahl von Zelt über Wohnwagen, Gartenhäusle bis hin zum Zimmer. Melde dich rechtzeitig, denn die Teilnehmerplätze sind begrenzt. Für deine Verpflegung ist wundervoll gesorgt

Meine Sehnsucht nach Liebe erweckt mich

Eine der tiefsten sehnsüchte meines Herzens ist der Wunsch, einzig und allein um meiner selbst willen geliebt zu werden. Wenn diese Liebe mich anrührt, reicht sie hinunter in die tiefsten fasern meines Wesens. Und wie mir am Wochenende auf dem wundervollen Workshop auf dem ich war, bewusst wurde, ging es den anderen menschen im Raum zumindest ähnlich, wenn nicht gar genauso.

Es ist schwer, sich wirklich bewußt zu machen, wie verzweifelt wir der Liebe bedürfen. Ja, wir bewohnen unser Leben, es scheint, als hätten wir die Zügel fest in der Hand. Wir leben in einem selbständigen physischen Körper. So von außen gesehen scheinen wir ganz ausgezeichnet zurechtzukommen. Wir sind sehr geschickt darin, ein Bild, eine Fassade,  von uns zu errichten und der Welt genau das zu zeigen, was sie sehen soll. Da wir der Welt diese Fassade vorführen, ahnt niemand davon, dass wir auch noch einen anderen, einen „inneren Körper“ besitzen, den wir das Herz nennen und der sich, wenn er nicht geliebt wird, in keiner Weise zu helfen weiß.

Wäre unser Herz unsere äußere Erscheinung, würden wir wohl allem Anschein nach immer wieder verkrüppelte Körper sehen, die sich unter dem Blick und der Umarmung der Liebe urplötzlich in wundervolle schöne leuchtende grazile  Tänzerinnen und Tänzer verwandeln würden.

Es ist schwer, sich selbst zu lieben, ohne zuvor geliebt zu werden. Wenn wir geliebt werden, stürzt sich unser Herz in den anmutigen seligen ekstatischen Tanz des Lebens. Wie jemand, der lange Zeit an einem dunklen Ort vergessen worden ist, freuen wir uns, gefunden zu werden. Erst werden wir entdeckt, dann entdecken wir uns selbst. Das erfüllt unser ganzes Leben mit pulsierender Kraft und leuchtender Helligkeit.

Die Menschen um uns herum nehmen eine Veränderung an uns wahr, man ist gern in unserer Nähe. Die Liebe verklärt auf eine gewisse Weise den Ernst des Lebens. Alle Düsterkeit verfliegt, und mit einemmal ist unsere Seele jung und frei. Die Liebe erweckt die Jugendlichkeit unseres Herzens. Wir entdecken unsere schöpferischen Kräfte. Am Wochenende konnte ich es deutlich erkennen, daß es ein anrührendes Erlebnis ist, zu sehen, wie die Liebe jemanden so geschwind heim zu sich führt.

Doch selbst ohne die äußere geliebte, den äußeren Geliebten können wir zum Geliebten oder  zur Geliebten werden. Wenn wir es vermögen, unser Selbst wertzuschätzen und das, was wir sind, zu lieben, erwacht der Frühling in unserem Herzen. Ich bin davon überzeugt, dass uns unsere Seele in die Liebe zu unserem Selbst regelrecht hineinzieht.

Wenn wir in die Zärtlichkeit unserer Seele eintauchen endet jede Qual in unserem Leben. Der heilige Bonaventura sagt in seinem“ Pilgerbuch der Seele zu Gott“: „Tritt also in dich selbst ein und erkenne, dass deine Seele sich auf´s innigste liebt“

Schließen wir Frieden mit unserer Sehnsucht, denn dann wird sie uns helfen, uns zu erinnern, warum wir hier auf Erden sind.

Mögest du den Mut haben, mit deiner ewigen Sehnsucht Freundschaft zu schließen….und gesegnet sei die Sehnsucht, die dich einst hierher brachte

 

Von Herzen,

Angela

Der österliche Frieden gelingt, wenn wir mit den Augen der Liebe schauen

Ostern. Das Osterfest ist ein interessantes symbolstarkes Datum, denn es überlagern sich hier doch zwei mächtige Mythen der Menschheit.

Lange vor den Christen feierten naturverbundene Stämme in diesen Tagen die Fruchtbarkeit des Lebens. Das deutsche Wort Ostern leitet sich vom altgermanischen Austrō für „Morgenröte“ ab, das eventuell ein germanisches Frühlingsfest bezeichnete. Der Wortstamm ist auch mit dem altgriechischen ēōs (Göttin der Morgenröte) verwandt. So spüren viele Menschen um diese Zeit herum eine Aufbruchsstimmung, eine neue Lust, hinauszugehen, zu wachsen, zu erschaffen – sich von den fruchtbaren Kräften des Lebens mitreißen zu lassen.

Doch in diesen Tagen wird noch ein weiterer Mythos geehrt und gefeiert – Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi – das älteste Fest der Christen. Wobei die Religionsvertreter heutzutage doch wohl mehr auf die Kreuzigungen des Menschensohnes Jesus schauen und seinen Kreuz-Tod beweinen. Im „Kurs in Wundern“ dagegen wird der Menschheit dringend ans Herz gelegt, eben nicht auf die Kreuzigung, sondern auf die Auferstehung zu schauen und diese zu leben und zu feiern. Auf den Christus zu schauen und zu ihm zu erwachen… (Mehr dazu findest du im vorjährigen Blogbeitrag: http://liebeversöhnt.de/ostern-meine-entscheidung-fuer-den-frieden-und-die-auferstehung/

Bleiben wir noch ein wenig bei der Auferstehung.

