Vom König, der Gott sehen wollte

In einem fernen Land lebte einmal ein König. Der König wurde alt und sehr traurig.

Er wollte gar nichts mehr tun. „Seht“, sagte er, „in meinem Leben habe ich alles erlebt, was man erleben kann. Ich hab viel gesehen, gehört und erfahren. Nur eins habe ich nicht gesehen in meinem ganzen Leben: Gott habe ich nicht gesehen. Ihn möchte ich noch sehen, bevor ich sterbe.“

Deshalb befahl der König allen mächtigen Leuten, den Weisen und Priestern: „Zeigt mir Gott! Ihr habt dafür drei Tage Zeit. Wenn ihr es nicht schafft, werdet ihr schwer bestraft!“

Alle Bewohner des königlichen Palastes waren sehr traurig. Sie warteten auf ihren Tod. Genau nach drei Tagen rief der König alle vor sich. Aber keiner öffnete den Mund. Der König war sehr zornig. Er wollte das Todesurteil aussprechen.

Da kam ein Hirte vom Feld heim. Er hatte den Befehl des Königs gehört und sagte: „Erlaube mir König, deinen Wunsch zu erfüllen!“ „Gut“, sagte der König,

Gebetskerzen

„aber denk daran, es geht um deinen Kopf!“

Der Hirte führte den König auf einen freien Platz und zeigte ihm die Sonne. „Sieh in die Sonne“, sagt er. Der König hob seine Augen und wollte hineinsehen. „Ich werde ja ganz geblendet , willst du mich umbringen?“, fragt der König. „Aber König“, sagte der Hirte, „das ist doch nur ein kleines Ding der Schöpfung . Wie ein kleiner Funke eines großen Feuers. Gott ist noch viel größer. Wie willst du mit deinen schwachen Augen Gott sehen? Suche ihn mit anderen Augen!“

Das gefiel dem König. Er fragte den Hirten: „Was war vor Gott?“ Der Hirt dachte nach und sagte dann: „Fang an zu zählen!“ Der König begann: „Eins, zwei, drei….“ „Nein, nein“, unterbrach ihn der Hirte, „nicht so. Fange mit dem an, was vor eins kommt!“ „Wie kann ich das denn? Vor ‚eins’ gibt es doch nichts.“ – „Sehr klug gesprochen“, sagt der Hirte. Auch vor Gott gibt es nichts.“

 

Diese Antwort gefiel dem König noch besser. „Ich werde dich reich beschenken, wenn du mir noch eine dritte Frage beantworten kannst: Was macht Gott?“

Der Hirte merkte, dass das Herz des Königs weich geworden war. „Gut“, sagte er, „auch darauf will ich dir antworten.“ Nur um eins bitte ich dich: „Lass uns für eine kurze Zeit die Kleider tauschen

Der König legte die Zeichen seiner Königswürde ab und kleidete damit den Hirten. Er selber zog dessen kaputte und schmutzige Kleider an und hängte sich die Hirtentasche um. Der Hirt setzte sich auf den Thron, nahm das Zepter und zeigte damit auf die Stufen des Throns. Dort stand der König mit seiner Hirtentasche. „Siehst du, das macht Gott! … In Jesus Christus wurde der große Gott selber ein Mensch. Er stieg von seinem Thron herab und kam als kleines Kind in einem Stall zur Welt. Ja, er nahm für uns sogar den Tod auf sich, den Verbrechertod am Kreuz.“

Der Hirte zog wieder seine eigene Kleidung an. Der König stand lange da und dachte nach. Die letzen Worte des Hirten gingen durch seinen Kopf. Plötzlich aber wurde er froh und sagte: „Jetzt sehe ich Gott.“

Nach Leo N. Tolstoi

Mach das Jahr 2015 zu deinem besten Liebes-Jahr

 

Liebe ist das einzige, was wir brauchen. Liebe ist unser Frieden. Liebe ist auch unsere Freude, unsere Gesundheit und unser Reichtum. Liebe ist unsere wirkliche Identität. Auf der Suche nach Liebe gehen wir Beziehungen ein, ohne zu merken, dass wir selbst Liebe mitbringen müssen.

