Wagen: Ich wage es aufzubrechen, so werde ich lebendiger und gesünder

Wie oft warten wir auf etwas, daß sich etwas ereignet, daß sich äußere Umstände verändern, daß sich mein Leben verbessert, daß wir wieder glücklicher sein werden, oder freudiger, besser verstanden werden, mehr geliebt werden, etc etc. Wir sind dabei aber passiv,wir warten, lassen das Leben an uns geschehen und sind dann zutiefst enttäuscht, daß doch alles im alten Trott weiter geht. Wir klagen Gott, die Umstände, die Politiker, den Chef, unsere Herkunft oder was auch immer an. Manchmal still getarnt und unausgesprochen,weisen wir  in unserem Inneren Anderen die Schuld für unsere Erfahrungen zu. Manchmal empören wir uns auch lautstark und zeigten deutlich mit dem Finger auf den “ Verursacher“ unserer unangenehmen Erfahrungen. Dabei werden wir immer negativer, verbiesterter, doch die gewünschte Veränderung tritt nicht ein.

Doch alle wirkliche Veränderungen, so meine eigenen Erfahrungen, sind immer mit einem Wagnis verbunden. Ich muss etwas einsetzen, etwas wagen, etwas riskieren, um über meinen jetzigen Zustand hinauszukommen. Es kann sein, dass ich Ruhe und Sicherheit durch Bestehen auf meine langjährige Sichtweise aufgeben muss. Vielleicht muss ich das Risiko auf mich nehmen, Gewohnheiten zu verlassen, das gewünschte Verständnis meiner Liebsten nicht zu bekommen, mich vielleicht sogar zu blamieren… Wage ich in  Beziehungen einen neuen Schritt, ein offenes Wort, kann vielleicht erst einmal Spannung entstehen oder die Beziehung geht vielleicht sogar auseinander…vielleicht bedeutet es auch den Verlust des Anderen.

Aber ohne das Wagnis, geht kaum etwas voran. Wir bleiben Gefangene unserer Angst unserer Passivität, wir folgen alten bekannten Mustern oder leben nur das, was „man“ von uns verlangt.

Wagen heißt glauben, daß es eine Entwicklung zum Besseren gibt, daß eine  Entwicklung zur Reife möglich ist und daß aus dem Verlust des Alten etwas Neues, ein Gewinn werden kann. Indem wir etwas wagen, ein Wagnis eingehen, Courage zeigen,aufbrechen erschaffen wir uns selbst die Erfahrung, dass wir etwas verändern können…wir setzen uns Veränderungen aus, stellen uns Herausforderungen..

 

Alles, was wir dazu benötigen ist schon in uns, es möchte nur noch geboren werden. Alles, was dabei hilfreich ist, ist ein bissle Unterstützung, um den Mut zu finden aufzubrechen.

Das Liebe-versöhnt-Camp“ wird in diesem Jahr auch dem Abenteuer Leben gewidmet sein, wo wir gemeinsam schauen, wohin wollen wir aufbrechen, jeder für sich und auch alle miteinander. Welches gemeinschaftliche Feld erschaffen wir, damit der Wandel auch gelingen kann, weg vom Einzelgänger hin zum bewußten Mitgestalter….Wie finden wir in uns den ungezähmten wilden Aspekt, der uns wirklich tief und echt lebendig sein lässt, der  uns einlädt, in Etwas neues aufzubrechen, weil wir im Alten nicht mehr leben wollen….. Wenn du den Ruf in dir hörst, meld dich bei uns….Liebe-versöhnt-camp 2017  vom  23. Juli bis zum 30. Juli…