Jesus sagte. „Ich bin die Auferstehung und das Leben.“. Die Tatsache, dass Jesus auferstanden ist, bedeutet, dass auch wir diesen Prozess der Auferstehung durchlaufen werden. Sogar in beschleunigter Form. Für die gesamte Menschheit wird sich dieser Prozess vollziehen. Offensichtlich stecken wir gegenwärtig mittendrin in diesem Prozess, denn die Zeichen, die auf die Entscheidung Tod oder Auferstehung des Menschen hinweisen, mehren sich. Und viele erkennen es bereits, wir müssen an unseren Gedanken, Gefühlen und Taten arbeiten und sie verbessern.

In den Einweihungstempeln wurde die Auferstehung schon immer gelehrt und viele sind auch schon auferstanden. Denn man braucht nicht körperlich zu sterben und beerdigt zu werden, um auferstehen zu können. Auferstehen heißt, die alten Schwächen, Laster, niedrige Gedanken oder Krankheiten abzulegen. Damit ein Wesen auferstehen kann, müssen seine Zellen vollkommen rein sein und hohe Schwingungen haben. Wer ein intensives geistiges Leben führt, bereitet sich auf diese Auferstehung vor.

Ein gutes Symbol, das das Lebensthema  Auferstehung gut verständlich macht, ist das Saatkorn oder das Samenkorn. Die wärmende Lebenskraft des Frühlings streichelt das Samenkorn sanft. Es wird aus seinem Schlaf wachgerüttelt. Das Leben erwacht und  beginnt sich in der Erde, im Samen  zu rühren und ein winziges Stielchen teilt das Samenkorn in zwei Hälften, sprießt aus dem Boden, bildet einen kleinen Trieb, aus dem dann eines Tages ein ganzer Strauch oder gar ein Baum wird. Das ist die Auferstehung.

Dieses Phänomen können wir überall in der Natur beobachten. Nicht umsonst genießen wir das Osterfest mit den buntesten und schönsten Ostereiern. Steht doch das Ei symbolisch für die Geburt des neuen Lebens. In der Natur zeigt sich, dass die Wärme und das Wasser, den Samen erwecken. Bei uns Menschen nennen wir es die Liebe, die wärmende, nährende und stärkende Form der Liebe, die in uns das Licht hereinlässt, so dass all unsere Zellen durchflutet und wir lichtvoll und erneuert werden.

Die Auferstehung ist nichts anderes, als die Qualität des Lebens als Sohn Gottes, als Christus. Christus ist die Auferstehung des  Lebens. Indem wir der Liebe folgen, den Christus in uns zum Leben erwecken, von der die Verurteilung ablassen  und die Qualitäten der Liebe nach außen leben, dann sind wir die Auferstehung. Wir steigen aus unseren symbolischen Gräbern des Schlafeswandelns in der Dunkelheit und der Lieblosigkeit und erwecken das Leben, geben uns der die Kraft Gottes in uns hin. Der Geist Gottes in uns erwacht und dehnt sich aus….das Licht kommtdie Welt wandelt sich und die Liebe breitet sich aus.

In dem Sinne wünsch ich euch ein schönes Osterfest und liebende Wärme für eure spirituelle Auferstehung

Mit Liebe für euch geschrieben von

Angela

 

 

 

 

Weitergabe gern und bitte im Originalformat mit Quellenangabe

http://liebeversöhnt.de/der-oesterliche-frieden-gelingt-wenn-wir-mit-den-augen-der-liebe-schauen/

 

 

Wieso haben wir die Liebe einfach verloren?

Wir sehnen uns nach der Liebe und erfahren stattdessen Lieblosigkeit. Mit dem Widerspruch stehen wir heute also mittendrin in unserer gegenwärtigen Welt, die nun wahrhaftig kein sonderlich anziehender Aufenthaltsort ist.( Lies dazu auch meinen vorherigen Liebe-Blogbeitrag:  Das Ding mit der Liebe )
Wir kämpfen ums Überleben, um unseren Platz, um unsere Positionen, um die billigsten Schnäppchen, um jeden Cent, um ein bisschen intakte Natur, um die Wahrheit, ums. Recht, um die Vormachtstellung, die Figur, die beste Leistung, um Anerkennung, um Zuwendung und um vor allen die Liebe…

Bei deiner Geburt warst du, wie wir alle, perfekt ausgestattet. Deine natürliche Neigung war, dass du deine Aufmerksamkeit auf die Liebe richtetest. Deine Einbildungskraft blühte, du warst kreativ und wusstest sie einzusetzen. Wir alle waren mit einer viel reicheren Welt verbunden, als wir es jetzt sind, einer Welt voller Zauber. Wir hatten Sinn für das Wunderbare. Was war passiert? Wieso war jener Zauber ab einem bestimmten Alter einfach verflogen?