Es ist wichtig, dass wir ein ausgeprägtes Gefühl dafür mitbringen, was wir wahrhaft sind. Es ist ebenso wichtig, dass wir ein Selbstwertgefühl und ne dicke Portion Liebe für uns selber mitbringen, um unserer selbst sicher zu sein. Auch ist es richtig gut, wenn wir Begeisterung für uns und unser Leben mitbringen. Und ist ist super, wenn wir eine Vision von uns und unserem Leben ebenso mit in die Beziehung hinein bringen und Achtung vor Fülle und Reichtum im Gepäck haben.
Wenn wir all das in einem zufriedenstellenden Ausmaß allein geschafft haben, ist es gut, die Bereitschaft in dir zu stärken, all das, was du hast, teilen zu wollen und auch zu teilen – anstatt dich zu fürchten, jemand nehme dir was weg.
Freudiges Miteinander, Teilen und Begeisterung, Wertschätzung, Zielstrebigkeit und eine Wunschvorstellung….darum geht es in der Liebe.
Wenn wir all diese Dinge in die Beziehung einbringen, wird die Liebe zu einem großen Multiplikator und erweitert unsere Erfahrungen ungemein…

Wenn wir diese Dinge in unseer Beziehung nicht parat haben, beschert uns unsere Suche nach Liebe eine Erfahrung, die wir dringend brauchen….nämlich zu entdecken, was wahr und was falsch ist an unserer Liebe.
Und dann gestaltet sich deine Beziehung zu einem Entdeckungspozeß, wo du dich aus deinen Illusionen befreien kannst.

Wir gehen Beziehungen ein, weil wir auf der Suche nach Liebe sind. Wir sehnen uns nach Liebe, wir erwarten ,daß uns jemand liebt oder uns liebevoll anerkennt. Wenn wir uns in die Wahrheit zurückerinnern, dass jeder von uns geboren wurde, um Liebe zu äußern und Liebe zu empfangen, ist diese Einstellung doch absolut vernünftig.

Doch es kann unglückliche Momente und Situationen geben, in denen wir verzweifelt nach Liebe und Anerkennung verlangen, dass wir bereit sind fast alles zu tun, um sie zu bekommen. Damit vestoßen wir gegen die Regeln der Liebe und wir mißachten den Raum der Liebe, denn wir erlauben Menschen auf eine Art in unser Leben zu treten, die nichts mit Liebe zu tun hat. Die Lieblosigkeit uns selbst gegenüber erschafft die Lieblosigkeit und das Leid in unserer Beziehung…

Wenn wir glauben, uns fehle die Liebe oder unserem Leben mangele es an Liebe, dann beginnt für uns eine Reifezeit in Sachen Liebe. Was wir noch nicht verstehen ist, dass wir selbst die Liebe sind, die wir suchen. Solange wir uns selbst nicht als Liebe erkennen und mit unserer wahren Identität nicht in Harmonie leben, wird die Leere in uns mit nichts zu füllen sein. Im Gegenteil, sie quält uns solange, bis wir erkennen, dass wir selbst die Liebe sind. Dann ist es vollbracht…<3

Ich wünsche dir ein sanftes starkes 2015, wo du findest, was du suchst, wo du erkennst, dass du Liebe bist…..ich wünsche dir, dass dieses Jahr dein großes Liebesjahr wird….

In Liebe, Angela

Wenn Liebe sich ausdehnt kann viel Heilsames geschehen

Wow, liebe  Freunde, war unser Sommer-Camp schön. Das fröhliche Lachen schon draussen beim Freiluft-Morgenkaffee, wenn wir fürwitzig die Nase in die Sonne hielten. Der kleine Plausch in der Küche zwischen Semmelaufschneiden, Kaffepulver suchen und Müsli rühren. Das miteinander Schlendern auf unterschiedlichen Pfaden vom Schopketal zum Lila Haus oder umgedreht.  Die vielen vielen Gespräche mit so viel unterschiedlichen Menschen, mal ganz alltagsbanal, mal philosophisch fliegend, mal herzberührend und tief, mal verspielt und albern, mal tröstend und auch ganz viel emporhebend und  wertschätzend. Die vormittägliche Camprunde im Schopketal, die soviel Wahrhaftiges von uns  offenbarte. Die vorherige gemeinsame Zeit der Stille und des Besinnens im morgendlichen Bambushain. Das gemeinsame Mahl in entspannter großer Runde. Die vielen wundervollen Heilungs- und Erlösungsangebote. Die vielen Hände, die mithalfen. Die vielen schönen Lieder und Gitarrenklänge am Lagerfeuer und vorm Seminarhaus. Das freudige Leuchten der Augen beim miteinander Teilen. Und es war egal, ob es Kaffeepulver oder Butter war, ob es Arme waren, die sich um dich und mich legten, ob es eine Geste des Dankes war, eine geteilte Erfahrung, eine sanfte Berührung, ein Lächeln  oder ein herzhafter Knuddler …ich erlebte soviel liebende und geliebte Menschen, die miteinander füreinander da waren. Ich erlebte tausenderlei Ausdrucksformen von Liebe, die mich an vielen Stellen tief in mir berührten, die mich davon überzeugten, dass ein liebevolles Miteinander  hier auf Erden doch möglich ist. All das trage ich wie ein Schatz in meinem Herzen. Und sind auch laut Kalender, die schönen Tage unseres Sommercamp schon wieder in der Vergangenheit gelandet, so ruft mein Herz mir doch zu: das Sommercamp lebt weiter, in unseren Herzen so sind wir auch jetzt und immer weiterhin verbunden.

