Sommercamp im Licht der Liebe… eine kleine Nachlese

 

 

 

 

 

Es gibt Erfahrungen, die  berühren dich so tief im Herzen, daß danach nichts mehr so ist wie vorher… meine Erfahrung in unserm diesjährigen Sommercamp war so eine. 14 Tage Camping im Bielefelder Schopketal war angesagt und das große Motto war: Liebe versöhnt.

Bunte Zelte belebten die Camp-Wiese. Manche standen länger, manche nur in paar Tage. Es gab Freunde, die blieben von Anfang bis Ende, es gab welche, die blieben einige Tage oder eine kleine Weile im Camp, und es gab welche, die kamen fast täglich nach der Arbeit und  gingen  spät abends wieder heim, um am nächsten Tag wieder zu kommen. Und uns alle einte  die gemeinsame Sehnsucht vom Miteinander-Sein, von Heilung in unserem Herzen zu erfahren und eine wahrhaft verbindende, vereinende Liebe zu leben und zu erleben. Und ehrlich gesagt, dazu hatten wir reichlich Gelegenheit, jeden Tag, jeden Moment auf`s Neue… wieder und wieder

Allmorgendlich begannen wir  den Tag in Stille  und in Verbindung mit Gott. Unsere Kurs-in-Wundern-Lektionen halfen uns, die Ausrichtung für den jeweils heutigen Tag festzulegen… In den Vormittagstunden und denen des  Nachmitages widmeten wir uns der Heilung unserer seelischen Wunden, wir übten uns in Vergebungsübungen, mal in stiller Gegenüberstellung, mal in versunkenem Durchlaufen des Vergbungspfades, mal in radikaler entladender Art. Wir übten uns in Geduld mit uns selber, wir schenkten unseren Schatten einen Strauß aus Akzeptanz und Mitgefühl, wir räumten unsere Vorurteile aus und fanden darunter  unglaublich viel Liebe, wir bestärkten uns in unserem Glauben, vertieften uns in die Kursweisheiten und fanden neue  tiefere und intensivere Wege zu Gott. Gruppenübungen und Einzelarbeiten ergänzten sich auf eine wundervolle Weise, und manch Neuausrichtung widerspiegelte sich im  stillen Malausdruck für unser Friedensmosaik.

Ein buntgefächertes Angebot bereicherte das „Liebe versöhnt-Camp“ jeden Tag auf`s Neue. Viele waren angereist, um für ein besseres Miteinander und für heilende Momente ihren ganz speziellen Beitrag zu geben oder auch um dabei zu sein. Und waren die vielseitigen Angebote unterschiedlicher Menschen – rein oberflächlich betrachtet  – zwar unterschiedlich, so verfolgten sie doch alle ein und denselben Zweck: Heilung in uns zu erfahren, unsere Wunden in Perlen zu verwandeln und den Weg für Gottes allumfassende Liebe frei zu machen, um die Liebe dann als Geschenk in die Welt zu reichen.

Nebenher lief der weltliche Tagesablauf  für die ca 30 köpfige Kerncampgemeinde: Frühstück richten, Abwasch organisieren, Einkauf… Essen kochen, Holz für Lagerfeuer zusammentragen usw. Die vielen Regengüsse waren gute Lehrmeister, sie lehrten uns Geduld und wundervolle Hilfsbereitschaft, wenn wieder einmal Lösungen für trockene Zeltwände nötig waren. Wir wurden Meister der Improvisation und begriffen schnell, daß es leichter wird, wenn wir flexibel bleiben. Die kühlen Tage  lehrten uns zusammnzurücken, so daß jeder einen Platz am warmen Feuer fand. Im alltäglichen Miteinander lernten wir, wie sich Gemeinschaft entwickelt, dass es vor allem Bereitschaft braucht, sich einzubringen. In uns wuchs  sanft und doch stark die Liebesbereitschaft, über die helfende Hand hinauszugehen und auch unser Herz zu teilen. Wir tauchten tief ein und fanden so viel Heilsames.