Es geschah, weil uns beigebracht worden ist, unsere Aufmerksamkeit auf andere, auf äußere Dinge zu richten. Uns wurde beigebracht, unnatürlich zu denken und Gedanken von Konkurrenz, begrenzte Ressourcen, Schuld, Begrenztheit, Tod, Knappheit, Verlust, Krankheit, Schlechtigkeit…zu produzieren. Bald begannen wir all diese Dinge zu denken und so erfuhren wir sie dann auch. Wir lernten, dass Titel, Geld, Diplome, Standesbewusstsein oder korrektes Gesellschaftsverhalten wichtiger sind als die Liebe. Und wir  erlernten, dass wir von anderen Menschen getrennt sind, dass wir in Konkurrenz mit anderen Menschen treten müssen, um voran zu kommen. Wir erlernten, so, wie wir sind, sind wie nicht gut genug sind. Das Ellbogen-Ego wurde in uns geboren. Es wurde uns gelehrt, die Welt so zu sehen, wie andere Menschen es gelernt hatten. Diese Erfahrung der Abgetrenntheit erregte die Angst in uns.

Abgetrennt sein, heißt, dass die Welt über mich herfallen kann, ohne dass ich in der Lage bin, darauf zu reagieren. Wir begannen uns von Gott verlassen und getrennt  zu fühlen. Daher ist dies eine Quelle intensiver Angst. Scham und Schuld kamen hinzu, die Religion brachte uns bei, dass wir sündig seien. Und so wurde Konditionierung für Konditionierung auf uns geworfen. Und wir nahmen sie alle an. Wir vergaßen, was wir in Wahrheit sind und übergaben stattdessen dem Ego allein den Regiestab für unser Leben…

Die Jahrhunderte gingen ins Land und das Denken der Welt, das nicht auf Liebe gegründet ist, begann in unseren Ohren zu schnattern, sobald wir auch nur einen Fuß in die Welt setzten.

Die Liebe ist das, womit wir geboren sind. Die Angst ist das, was wir hier gelernt haben. Die spirituelle Reise bedeutet, das Aufgeben und wieder Verlernen der Angst und das Wiederannehmen der Liebe in unserem Herzen. Liebe ist essentiell, sie ist eine existierende Tatsache. Sie ist unsere tiefste Wirklichkeit und unser Sinn auf Erden. Sich ihr bewußt gewahr zu sein, sie in uns selbst und in anderen zu erfahren, das ist die Bedeutung des Lebens.

Wenn du erfahren möchtest, wie wir wieder ein bedeutungsvolles Leben leben können dann lade ich dich ein, hier wieder reinzuschauen, denn auch im nächsten Block schauen wir die Liebe an.

Für heute wünsch ich dir Freude beim Erkennen und danke dir für dein Sein

In Liebe, Angela

Angela Paschold

Angela Paschold

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du mehr über diese Zusammenhänge erfahren möchtest, dann besuch doch einfach unser Blitzlicht: http://blitzlichttodundleben.liebeversöhnt.de

Oder trag dich in unseren Liebe-versöhnt-Letter ein, http://news.liebeversöhnt.de dann bleibst du auf dem Laufenden, wie es mit der Liebe weiter geht

Hast du Lust, mir zu schreiben, so kannst du das hier tun: angela.paschold@liebeversöhnt.de

Frieden - Liebe Versöhnt.de

Liebe – Warum es so ein Ding mit der Liebe ist…

Liebe – Heute; wo innere Leere die Seelen verödet, Zerrissenheit und Ohnmachtsgefühle sie aus dem Gleichgewicht bringen und Trauer sie zerfrisst, wird uns ständig suggeriert, die Erlösung aus solch innerem Drangsaal liege im Äußeren – einem Shopping Trip, einem Wellnessausflug, einer Psychoanalyse, einer schnelle Diät, einem Erfolgskurs oder einem ausschweifendem schmerzbetäubendem Leben. Manch einer, der geblendet den Konsumverlockungen nachgab, fand sich damit mehr auf einem gefühlten  innerlichen Friedhof wieder. Statt die erhoffte Erlösung von seinem seelischen Leid  zu finden, brachte dem Menschen der Konsumrausch eher die seelische Tot-Zone

Du ahnst es wohl schon, im Außen werden wir die Erlösung von unserem seelischen Leid nicht finden, ganz im Gegenteil. Denn in uns gibt es etwas Höheres, etwas, was wie eine Kraft, wie eine höhere Wahrheit ist. Es ist dies die Liebe, die in uns wohnt. Und diese ist in uns, nie kommt sie von außen.

Wenn die Welt scheinbar aus den Fugen gerät, gibt es nur eine Zuflucht, die uns vor allem Unbill schützt. Die Liebe. Begeben wir uns in den inneren Raum der Liebe, wird Schmerz zur Freude, Angst zur Zuversicht und Unsicherheit zur Seelenruhe. Leider haben viele vergessen, daß das Lieben kein Konsumgut ist, sondern die erhabenste Tätigkeit des Geistes, die sich durch das Herz ergießt. Und tief in dir weißt du auch, daß die Liebe in dir immer da ist, sie verschwindet nicht einfach. In Wahrheit bist du ein Ausdruck der Liebe, du bist Liebe. Auch wenn dein Verstand sich oft entscheidet, es einfach zu vergessen. Oder dir dein weltliches Ich, dein Ego, ganz viel Gründe einsuggeriert, warum du dich nicht auf die Liebe einlassen solltest.