Mit Liebe für dich geschrieben

Angela

Vom geistigem Frieden und der Suche auch nach etwas Wilderem

Bei meinen unterschiedlichen Zusammenkünften mit Menschen begegnen mir hin und wieder auch welche, deren ureigene Echtheit und Lebendigkeit auf mich wirklich ansteckend wirkt. Sie wirken präsent, nah, eigen, sehr lebendig und leuchten mit einem Feuer, das ihre Augen nur so funkeln lässt. Für mich hab ich dafür die Bezeichnung „Wilde weibliche Seelenkraft“ genommen.  Das was uns auch von der“ Wilden Weiblichen Seelenkraft“, die wir in uns wiederfinden können. Was ich damit meinte ist, daß es bei aller spirituellen Reife in mir auch noch etwas anderes gibt, etwas Wilderes…dieses Wildere in mir, das bezeichne ich hier mit “ Wilder Weiblicher Seelenkraft“.  Warum ich in dem Zusammenhang das Wörtchen „auch“ in die Überschrift reingesetzt habe? , weil es für mich kein entweder Geistiger Frieden oder das Wilde gibt, sondern, daß beides zusammengehört, um in meine ganz eigene lebendige individuelle Ganzheit zu kommen.
Und nein, es geht mir nicht um ein neues spirituelles Konzept, um ein neues Entweder/Oder, nein, ich philosophiere hier nicht, über eine neue fragmentarische Religion…mein fühlendes Denken hier bewegt sich in die Richtung Sowohl-als-Auch.
Intensiv folgte ich in den letzten Jahren dem spirituellen Weg, von dem ich mir erhoffte, dass er mich in den Geistigen Frieden bringt. Buddhismus, Taoismus, Gnostizismus…Kurs in Wundern, Christentum, Quantenphysik u.s.w.. Obwohl diese geistigen Wege mein Bewußtsein für Frieden und die Freude der Ewigen Gegenwart und auch von Gottes Liebe öffneten und mich auch lehrten, mich vereint  mit allem zu betrachten, scheinen sie mir zu trocken oder auch einseitig, von der Ganzheit menschlicher Erfahrung noch weit entfernt zu sein. Als Ergänzung zum Geistigen Frieden suchte ich nach etwas Wilderem, nach etwas, was meiner Sehnsucht nach Bedeutung ,meines einzigartigen Lebens und den heiligen Mysterien gerecht geworden wäre oder das mir geholfen hätte, die Natur des menschlichen Bewusstseins tiefer zu verstehen.
Ich stolperte über das untenstehende Gedicht von David Whyte. Seine Botschaft erschütterte mein spirituelles Weg-Konzept und das beeindruckte mich…ich forschte und ich suchte weiter..
Heute weiß ich, dass spirituelle Entwicklung sich nicht über einen, sondern zwei Bereiche definiert. Beide unterscheiden sich voneinander und dennoch ergänzen sie einander. Gemeinsam bilden sie ein Ganzes, einzeln sind die spirituellen Wege jedoch unvollständig.
Einer dieser spirituellen Wege wendet sich aufwärts dem Licht zu. Er hilft uns, aus den Interpretationen es weltlichen Egos auszusteigen und die innere Ruhe mit dem Einssein der Schöpfung erfahren. Er führt uns zu unserem Eins-Sein mit allem. Es ist der geistige Pfad, der dich in die geistigen hellen Höhen bringt.
Der Pfad, der Wilden weiblichen Seelenkraft, widmet sich der Erforschung des anderen spirituellen Weges. Dieser Weg führt uns hinab in das dunkle Zentrum unseres individuellen Selbstes und zu den fruchtbaren Mysterien der Natur, hinab zu dem weichen warmen atmenden  Tier in uns, dem tieferen Sinn des Menschseins. Diese Abstiegsreise bereitet uns darauf vor, in der Welt zu leben, die so sehr unseres Wandels bedarf, wie Whyte es in seinem Gedicht ausdrückt.Diese Reise zeigt uns, wo unser Standpunkt ist und wie wir diesen auf unsere ganz eigene einzigartige Weise einnehmen können. Wir erheben uns auf dieser Reise nicht hinauf zum Himmel, sondern fallen nach innen, in das Zentrum unserer Sehnsucht.
Die ganzheitliche Spiritualität bedeutet, dem Ruf zu folgen,den Aufstieg und den Abstieg miteinander zu verweben, um auf dieser Weise das Gleichgewicht zwischen oben und unten herzustellen. Aufzusteigen in die grenzenlose Leere des Raumes, dorthin in die obere Welt zu reisen, um dich mit den lichtvollen Ebenen zu vereinen. Ebenso steigst du, dem Rufe deiner Seele lauschend  in deine eigene Tiefe, in deine Wildnis hinab, du begibst dich auf deinen Seelenpfad, der dich zu deinen Schatten und zur Dunkelheit führt.
Die wahre Natur des Seins, deine wilde weibliche Seelenkraft,die Göttin in dir, will viel, vielleicht sogar alles:Sowohl die Dunkelheit des unendlichen Falles als auch dieses Steigen des lichtzitternden Spiels. Sie weiß, dass sie nicht gut sein muss, dass sie nicht um der Buße willen, meilenweit auf Knien durch die Wüste gehen muss. Sie weiss um ihre eigene Gottheit, ist darin eingewoben und verbunden und sie  läßt das weiche Tier ihres Körpers lieben, was es lieben will.
Von Herzen für dich
von, Angela
David Whyte, aus Self-Portrait“ in Fire in the Earth
„Es ist mir gleich, ob es nur einen Gott gibt, oder viele.
Ich möchte wissen, ob du dazu gehörst oder dich verlassen fühlst.
Ob du Verzweiflung kennst, oder sie in anderen erkennen kannst.
Ich möchte wissen, ob du bereit bist, in dieser Welt zu leben, die so sehr deines Wandels bedarf.
Ob du mit festem Blick zurückschauenund sagen kannst: hier stehe ich.
Ich möchte wissen, ob du weisst, wie du mit dieser heftigen Lebenshitze verschmelzen kannst, um zur Mitte deiner Sehnsucht zu fallen.
Ich möchte wissen, ob du bereit bist,Tag für Tag mit den Folgen der Liebe und mit der bitteren unerwünschten Leidenschaft deiner sicheren Niederlage zu leben.
 