 

Bereits am Eröffnungstag in den zeitigen Mittagstunden kam mir  auf dem sonnigen Campgelände mit zielstrebigem forschen Schritt  eine Frau mit einem Zeitungsartikel  über unser Camp entgegen. Noch vor dem Begrüssungs-Hallo hielt sie mir einen Zeitungsartikel vor´s Gesicht und meinte verschmitzt und gleichzeitig sehr energisch:….“ hier in der Zeitung steht, dass es hier im Sommercamp  bei euch Liebe gibt, deswegen bin ich hier, die will ich haben…“. Uiii und Uff, welch ein schöner Auftakt, so geradezu und entwaffnend ehrlich. Die zielstrebige Dame schnappte ihren Koffer und checkte im Lila Haus ein und kuz danach hatte sie schon die ersten Mitcamper ins Gespräch verwickelt….das Miteinander hatte begonnen.

Das wirklich Schöne an dieser kleinen geschilderten Episode, das, was mich in meinem Innersten dabei anrührte, war: die tempramentvolle  Dame, die ich hier erwähne,  war hoch in den Siebzigern und im Stillen  bewunderte ich ihren Mut, sich auf diese Camperfahrung einzulassen, denn sie blieb so einige Tage. Und sie erzählte mir viel von ihrem „Liebes-Auftrag“….wer weiß, auf welchen Wegen ich ihr wieder begegnen werde.

LV Camp-2014-Freude  LV Camp-2014 Pausenrunde

Bereits  das Ankommen im Camp, war schon mit viel Freudenjauchzer und Umarmungen bei Diesem und Jenem verbunden, denn  so einige  Camper waren schon die Jahre zuvor auch dabei und dementsprechend war natürlich im strahelenden Bielefelder Sonnnschein die Wiedersehensfreude groß….sie war so groß, dass die „Neulinge“ gleich in den Freudenstrom mithineingenommen wurden. Und eh wir uns dreimal umschauten, sassen wir schon nahgerückt zusammen und unterhielten uns. Waren es zu Beginn noch allgemeinere Worte des von-sich-erzählens,  die wir tauschten, so wandelte es sich ganz schnell in eine Bereitschaft des aneinander-Anteilnehmens, des Hörens und des Aufeinander-eingehens.  Es wuchs ein WIR.

LV Camp-2014-Andrea  LV Camp-2014-2

Eine ganze Woche lang gab es ein wundervolles Miteinander, eine Woche lang war unser aller Zusammensein davon getragen, dass wir uns wieder gegenseitig an den Geist Christi in uns erinnerten und diesen mit Leben erfüllen. Eine Woche, heilten wir unsere Herzenswunden, unsere Lebensgeschichten oder auch unsere Beziehungen gemeinsam und miteinander . Wir lachten und wir weinten zusammen, wir waren füreinander da und teilten all das, was da war.  Wir meditierten gemeinsam für einen weltweiten Frieden, wir betenten füreinander und für ein lebenswertes Leben, wir übernahmen Verantwortung und halfen untereinander, wir heilten Wunden in der Natur und in unserem Inneren, wir erfuhren viel Heilung und gaben Heilung in den unterschiedlichsten Arten weiter.
Es war ein wundervolles Camp mit wundervollen Menschen, fast täglich waren wir um die 60 bis 80 Leute aus nah und fern. Viele  Es gab Menschen, die blieben vom ersten bis zum letzten Tag bei uns. Es gab Camp-Gäste, die genossen unsere liebevolle Form des Miteinanders für ein paar Tage und es kamen Bielefelder und Besucher aus der Umgebung , die besuchten unsere Workshops und setzten  sich dann eine Weile zu uns.
Viele Heiler und Therapeuten waren dem Ruf unseres Vereins gefolgt und unterstützten unser gemeinnütziges Anliegen, Heilung und Versöhnung in die Welt zu bringen. Es war wirklich ein Gemeinschaftswerk, in dem wir uns für einen gemeinschaftlichen Zweck miteinander verbunden haben, um mehr Liebe und Heilung in die Welt zu bringen…
An dieser Stelle sagen wir all unseren vielen Helfern und Mitmachern „Danke“, wir danken allen Mitcamplern, die angereist waren, um dabei zu sein, wir danken den Bielefeldern für ihr Vertrauen, wir danken dafür , dass sie unser Angebot angenommen haben und dass sie sich  so wundervoll mit eingebracht haben, um Heilsames ins Leben zu bringen.  Ein großes „Danke“ auch an das Team von „Haus Neuland“ für die schöne Zusammenarbeit . Und ein dickes „Danke“ an das Team von „Emilio“, das sich so wundervoll um unsere leiblichen Bedürfnisse gekümmert hat. Wir vom Verein  „Liebe versöhnt“ danken für die vielen Wunder, die hier im Bielefelder Sommer geschehen durften und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, denn dann kommen wir wieder und laden ein zum großen Sommercamp von „Liebe versöhnt“. Danke, dass wir alle ein Stück Heilsein mehr erfahen haben, wir werden es nun alle miteinander in die Welt hinaustragen. Dank Gott, dass du all diese  wundervollen Puzzleteilchen so perfekt zusammengefügt hast. ..