Liebe ist etwas, was wir vielleicht nicht mit unseren physischen Sinnen wahrzunehmen vermögen, doch wir können allgemein sagen, wann wir sie fühlen und wann nicht. Nur sehr wenige Menschen haben das Gefühl, dass es genügend Liebe in ihrem Leben gibt. Heutzutage ist die Welt um uns herum ein ziemlich liebloser Ort geworden. Wir sind kaum noch imstande uns eine Welt vorzustellen, in der wir Liebe für alle empfinden. Würden wir der Liebe folgen, gäbe es keine Kriege, denn wir würden nicht gegeneinander kämpfen. Es gäbe keinen Hunger, denn wir würden uns gegenseitig nähren. Es gäbe keine Umweltkatastrophen, weil wir uns selbst, unsere Kinder unseren Planeten und die Schöpfung zu sehr liebten, um sie zu zerstören. Es gäbe keine Vorurteile, keine Unterdrückung, keine Gewalt in jedwelcher Form. Es gäbe nur Frieden.

Viele von uns sind in einer Welt aufgewachsen, in der die Liebe nicht an erster Stelle steht. Oftmals war in unserer Welt kaum Liebe da und wo keine Liebe da ist, da macht Angst sich breit. Aus  Angst verletzen wir uns, aus Angst konsumieren wir Verlockungen, versuchen wir „Liebe zu kaufen“, aus Angst kämpfen wir um unser Überleben, um unseren Erfolg, um unseren Platz , wir bekämpfen egoistisch und hauen uns…..unsere Angst ist die Wurzel unseres Übels, sie ist das Grundproblem der Welt. Und dabei ist Angst in Wahrheit „nur“ die Abwesenheit von Liebe.

Brauchen wir heutzutage einfach nur mehr Liebe? Auf alle Fälle, sehen wir, dass ohne die Liebe diese Welt einfach kein sonderlich anziehender Aufenthaltsort ist.

Schauen wir uns um, so hat es den Anschein, dass wir allesamt ne zerstörerische Todesrichtung eingeschlagen haben, obwohl wir uns  nach dem lebendigen Leben, nach mehr Liebe sehnen. Es scheint also so ein Ding mit der Liebe zu sein ….wir wollen sie, wir brauchen sie und dennoch sind wir weit entfernt von ihr…

Soweit mal hier zum Thema Liebe, wir bleiben dran und forschen weiter, wie wir doch noch dahin kommen, wonach wir uns sehnen.

Mit Liebe für dich geschrieben von Angela

Wenn du mehr über diese Zusammenhänge erfahren möchtest, dann besuch doch einfach unser Blitzlicht: http://blitzlichttodundleben.liebeversöhnt.de

Oder trag dich in unseren Liebe-versöhnt-Letter ein, http://news.liebeversöhnt.de dann bleibst du auf dem Laufenden, wie es mit der Liebe weiter geht

Hast du Lust, mir zu schreiben, so kannst du das hier tun: angela.paschold@liebeversoehnt.de

Statt enge Ansichten Zeit für eine Umarmung und Zeit, um miteinander zu sprechen

„Das Paradox unserer Zeit ist:

Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz, breite Autobahnen, aber enge Ansichten.

Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger, machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit, mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft, mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand, mehr Experten, aber auch mehr Probleme, mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel, wir geben verantwortungslos viel aus, wir lachen zu wenig, fahren zu schnell, regen uns zu schnell auf, gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf; wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern, beten zu selten.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft. Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben. Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn. Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.

Wir machen größere Dinge, aber keine Besseren. Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt. Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger, wir planen mehr, aber erreichen weniger. Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.

Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung, der großen Männer und der kleinkarierten Seelen, der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen, der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhauses.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts. Es ist die Zeit der Pillen, die alles können: Sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben, statt im Laden, wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann, und wo sie die Wahl haben: Das Leben zu ändern – oder den Text zu löschen.

Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die ihr liebt, weil sie nicht immer mit EUCH sein werden. Sagt ein gutes Wort denen, die EUCH jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei EUCH sein werden.

Schenkt dem Menschen neben EUCH eine innige Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von EUREM Herzen kommt und EUCH nichts kostet.

Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich” und meint es auch so. Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen.

Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben EUCH sein.

Findet Zeit EUCH zu lieben, findet Zeit miteinander zu sprechen.

Findet Zeit, alles was ihr zu sagen habt miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.”

Verfasser: Dr. Bob Moorehead

Wozu schleppst du all das mit dir rum..?