Es gab täglich heilige Momente, die unser Innerstes berührten, hier ein liebevolles Wort, dort eine tröstende Umarmung, da eine helfende Hand, dort eine Antwort: Ja, ich mache das… so sammlten wir viele Momente, die uns einander näher brachten, die uns auf neue Art verbanden. Nähe entstand, Achtung, Akzeptanz und Mitgfühl machte unsere Herzen weicher. Eine einzige heilige Familie war entstanden, wir waren EINS geworden.

Die bewegten Worte, die wir in der  abschließenden letzten Camprunde teilten, zeugten von unserer Verwandlung. Worte des Dankes  fanden  die offenen Herzenstüren, segnende Worte berührten unsere Seelen, auch die Kinder zeigten ihre innere Bewegung… Ja, wir waren zusammengewachsen, wir fühlten die neue Herzensgenmeinschaft.  Es war viel Heilung geschehen, manch alter  einschränkender Gedanke landete in der Tonne, etliche Vorurteile wurden entsorgt,  wir lachten und weinten gemeinsam,  manch spannungsgelandene Beziehung erlebte einen geheiligten Glanz  und  mach Sorgengedanke  wich einem neuen Gottvertrauen, so dass mehr und mehr Raum für den Frieden Gottes entstand… Welch eine wundervolle Erfahrung, kein Wunder, daß die Dankbarkeit unsere Herzen zum Überfliessen brachte…

Halleluja…. dank an die beiden wundervollen Organisatoren Ursa und Dietrich, die Raum und Zeit zur Verfügung stellen, die so viel von sich bereits im Aufbau und der Vorbereitung hineingegeben haben, damit all diese vielen versöhnenden Liebesaspekte geschehen konnten… und nun ist meine Welt  jedenfalls eine andere!

Danke, liebe Campbewohner und Mitmacher, Segen für euch, wo immer ihr seid, wir sind vereint… wir sind auf immer verbunden, wir sind Boten für ein neues Miteinander.

In Liebe und  unermesslicher  Dankbarkeit, Angela

 

 

 

6 Kommentare
  1. Stephanie sagte:

    welch treffende Worte,Angela, so bewegend und wahr!! Wie ausgequetschter purer Freudensaft!! Was sind wir doch unendlich beschenkt und es fruchtet weiter hier in meinen Beziehungen, was dort neu geboren wurde. Was für eine Erntezeit!. Ich habe in jeder Situation die helfende Hand von einem meiner Geschwister gespürt oder gleich mehreren, nichts blieb unversorgt, ein Geben und Empfangen. Die Kinder haben für sich weitreichende Erfahrungen von liebendem Miteinander mitgenommen. Heute durfte ich bei der Zusammenkunft von Lea und Luisa am Hamburger Hauptbahnhof Umsteighilfe leisten. Innere wie äußere Verbindungen sind geknüpft worden und ziehe weitere Kreise in neuem Umfeld. Ist das nicht großartig??!! :laugh: Juchu und Halleluja !! :heart:

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  2. Barbara sagte:

    Ja so war es .
    Einen ganz lieben Dank an Ursa und Dietrich, die so bereitwillig Haus und Hof für uns geöffnet hatten ,daß dies alles möglich werden konnte.