Liebe ausdehnen: „Es war einfacher als ich dachte, und es kam tausendfach zu mir zurück…“

„Mein Wunsch ist es, Liebe ausdehnen und den Moment erfahren“ – so umschrieb Mitinitiatorin Heike Prigge vor wenigen Wochen hier an selbiger Stelle ihre Motivation für die  gemeinsame  „Free Hugs“-Aktion um den Hamburger Bahnhofspatz herum.  Wie fühlt es sich an, auf Menschen zu-zugehen, die dir im Moment noch fremd sind, werde ich mit meiner Gabe angenommen, kann ich erwartungsfrei bleiben…?? So die damaligen Gedanken des  kleinen Organisationsteams, das diese „Free hugs und mehr…“- Idee in Hamburg ins Leben brachte. Jeder, der mitmachen wollte,  konnte dabei seine ganz spezielle Art, seine Liebe in die Welt zu bringen, umsetzen.

Und dann war es soweit. Am Hamburger Bahnhofsplatz standen Rita, Andreas, Stephanie, Dagmar, Andrè, Heike, Anita und Dorothee, mit Plakaten, oder mit Blumen, mit Kärtchen oder Abreißzettelchen zum Mitnehmen, in selbst gebastelten „Free Hugs“-Shirts, mit offenen Armen und gingen auf Menschen zu, um etwas aus ihrem Herzen anzubieten. Es gab junge Menschen, die liefen schnurstracks auf die Umarmungs-Schenker zu.  Sie hatten es schon mal erlebt und  freuten sich hier über die schöne Einladung …und noch während sie freudig riefen: „Oh, free hugs, wie schön!“  lösten sie auch gleich Bewegungswellen im Bahnhof aus, so dass sich andere Reisende oder Ankommende angezogen fühlten.  Frauen, Männer, Kinder – viele nahmen eine Umarmung an. Väter schickten hier und da ihre Kinder vor , andere beobachteten erst mal, schlichen noch ein wenig drum herum und kamen dann doch, manche zögerlich, manche freudig. Der eine oder andere wollte erst mal lieber nur schauen, einige hasteten auch einfach vorbei,

ein diensthabender Mitarbeiter  im Bahnhof brachte  fürsorglich seinen Kollegen… es gab leuchtende Augen und lachende Gesichter. Es war ein Geben und ein Nehmen und eine schöne Stimmung. Von irgendwoher war auf einmal auch noch eine Gruppe Musiker dabei… ein lebendiger Nachmittag, an dem sich die Liebe am Hamburger Bahnhof ausdehnte.

Doch lassen wir die „Liebe-Verschenker“ selber zu Wort kommen:

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Dagmar: Mich hat der Nachmittag sehr glücklich gemacht hat. Ich fragte mich, warum ich mich so fühle dabei? Mich in liebevoller Herzöffnung mit anderen Menschen – egal wem – in einer Umarmung zu verbinden, lässt mich ganz im Moment sein. Und ich fühle in diesem Moment, dass alles da ist, wonach ich oder wir uns sehnen: Wertschätzung, Akzeptanz, Anerkennung, Sicherheit, Frieden, mit anderen Worten: es macht glücklich, die Liebe auszudehnen. Genauso konnte ich mich in den vielen Menschen erkennen, die Angst vor dieser „bedingungslosen Liebe“ haben. Einige verrieten ihre unsichere Zwiegespaltenheit im Vorübergehen, mit einem winzig kleinen Lächeln. Diese Menschen ermutigte ich humorvoll, sich auf die wundervolle Erfahrung einzulassen. Es kamen Fragen wie: „Warum machst du das hier?“ Oder: „Was willst du?“ „Was hast du vor?“ Zum Glück hatte ich meine „Selbstliebe zum abreißen“  Zeilen mit, die ein kleines Gespräch erleichterten und noch mehr Nähe aufbauten. Alle stimmten mit mir darin überein, das die Selbstliebe doch nicht so einfach gelingt. Die Begegnung mit einem Volltrunkenen und zwei Prostituierten berührten mich besonders. Da fühlte ich zunehmende Wehrlosigkeit in mir selbst. Anders ausgedrückt: Ich habe einen Rest von Zurückhaltung während der Free Hugs losgelassen. Alles darf sein. Jeder darf so sein, wie er gerade ist – ich natürlich eingeschlossen.

Heike: Eigene Begrenzungen loslassen, urteilsfrei meine Brüder annehmen und sie als Kind Gottes sehen, das war meine Erfahrung. Es war einfacher als ich dachte. Schön war, dass es tausendfach zu mir zurück kam. Ich fühlte mich völlig beglückt, in tiefstem Frieden und voller Liebe. So stell ich mir den Himmel vor!

Andreas: Ich habe Spaß, Freude und ganz viel Liebe geteilt. Es war einfach schön…

Anita: Für mich war es locker, lustig, leicht galaktisch … ein Polizist in Kampfausrüstung ließ sich von mir umarmen und ein freudiges Jubeln ging durch den HauptbahnhofI. Noch mehr galt meine Freude den Hunden und sie von Herzen knuddeln zu dürfen….Ich bin zutiefst dankbar für mein mit-da-sein dürfen.  Ich freue mich schon auf`s nächste mal…

Stephanie: Was war das für eine ideale Gelegenheit meine Herzakkus voll aufzuladen. Für mich gibt es kaum etwas Wunderbareres, als mich mit jedem noch so unterschiedlichen Menschen – egal ob Opa, Punker, Straßenkehrer, Polizist, Student, Kind, Tourist oderMusiker, Afrikaner,Inder oder Deutscher, ob Hund oder Kind – -verbunden zu fühlen. Es war schön, die Freude zu fühlen, die durch diese spontanen Umarmungen auftrat. Das Denken setzte irgendwann aus und ein „Dauergrinsen“ blieb in meinem Gesicht. Auch einige Tage später noch, fühlte ich mich meinen Mitmenschen überall viel herzlicher verbunden… Und ich verspürte  oft den Wunsch, dem durch Lächeln, freundliche Worte oder auch einer Umarmung Ausdruck zu verleihen…

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Tja,dem gibt es wohl Nichts hinzuzufügen. Wohl jeder hier wird wohl zur  ähnlichen Schlussfolgerung kommen: Liebe ausdehnen macht wirklich glücklich. Geben macht glücklich, Geben und Nehmen wahrhaft sind eins und die Liebe, die will sich immer nur verschenken. Oder wie es im Kurs in Wundern“ so schön benannt wird. Um zu haben, gib allen alles… Und das ist die Wahrheit.

Angela

Sommercamp im Licht der Liebe… eine kleine Nachlese

 

 

 

 

 

Es gibt Erfahrungen, die  berühren dich so tief im Herzen, daß danach nichts mehr so ist wie vorher… meine Erfahrung in unserm diesjährigen Sommercamp war so eine. 14 Tage Camping im Bielefelder Schopketal war angesagt und das große Motto war: Liebe versöhnt.

Bunte Zelte belebten die Camp-Wiese. Manche standen länger, manche nur in paar Tage. Es gab Freunde, die blieben von Anfang bis Ende, es gab welche, die blieben einige Tage oder eine kleine Weile im Camp, und es gab welche, die kamen fast täglich nach der Arbeit und  gingen  spät abends wieder heim, um am nächsten Tag wieder zu kommen. Und uns alle einte  die gemeinsame Sehnsucht vom Miteinander-Sein, von Heilung in unserem Herzen zu erfahren und eine wahrhaft verbindende, vereinende Liebe zu leben und zu erleben. Und ehrlich gesagt, dazu hatten wir reichlich Gelegenheit, jeden Tag, jeden Moment auf`s Neue… wieder und wieder