Von Freiheit und vom Sinn des Loslassens
“Ein Mensch war schwer beladen unterwegs. Aus dem Rücken trug er einen gewaltigen Rucksack voller Sand. Auf dem Kopf balancierte er einen Korb mit einer Melone und an seinen Füssen klirrten massige Eisenketten. So schleppte er sich durchs Leben, als er jemandem begegnete, der ihn fragte:
‘Wozu schleppst du diesen schweren Rucksack voller Sand mit dir herum?’
Erst bei dieser Frage spürte er, wie schwer das Gewicht auf seinen Schultern lastete und wie unnötig der Sand für ihn war. Also nahm er den Rucksack ab, schüttete den Sand in ein Schlagloch und dehnte und reckte sich.
Während er weiterging, war er ganz erstaunt, wie viel leichter ihm das Gehen fiel. Dann begegnete ihm wieder jemand und der fragte ihn:
‘Warum trägst du diese halb verfaulte Melone auf dem Kopf? Sieh dich um, überall hängen Früchte an den Bäumen und es sind genug für alle da!’
Der Mensch sah sich um und erkannte, dass der andere die Wahrheit gesagt hatte. Also nahm er gern den Korb ab und liess die Melone für Vögel und Ameisen zurück. Als er weiterging, genoss er das neue Gefühl von Beweglichkeit. Noch einmal begegnete ihm jemand und der fragt ihn:
‘Wozu trägst du denn diese schweren Eisenketten an den Füssen?’
Erstaunt blickte der Mensch an sich hinunter, denn er hatte sich so an seine Ketten gewöhnt, dass er sie ganz vergessen hatte. Selbst das Klirren hatte er überhört.
Nachdem er sich entschieden hatte, auch diesen Ballast loszulassen, schritt er weit aus und genoss das Gefühl von Freiheit.
Auch wenn uns nicht ständig jemand begegnet, der uns daruf aufmerksam macht, wo wir noch Ordnung schaffen und Ballast loswerden können, sind wir unserem inneren Chaos doch nicht hilflos ausgeliefert. Mit der Schulung der Selbstbeobachtung schärfen wir unsere Wahrnehmung und so können wir uns dann auch die zentralen Fragen selbst beantworten: Gehe ich gut mit mir um? Liebe und aktzeptiere ich mich so, wie ich bin?”
Aus dem Buch: “Aufräumen im Kopf” von Micheline Rampe

 

Wie echt erlaubst du dir zu sein, oder „glänzt“ du lieber durch Zurückhaltung…???

Du hast Angst davor, deine Empfindung zu offenbaren?, ja welch Alernative hättest du denn?  Du willst deinen Wunsch nach Nähe einfach weiterhin für dich behalten, weil du niemandem zur Last fallen willst? Meinst du, es sei eine gute Idee, dein Bedürfnis nach Verbindlichkeit in die letzte Ecke zu verbannen, weil du niemanden einengen willst? Macht es dich wirklich glücklich, deine Zuneigung einfach ‘ runter zu drücken, weil du niemandem sein Verständnis von Freiheit madig machen möchtest?…Bringt es dich an dein Ziel aller deiner Wünsche, dich „bedeckt“, deine Gedanken, deine Visionen, deine Sichtweise, deine Sehnsüchte, aber auch deine tiefsten Schmerzpunkte in dir weiterhin gefangen zu halten, um unauffällig, unerkannt,  im Strom der Masse mizuschwimmen…????

Ich wünsche dir, dass du deine eigene ganz eigene individuelle  Besonderheit siehst. Nicht im Sinne von Erhebung den anderen gegenüber, sondern im Sinne von deiner ganz eigenen  Individualität, mit all-das-was-dich-ausmacht . Frei von Arroganz, doch mit gesundem Stolz. Ich wünsche dir, dass du dich zeigst, wie du bist. Ob verletzlich, verwirrt, großkotzig, langweilig, überschäumend, ängstlich oder zaghaft. Ganz egal. Unsere Zeit hier auf dem Planeten ist begrenzt, wozu also mit Zurückhaltung „glänzen“?

Es geht nicht um den Jubel oder den Beifall der anderen. Es geht nicht um den tosenden und anerkennenden Applaus oder Beifallsbekundungen. Es geht darum, dass du deine eigenes Echt magst. Und das wünsche ich dir. Dass du genau das magst, dass du mit deinem Echt tanzen magst – und dass du das auch tust. Ob du jetzt hinausstürmst, um da draußen herumzuwirbeln und zu tanzen, ob du einfach auf deinem Sofa abhängst, den garten mit deiner Lebenslust bevölkerst, ob du traurig und versonnen am Wegesrand hockst, ob du dein Glück in den Häuserzeilen der Großstadt suchst,  oder die Stille in einer Berghöhle…Das ist egal. Ganz egal. Scheißegal. Denn darum geht es nicht, es geht erst einmal darum, dass du dich selber magst. Das hat nix mit egomaner Nabelschau zu tun, das ist eher so etwas wie deine menschliche Verpflichtung.

Ich wünsch dir von ganzem Herzen, daß du in deinem Inneren, deinganz eigenes Wesen, deinen besonderen Kern, das, was genau dich ausmacht,  findest.

Ich wünsche dir, daß du mit dir vertraut wirst, du eine annähernde Ahnung bekommst, wer du hier in deinem Leben bist.

Ich wünsche dir, daß du magst, was du in dir entdeckst, daß du dir selbst ein ehrliches „Ja“ zuraunen kannst und daß du jeden Tag ein wenig mehr eins wirst mit dir.

Ich wünsche dir, daß du dich voll Freude mit deiner Echtheit dem Tanz deines Lebens hingibst

 Ich wünsche dir, dass du magst, was du mit und in dir entdecken wirst.

Hier für dich den wunderbare Text „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer:

„Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.

Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen, auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden. Ich will wissen, ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen. Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten, dich hemmunglos dem Tanz hingegeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst – meiner und deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes „Ja!“ zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist. Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du dem, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.“

Nimm dir Zeit, Zeit für dein Echtsein.