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  3. Ingeborg sagte:

    Oh, Angela, ich bin begeistert über deinen Artikel!!!
    Obwohl ich nur zwei Tage im Camp war, und dies auch nur die letzten Tage, hat mich diese Zeit so speziell beschenkt. Da war soviel Liebe und Wohlwollen, soviel Werschätzung und Toleranz gewachsen !!!!!! Ich hatte das Gefühl, ich durfte einfach nur die Früchte miternten, die meine Schwestern und Brüder in so großartiger Weise hervorgebracht haben. Danke, danke, dass ich dies so miterleben durfte.
    Es war wie ein Ausflug ins Paradies….
    In Verbundenheit
    Ingeborg

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  4. Stefan Wehmeier sagte:

    Zarathustra stieg allein das Gebirge abwärts und niemand begegnete ihm. Als er aber in die Wälder kam, stand auf einmal ein Greis vor ihm, der seine heilige Hütte verlassen hatte, um Wurzeln im Walde zu suchen. Und also sprach der Greis zu Zarathustra:
    »Nicht fremd ist mir dieser Wanderer: vor manchem Jahre ging er hier vorbei. Zarathustra hieß er; aber er hat sich verwandelt.
    Damals trugst du deine Asche zu Berge: willst du heute dein Feuer in die Täler tragen? Fürchtest du nicht des Brandstifters Strafen?
    Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?
    Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden?
    Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, und das Meer trug dich. Wehe, du willst ans Land steigen? Wehe, du willst deinen Leib wieder selber schleppen?«
    Zarathustra antwortete: »Ich liebe die Menschen.«
    »Warum«, sagte der Heilige, »ging ich doch in den Wald und in die Einöde? War es nicht, weil ich die Menschen allzusehr liebte?
    Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht. Der Mensch ist mir eine zu unvollkommene Sache. Liebe zum Menschen würde mich umbringen.«
    ….
    Als Zarathustra aber allein war, sprach er also zu seinem Herzen: »Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch nichts davon gehört, daß Gott tot ist!« –

    Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

    http://www.juengstes-gericht.net

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    • Manuela sagte:

      Oh ja, Nietzsche… Kein Erwachen ist möglich, ohne die Illusion des Todes zu erkennen…

      Hier ein Textausschnitt aus dem Kurs:
      „8. Unter den verstaubten Rand seiner verzerrten Welt will das Ego den SOHN GOTTES legen, durch seinen Befehl erschlagen, Beweis in seinem Verfall, dass GOTT SELBER vor der Macht des Ego machtlos und unfähig ist, das von IHM erschaffene Leben gegen den brutalen Tötungswunsch des Ego zu schützen. Mein Bruder, Kind unseres VATERS, das ist ein Traum vom Tod. Es gibt keine Beerdigung, keine dunklen Altäre, keine finsteren Gebote noch verdrehten Rituale der Verurteilung, zu denen dich der Körper führt. Bitte nicht den Körper nicht, dich zu befreien. Sondern befreie ihn von den gnadenlosen, unerbittlichen Befehlen, die du ihm auferlegt hast, und vergib ihm das, was du ihm zu tun befahlst. Indem du ihn überhöht hast, befahlst du ihm zu sterben, denn nur der Tod konnte das Leben bezwingen. Und was sonst als der Wahnsinn konnte auf die Niederlage GOTTES blicken und denken, dass sie wirklich ist?
      9. Die Angst vor dem Tod wird vergehen, wenn ihr Reiz der wirklichen Anziehungskraft der Liebe abgetreten wird. Das Ende der Sünde, das sich ruhig in die Sicherheit deiner Beziehung schmiegt, ist sehr nah, geschützt durch deine Vereinigung mit deinem Bruder und bereit, zu einer mächtigen Kraft für GOTT anzuwachsen. Die Erlösung wird als kleines Kind sorgsam gehütet von der Liebe und vor jedem Gedanken bewahrt, der sie angreifen würde; still wird sie dafür bereit gemacht, die mächtige Aufgabe zu erfüllen, für die sie dir gegeben wurde. Deine neugeborene Zielsetzung wird genährt von Engeln, dem HEILIGEN GEIST ist sie lieb und teuer, und GOTT SELBST beschützt sie. Sie braucht deinen Schutz nicht: Sie ist dein. Denn sie ist todlos, und in ihr liegt des Todes Ende.“

      Friede mit dir!

      Manuela

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