Allmorgendlich begannen wir  den Tag in Stille  und in Verbindung mit Gott. Unsere Kurs-in-Wundern-Lektionen halfen uns, die Ausrichtung für den jeweils heutigen Tag festzulegen… In den Vormittagstunden und denen des  Nachmitages widmeten wir uns der Heilung unserer seelischen Wunden, wir übten uns in Vergebungsübungen, mal in stiller Gegenüberstellung, mal in versunkenem Durchlaufen des Vergbungspfades, mal in radikaler entladender Art. Wir übten uns in Geduld mit uns selber, wir schenkten unseren Schatten einen Strauß aus Akzeptanz und Mitgefühl, wir räumten unsere Vorurteile aus und fanden darunter  unglaublich viel Liebe, wir bestärkten uns in unserem Glauben, vertieften uns in die Kursweisheiten und fanden neue  tiefere und intensivere Wege zu Gott. Gruppenübungen und Einzelarbeiten ergänzten sich auf eine wundervolle Weise, und manch Neuausrichtung widerspiegelte sich im  stillen Malausdruck für unser Friedensmosaik.

Ein buntgefächertes Angebot bereicherte das „Liebe versöhnt-Camp“ jeden Tag auf`s Neue. Viele waren angereist, um für ein besseres Miteinander und für heilende Momente ihren ganz speziellen Beitrag zu geben oder auch um dabei zu sein. Und waren die vielseitigen Angebote unterschiedlicher Menschen – rein oberflächlich betrachtet  – zwar unterschiedlich, so verfolgten sie doch alle ein und denselben Zweck: Heilung in uns zu erfahren, unsere Wunden in Perlen zu verwandeln und den Weg für Gottes allumfassende Liebe frei zu machen, um die Liebe dann als Geschenk in die Welt zu reichen.

Nebenher lief der weltliche Tagesablauf  für die ca 30 köpfige Kerncampgemeinde: Frühstück richten, Abwasch organisieren, Einkauf… Essen kochen, Holz für Lagerfeuer zusammentragen usw. Die vielen Regengüsse waren gute Lehrmeister, sie lehrten uns Geduld und wundervolle Hilfsbereitschaft, wenn wieder einmal Lösungen für trockene Zeltwände nötig waren. Wir wurden Meister der Improvisation und begriffen schnell, daß es leichter wird, wenn wir flexibel bleiben. Die kühlen Tage  lehrten uns zusammnzurücken, so daß jeder einen Platz am warmen Feuer fand. Im alltäglichen Miteinander lernten wir, wie sich Gemeinschaft entwickelt, dass es vor allem Bereitschaft braucht, sich einzubringen. In uns wuchs  sanft und doch stark die Liebesbereitschaft, über die helfende Hand hinauszugehen und auch unser Herz zu teilen. Wir tauchten tief ein und fanden so viel Heilsames.

Es gab täglich heilige Momente, die unser Innerstes berührten, hier ein liebevolles Wort, dort eine tröstende Umarmung, da eine helfende Hand, dort eine Antwort: Ja, ich mache das… so sammlten wir viele Momente, die uns einander näher brachten, die uns auf neue Art verbanden. Nähe entstand, Achtung, Akzeptanz und Mitgfühl machte unsere Herzen weicher. Eine einzige heilige Familie war entstanden, wir waren EINS geworden.

Die bewegten Worte, die wir in der  abschließenden letzten Camprunde teilten, zeugten von unserer Verwandlung. Worte des Dankes  fanden  die offenen Herzenstüren, segnende Worte berührten unsere Seelen, auch die Kinder zeigten ihre innere Bewegung… Ja, wir waren zusammengewachsen, wir fühlten die neue Herzensgenmeinschaft.  Es war viel Heilung geschehen, manch alter  einschränkender Gedanke landete in der Tonne, etliche Vorurteile wurden entsorgt,  wir lachten und weinten gemeinsam,  manch spannungsgelandene Beziehung erlebte einen geheiligten Glanz  und  mach Sorgengedanke  wich einem neuen Gottvertrauen, so dass mehr und mehr Raum für den Frieden Gottes entstand… Welch eine wundervolle Erfahrung, kein Wunder, daß die Dankbarkeit unsere Herzen zum Überfliessen brachte…

Halleluja…. dank an die beiden wundervollen Organisatoren Ursa und Dietrich, die Raum und Zeit zur Verfügung stellen, die so viel von sich bereits im Aufbau und der Vorbereitung hineingegeben haben, damit all diese vielen versöhnenden Liebesaspekte geschehen konnten… und nun ist meine Welt  jedenfalls eine andere!

Danke, liebe Campbewohner und Mitmacher, Segen für euch, wo immer ihr seid, wir sind vereint… wir sind auf immer verbunden, wir sind Boten für ein neues Miteinander.