Das Liebe-versöhnt-Sommercamp ist eine wundervolle Übungsmatte dafür.  Anmelden kannst du dich, wenn du auf die Seite „Übernachtung“ gehst. Hier  findest du auch alle wichtigen info´s dafür

Mit echtem Dank an dich, Angela

 

 

Wer seine eigene Mitte hat, kann über seine Grenze leichter hinauswachsen

Viele Menschen leiden heute an Überforderung. Das kann viele Gründe haben. Ein immer wieder anzutreffender Grund ist, überforderte und ausgebrannte Menschen haben ihre Grenze nicht beachtet. Sie leben über ihre Verhältnisse und merken irgendwann, daß sie das innere Maß verloren haben. Doch ohne das rechte Maß gelingt das Leben nicht.

Dann gibt es aber auch Menschen, für die etwas anderes zutrifft: Vor lauter Sich-Abgrenzen entdecken sie ihre eigeneKkraft gar nicht, sie wachsen nie über ihre eigene Grenzen hinaus. Ganz im Gegenteil, sie bleiben in ihrer eigenen inneren Enge stecken. Von solchen Menschen sagen wir, sie seien begrenzt oder starr…..sie sehen nicht über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Sie sind wenig belastbar. Sie sind unfähig, ihre eigenen Grenzen, aber auch die ihrer  Gruppe, in der sie sich bewegen, auszuweiten, um neues Leben zuzulassen.

Wie aber gelingt menschliches Leben miteinander, das ja immer ein Leben in Beziehungen ist?

Ohne die Fähigkeit, sich abzugrenzen kann man seine menschliche Identität nicht wahrnehmen, seine eigene Persönlichkeit nicht entwickeln. Wenn ich mit jemanden in Kontakt trete, tönt meine Persönlichkeit, mein Menschsein durch meine Stimme und mein Sprechen zu dem anderen Menschen  hin, ich erreiche damit die andere Person. Auf diese Weise geschieht Begegnung. Damit aber Begegnung gelingt, braucht es einen guten Ausgleich von Grenze und Grenzüberschreitung, von Schutz und Sich-Öffnen, von Sich-Abgrenzen und Sich-Hingeben. Ich muss um meine Grenze wissen. Erst dann kann ich sie immer wieder überschreiten, um auf den anderen zuzugehen und ihm zu begegnen, ihn in der Begegnung zu berühren und darin möglicherweise einen Augenblick von Eins-Werden zu erfahren.

Begegnung geschieht also , so gesehen immer an der Grenze. Ich muss bis an meine Grenze, bis an mein Äußeres gehen, um beim Anderen anzukommen. Ich muss über mein Ich hinausgehen und mich dem Du zuwenden. Wenn wirkliche Begegnung gelingt, sind  Grenzen nicht mehr starr und trennend, sie werden fließend, es geschieht an der Grenze und über die Grenze hinweg Eins-Werden. Doch Begegnung ist nichts statisches, sondern immer etwas, was im lebendigen Vollzug geschieht. nach der Begegnung geht jeder wieder in seinen Bereich zurück, bereichert von den Erfahrungen an der Grenze.

Der richtige Umgang mit Grenzen ist also im Miteinander, in unseren Begegnungen, wichtig. Viele Menschen können heute nicht mehr „Nein“ sagen, sie stehen unter dem inneren Druck, alle Wünsche, die an sie herangetragen werden, zu erfüllen. Sie haben Angst, nein zu sagen, weil sie befürchten, Ablehnung zu erfahren. Sie leiden darunter keine Grenzen setzen zu können. Wiederum andere haben die Fähigkeit verloren, sich gegenüber Menschen in ihrer Umgebung abzugrenzen. Ihre Grenzen zerfließen. Sie nehmen sofort wahr, was andere fühlen. Doch das ist nicht nur angenehm, denn ihre eigenen Gefühle mischen sich ständig mit denen anderer. Dadurch sind sie den Stimmungen anderer ausgesetzt und lassen sich davon bestimmen. Oftmals haben sie den Eindruck, dass sie sich auflösen. So leben sie schutzlos. Doch wir brauchen auch unseren Schutzraum.

Unser Leben kann nur gelingen, wenn es innerhalb bestimmter Grenzen gelebt wird. Wohl dem, der seine Grenzen kennt, denn es geht nicht nur darum, sich abzugrenzen. Es geht auch darum, seine eigene Grenze selbst  zu kennen und sie auch zu lieben. Das heißt nichts weiter, als: Wir sollten einverstanden sein mit unserer Begrenztheit, dankbar sein für die Grenzen, die wir an uns und anderen erfahren. Der Schlüssel zum Gelingen von Beziehungen liegt auch darin, sich in seiner Begrenztheit, in seinem Menschsein  zu erfahren und auch die Menschen mit ihren Grenzen zu lieben.

Ja, auch ich erfahre, das geht nicht immer ganz leicht, da wir in uns auch gern Bilder vom Unbegrenzheit entwickeln. Doch sicher bin ich mir darin, wenn ich mich mit meinen Grenzen, meiner eigenen Belastbarkeit, meiner menschlichen Schutzbedürftigkeit, meinem eigenen Bedürfnis nach Näher oder Abgrenzung, nach Zugehörigkeit oder Freiheit…aussöhne und liebevoll damit umgehe, dann gelingt mein Leben, mein Miteinander, mein In-Beziehung-Sein  besser. Mit mir selber bin ich dann ausgesöhnt, ich hab mich, mein maß, meine eigene Mitte, gefunden  und kann dadurch leichter über Grenzen auch herauswachsen.

Am 30. Juli beginnt im Bielefelder Naturpark unser Sommercamp, hier werden wir uns mit diesem wichtigen Thema von Grenzerfahrungen  weiter beschäftigen, um gesund Grenzen zu ziehen und zu achten.  Die Grenzen des Menschseins zu wahren und zu achten in unseren Beziehungen, ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir gern weiter geben wollen. Auch um der angebotenen Maßlosigkeit der fordernden Gesellschaft gesund zu entkommen. Du kannst im Camp dabei sein und viel über dich und deine innere Grenze erfahren.

Anmelden kannst du dich für das wundervolle  Miteinander im „Liebe versöhnt-Sommercamp“  direkt und ganz einfach auf der Seite “ Übernachtungen“ .

Und wenn du über meine weiteren Blogthemen immer rechtzeitg informiert sein willst, dann kannst du rechts gern denBlog abbonieren.

 

In liebevoller Verbundenheit, Angela

Liebe drückt kein Auge zu

„Liebe drückt kein Auge zu“…..müßte das nicht heißen..?,… ist da nicht…??? Nein, da ist kein Buchstabe zuviel in der Überschrift…genau darum geht es, die Liebe drückt eben kein Auge zu. Sicherlich, die meisten von uns haben von Kindheit an zu hören bekommen: „sei doch lieb“. Vielen von uns wurde beigebracht, wenn jemand einen Fehler gemacht hat, ihm ein Mißgeschickt passiert ist, oder jemand sich daneben benommen hat: „.. na das macht doch nichts, das ist nicht so schlimm…“. Doch genau hier liegt eine der größten Gefahren, denn die Liebe bleibt dadurch in ihrem wahren Wesenskern unerkannt. Übrig bleibt dann nur noch eine zahnlose Karikatur von „Liebe“, eine Liebe, die man gerade deshalb nicht mehr ernst nimmt, weil sie zu lieb geworden ist. Wo Liebe zu lieb wird, weil sie zu oft die Augen zudrückt, bewirkt sie, daß man sie letztlich selbst aus den Augen verliert.

Wirkliche Liebe ist überhaupt nicht lieb. Sie schaut eben nicht weg, wenn Fehler gemacht werden, wenn Peinliches oder Schlimmes geschieht. Im Gegenteil, Liebe schaut genau hin. Nicht nur oberflächlich sondern eindringlich. Liebe verharmlost nichts- auch nicht den Schmerz, der dadurch entsteht, daß sie offenlegt, was gespielt wird, oder dass sie etwas klar beim Namen nennt, was in einem irreführenden Gewand oder lieblosem Handeln daherkommt.

Braucht die Liebe viele Namen?

Ich denke, Ja. Liebe läßt sich nach meinem Empfinden gar nicht in Worte fassen. Und schon gar nicht in ein einziges. Gerade weil Liebe so unbeschreiblich ist, braucht sie viele Namen. Ich wage sogar zu behaupten, ein Volk, das viele viele Namen für die Liebe hat, erkennt an, wie lebensnotwendig die Liebe für dieses Volk ist. Und andersherum: die undifferenzierte Verwendung des Wortes „Liebe“ zeigt oftmals nur, wie lieblos oder wie seelisch arm eine Gesellschaft geworden ist. Dann dauert es nur eine kleine Weile, bis das Wort „Liebe“ ausgelutscht ist und man es eigentlich nicht mehr hören kann. Und bald verschwindet dann auch das, was mit Liebe einst gemeint war.

Liebe als Gefühl

Ist die Liebe ein Gefühl? Viele verwechseln Liebe mit Schmetterlingsgefühlen im Bauch, mit dem  „Verliebt sein“. Damit reduzieren wir die Liebe auf das Erleben von romantischen Stunden, das Austauschen von Zärtlichkeiten oder dem Schwelgen in gemeinsamen Phantasien. Haben wir diese Gefühle nicht, glauben wir oftmals sogar, auch die Liebe verloren zu haben und verhalten uns dementsprechend -ungeliebt und lieblos. Verstehen wir Liebe als ein Gefühl, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn unser Leben einer Achterbahnfahrt gleicht…zwischenzeitlich mag es ja mal ganz spannend sein, die Ups and Downs zu erleben, aber für den Alltag auf Dauer ist es wohl eher wenig geeignet. Liebe löst Gefühle aus, ja, das ist wohl unumstritten, aber daß Liebe aus Gefühlen besteht, das ist ein Irrtum.

Liebe als Grundeinstellung

Liebe braucht ein festes stabiles Fundament, einen verlässlichen Grund, auf dem sie sich entwickeln und entfalten kann. Dabei geht es nicht um äußere Sicherheiten. Innere Entschiedenheit ist dafür wichtig. Meine klare Entscheidung, Liebe zu leben,das Leben zu lieben, meine Beziehungsmenschen – mich inbegriffen – zu lieben, weil ich sie lieben will, schafft Raum, in dem Gewissheit sich entwickeln kann, gewollt zu sein.  Hier entsteht das innerliche JA zum Leben.