In Liebe und  unermesslicher  Dankbarkeit, Angela

 

 

 

Vergebungswalfahrt: Fortsetzung garantiert….

„Es war nur wundervoll und es war so wichtig, was geschehen war und es regnete die ganze Zeit“, so  das knappe prägnante Fazit der „Liebe versöhnt“-Walfahrt die am Sonntag am Rhein bei Duisburg stattfand. Und während Nuemi, sie hatte die Walfahrt organisiert, spricht, schwingst in jedem ihrer Worte immer noch eine tiefe  Dankbarkeit darübr mit , wie sehr jeder sich auf die Walfahrt eingelassen hatte. 

 Gemeinsam war die zehnköpfige Walfahrts- Gruppe am Sonntagmorgen mit Kind und Kegel  und Bollerwagen zu einer intensiven Vergebungswalfahrt aufgebrochen.  Nach stillem  Gebet  und  Vergebungen am heiligen Altar machte sich de Gruppe auf, um die  alten Selbstkonzepten, die der Liebe im Weg stehen, dem Rhein zu übergeben. Inmitten der Natur  lud Nuemi die Teilnehmer  zu Übungen ein,  um Verbindngen mit allem zu spüren und sie auch anzunehmen… Wie sie erzählte, hat diese Aufmerksamkeitsübung  bereits gleich dort im Wald  bei dem einen und anderen  spürbar etwas verändert.

 Mantran wurden gesungen, alte Idole wurden entlarvt und vom Thron genommen… es wurde gebetet für einen Frieden im Herzen und in der Welt,  es wurde gebetet für unser Friedensmosaik und anschließend gemeinsam gefeiert. Der Tag war gefüllt mit praktischen Handlungen, die uns vom Ego-Leid  ein gutes Stück erlösen.Und es regnet die ganze Zeit. Doch die Gruppe blieb vom Regen unberührt, sie gingen auf ihrem Walfahrtsweg Schritt für Schritt der erlösenden Liebe entgegen, sie ließen sich ein, Gottes Liebe zu erfahren, sie trennten sich von lieblosen Gedanken um den Raum für Frieden und Liebe in sich weiter zu machen. Und in einem waren sich auch alle einig: Die Vergebungswalfahrt wird es in Duisburg wieder geben…. 

Und während ich Nuemis Worten lauschte, spürte ich in mir „bei der nächsten Walfahrt bin ich dabei“ …der tiefe Frieden, der in Nuemis Worten mitschwang als sie vom Walfahrtstag erzählte, der hat meine Seele berührt ..Wunder geschehen einfach.  Meinen Dank schicke ich an dieser Stelle  in den Duisburger Versöhnnskreis. Danke, Segen für uns .

 

Das Sommercamp-Programm ist da….

Nur noch wenige Wochen trennen uns vom Sommercamp. Die Vorbereitungen sind eifrig im Gange. Nun gibt es auch schon die  genaueren Programmpunkte für die unterschiedlichen Tage. Ihr findet die momentane Programmplanung, wenn ihr auf den Artikel vom Sommerfest, links im Seitenbaum klickt. Kurz Entschlossene, die auch noch mitmachen und einen Beitrag geben möchten, haben noch die Möglichkeit.  Einfach kurz bei Ursa und Dietrich melden. Wir freuen uns, wenn dir unser Angebot gefällt und du dabei sein möchtest. Du kannst bleiben, so lange du möchtest, ein oder zwei oder drei Tage kommen, du kannst sogar sogar die ganze Zeit über da sein. Vielleicht magst du auch einfach nur in den Abendstunden, nach der Arbeit oder deinem Taggeswerk dazu kommen. Vielleicht interessieren dich bestimmte Angebote und du kommst nur dafür. Wir freuen uns auf alle Fälle auf dich! Für die Parkplatz-Sortierung und auch für Wohnmobil oder Zeltplanung wäre es super, wenn du kurz anrufst und dein Kommen bei Ursa und Dietrich anmeldest.

Friedensmosaik im Ausdehnen

Mit 27 jungen Menschen gestalte ich in meiner Tätigkeit in unserer Ausbildung für ErzieherInnen Tage zum Thema Glück und Frieden. „Frieden ist eigentlich immer da„, stellt eine Studentin fest, „nur wir sehen ihn nicht immer„. Was für ein tiefes Wissen, denke ich.

Wir sammeln Begriffe und Schlüsselwörter: Vergebung, Stille, Nein zum Krieg, Gemeinschaft, Frieden für die ganze Schöpfung und Wertschätzung für sie.

Freude kommt in mir auf, es ist so lohnenswert und nährend, ich bin dankbar.
Wir malen ein Friedensmosaik, die Gedanken und Erfahrungen der letzten Tage zum Thema Glück, Liebe und Frieden fließen in Farben über.  Da ist Zeit für Gestaltung, wie Zeit für Ausdehnung von Ruhe, Gelassenheit und Annahme in der Gruppe. Lachen und Freude.

Ein Teil des großen Mosaiks zeigt das Foto. Wir sitzen und stellen fest „Dein Teil ist wesentlich für die Ausdehnung des Friedens“ Was für ein Geschenk.

Nachklang von Singabend in Borchen

Am  31. Januar fand in Borchen ein Singabend mit Hartmut Kalle und Heike Otten zum Thema „Liebe Versöhnt“ statt. Organisatorin war Rita Hüster.
Hier der Brief einer Teilnehmerin:

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bedanken für den so wundervollen Singabend.

Wie ihr sicherlich(t) mitbekommen habt, flossen mir die Tränen.

Es waren Tränen der Berührung und ein Herzensanliegen. Bei den Liedern Willkommen und dem Segenslied war es ganz besonders.

In Eurem Haus ist schon ganz viel Liebe und Licht, sonst hätte das in einem so großartig berührenden Ausdruck gar nicht geschehen können. Und ich fühle, durch diesen gemeinsamen Abend wurde es noch hochpotenziert. Bei beiden Liedern sah ich vor meinem inneren Auge ganz deutlich jedes Mal auch Eure Tochter.

Erst wirkte sie traurig, dann verwunde(r)t, fast ungläubig. Als die Gefühle des Willkommen-Seins und des Gesegnet-Seins in sie dann ganz und gar eindrangen und sich in ihr ausdehnten, strahlte sie wie ein Engel. Sie selbst war die Erscheinung einer ganz hohen, reinen, heiligen Seele die in diesem Leben bisher nicht zum Ausdruck kam – Aber in Wahrheit ist sie dies …..

An diesem Abend geschah in mir viel Klarheit, Bewußtheit, Heilung  und Liebe. Das ich auch Eure Tochter sehen konnte, empfinde ich als großes Geschenk, das ich gerne mit Euch teilen möchte.

Es war eine Begegnung mit Engeln und Eure Tochter gehört ganz besonders dazu.

Mit großem Dank und inniger Liebe an Euch alle  — T.

Unterwegs als Kurslehrer

Wenn du eine Weile lang hingebungsvoll den Kurs studiert und die Übungen darin gemacht hast, kommt er dir einfach „aus allen Ohren“. Nicht dass du die richtigen Seiten und die richtigen Sätze kennst und Weltmeister im Zitieren bist – nein, du bist in einem gewissen Maße der Kurs GEWORDEN. Er lebt in dir. Du bist das Zeugnis der Transformation, die durch den Kurs erzielt werden kann. Anders: du bist ein Ausdruck der Liebe, der Wahrheit und des Weges.

Am letzten WE war ich unterwegs im Ruhrgebiet und ein paar Menschen hatten ein paar Menschen eingeladen. In kleinen Gruppen im Wohnzimmer oder im Fitness-Studio haben wir uns unterhalten bzw. uns unsere „Themen“ angeschaut. Sehr schön war für mich außerhalb dieser Treffen eine Begegnung mit einem jungen Mann, der offensichtlich und dann auch erklärtermaßen mit all dem „Zeug“, d.h. „Liebe Versöhnt“, Wunder, Kurs, usw. nichts anfangen kann und nichts davon hören wollte. Schön war nun, dass ich das nicht persönlich nahm und ihn einfach weiter wertschätzte. Ich ließ völlig davon ab, ihm „meine Ideen“ überzustülpen, sondern war einfach bereit, da zu sein und hilfreich zu sein.

Ein paar Sätze später sprudelten aus mir Gedanken heraus, in denen es um die Freiheit ging, die eigenen Gedanken wählen zu können, und dass die meisten Menschen ständig irgendwelche Gedanken nachbeten, die sie von anderen haben, aber selbst nie reflektiert haben. Für eine kurze Zeit war er ganz aufmerksam und ich merkte, wie ihn die Worte berührten. Sein Hören war genauso ein Geschenk, wie die Worte, die durch mich kamen und ich weiß, wir haben uns in dem Augenblick versöhnt – jenseits von Weltanschauungen.

Liebe ist wichtiger als Rechthaben. Wunder sind ein Ausdruck von Liebe. Wir sind nicht hier, um die Leute zu missionieren, sondern um sie zu lieben! Ahhh, wie großartig!