Mit diesem  JA nehme ich das Leben an, als eibester Freundn kostbares  Geschenk, das gepflegt und geschützt werden sollte. Wo diese JA fehlt, hat auch die Liebe keinen Grund, keine stabile Basis, kein sicheres Fundament. Die Mütter dieser Welt kennen dies JA, sie drücken es aus, in der Fürsorge, symbolisch gesprochen, wenn sie den Säugling an die Mutterbrust nehmen. Die Christen benennen es in der Bibel „Barmherzigkeit“. Sowohl die Fürsorge als auch die Barmherzigkeit sind die mütterlichsten Eigenschaften der Liebe, die es gibt. Fürsorglich oder barmherzig zu sein bedeutet, offen zu sein für das noch ohnmächtige Leben, für die momentane Hilflosigkeit schwächerer Geschöpfe. Es bedeutet auch, sich mit seiner Lebenskraft mal hinzugeben, um dem Kleinen oder dem Hilflosen oder den Schwachen Lebenskraft zu geben. Diese Fürsorglichkeit oder Barmherzigkeit ist nicht abhängig von irgendeinem guten Gefühl. Nein, sie entspricht dem immerwährenden Aspekt der göttlichen Liebe. Wir als Wesen sind ein Ausdruck der Liebe, in uns ist alle Liebe, alle Kraft und alles Licht, was wir zum wahren Leben brauchen. Erweisen wir uns der Liebe würdig und  beginnen wir selbst zu lieben und Liebe den Mitmenschen und den Mitgeschöpfen dieser Welt zu geben. Indem wir zu Liebenden werden, zeigen wir, dass wir erwachsen sind.

Wie die Liebe schaut

Liebe öffnet die Augen, sie schaut auf die Wirklichkeit wie sie ist. Doch sie schaut nicht richtend, sondern auf-richtend darauf. Echte wirkliche Liebe kann das, weil sie sehen will und sehen kann, auch das, was beugt, kleinmacht, was lieblos ist, was unterdrückend ist oder was lähmt. Die echte Liebe kann das, weil sie an Ideale, an das Gute, das Liebende, das Unterstützende glaubt, weil sie Visionen hat, obwohl sie durch und durch realistisch ist. Gerade weil sie realistisch ist, macht die echte Liebe uns Menschen sehr lebendig. Die Liebe leuchtet in die Wirklichkeit des Alltags hinein, sie macht den jetzigen Moment hell, sie beleuchtet ihn. Und die Liebe klärt auf.  Die Äbtissin Hildegard von Bingen hat dafür den Begriff „Discretio“ gewählt. Damit meinte sie kein Wegschauen von dem, was gerade geschieht, sondern ein darauf Achtgeben, dass die negativen Folgen möglichst gering bleiben. Discretio ist also Achtsamkeit pur. Ehrliche Achtsamkeit, Discretio, kann nur derjenige wirklich betreiben, der um die niederen Aspekte, die Ego-Mechanismen, die Begierden und Gelüste des Menschsein weiss und sie vor allem auch kennt, vor allem in sich selbst. Wirkliche Achtsamkeit, Discretio, kann nur gelingen, wenn wir mit wachem, offenem und vor allem wohlwollendem Blickauf uns selbst und dann auch auf alle anderen schauen. Dieses mit den Augen der Liebe schauende oder auch Wohlwollende empfinde ich als den Schlüssel zu Liebe. Lieb sein kann ich auch ohne Wohlwollen. Lieben nicht.

Oder kehren wir noch mal kurz zur mütterlichen Fürsorglichkeit, zur Barmherzigkeit zurück. Fehlt dieser Aspekt der Liebe, dann wollen wir unbarmherzig aufdecken, um abzugrenzen, auszuschließen, um zu trennen und zu richten. Lieb sein wollen dagegen, drückt ein Auge zu, sieht weg, um eben nicht auszuschließen oder einschreiten zu müssen. Beides steht der echten Liebe entgegen.

Liebende Fürsorglichkeit, oder auch Barmherzigkeit sieht mit offenen liebenden Augen auf den Anderen, sie deckt auf, eben damit der Andere sich nicht selbst ausschließt. Mit wirklich liebenden Augen zu schauen, bedeutet, den Schmutz an der Oberfläche zu sehen, doch auch die darunter liegende Wunde. Und genau darum geht es der echten Liebe, es geht um die Reinheit und die Klarheit, die das Leben braucht, um in seine Kraft zu kommen. Es geht ihr um das Beschreiten des Weges der Wahrhaftigkeit, um das Einüben, wahrhaftig sein zu wollen. Dies ist nur dort wirklich möglich, wo alles ans Licht kommen darf.

Wirkliche Wahrhaftigkeit läßt sich nur dort üben, wo der Blick im Licht und mit wahrhaft liebenden und vorurteilslosen Augen geschieht. Dies  richtet neu aus.

Es braucht in unserem Menschsein, mit all seinen dahergehenden kleinlichen Versuchungen und Verirrungen in unseren Ängsten und Begierden, aufrichtig Liebende, deren offene und klare Augen alles anzusehen bereit sind, die bei allem Geschehenen auf-richten und gerade dadurch heilenden Segen bewirken. Denn es ist die Liebe, die uns wahrhaft heilt.

In Liebe,

Angela