Ich habe gehört, daß in dieser heftigen Umarmung sogar Gott von Gott spricht“
 
Es ist mir gleich, ob es nur einen Gott gibt, oder viele.
Ich möchte wissen, ob du dazu gehörst oder dich verlassen fühlst.
Ob du Verzweiflung kennst, oder sie in anderen erkennen kannst.
Ich möchte wissen, ob du bereit bist, in dieser Welt zu leben, die so sehr deines Wandels bedarf.
Ob du mit festem Blick zurückschauenund sagen kannst: hier stehe ich.
Ich möchte wissen, ob du weisst, wie du mit dieser heftigen Lebenshitze verschmelzen kannst, um zur Mitte deiner Sehnsucht zu fallen.
Ich möchte wissen, ob du bereit bist,Tag für Tag mit den Folgen der Liebe und mit der bitteren unerwünschten Leidenschaft deiner sicheren Niederlage zu leben.
Ich habe gehört, daß in dieser heftigen Umarmung sogar Gott von Gott spricht
( David Whyte)

Wunderschöne Feiertage für Dich und Deine Liebsten

Ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, um Danke zu sagen. Nichts im Leben ist selbstverständlich.

Das Leben ist viel zu schön, um es in ewiger Hektik zu verbringen. Darum lebe lieber den Moment und warte nie mehr auf Morgen.

Dein Leben, unser Leben ist genau jetzt in diesem Augenblick. Ob es noch einen Morgen geben wird, das wissen wir in diesem Moment noch nicht.

Ich wünsche Dir die Kraft und Power, stets Dein Leben zu leben und dies in großer und tiefer Dankbarkeit.

Von Herzen  heute einfach nur Danke. Danke für Deine Treue, Danke für deine Zeit, Danke für ein weiteres gemeinsames Jahr 2017.

FROHE WEIHNACHTEN 🙂

Viele Grüße

lothar schmeller

Mitgefühl ist eine schöne und wichtige Herzensqualität, die uns wieder miteinander verbindet…

Ich gestehe, wo immer ich kann, gebe ich mich wirklich gern der Faszination hin, die Bücher in  mir auslösen. Ja, ich bin eine von denjenigen, die stundenlang zwischen Bücherregalen und Buchstapeln einsinken kann, die in vielen Buchseiten magische Momente oder spannende Wortabenteuer findet und die auf den Strassen von wundervollen Satzgebilden in ferne Welten reist…. Und so gesehen, ist es für mich einerseits naheliegend und andererseits auch  ein wahrhaftes Highlight in den schier fast unendlichen Bücheralleen  der Frankfurter Buchmesse herumzuspazieren oder im Besucherstrom etagenweise mitzuschwimmen.

An diesem Samstag blieb ich verweilend in einer sehr gut besuchten Besucherecke stehen und lauschte den Frauenworten irakischer Schriftstellerinnen. Sie erzählten von ihrem Buch  „Mit den Augen von Inana“, einer Sammung irakischer Gedichte und Kurzgeschichten, sie berichteten  vom Leben der Frauen im Irak , erzählten von ihrer  Liebe in Zeiten des Terrors, von ihrer Auseinandersetzung mit Gewalt, Ängsten und Träumen, von ihrer Auflehnung gegen die patriarchalische Gesellschaft…

Stumm lauschte ich ihren ruhigen erzählenden Worten. Meine Sinne machen sich weit auf, so dass die Worte der Frauen aus dem fernen unbekannten Land tiefer in mich hineindringen können. Ich hörte von den vielen vielen kleinen Siegen, die diese Frauen schon erreicht haben. Ich ahne, was es in dieser dortigen herrschenden Männerdominanz bedeutet, wenn die Irakerin erzählt, dass sich die Frauen getraut haben, zu schreiben und daß von ihnen erste Workshops gegeben wurden. Meine Augen sehen das sanfte Lächeln in ihren Augen, als sie uns erzählt, daß Kinder Stifte in die Hand nahmen, um sich auszudrücken, daß  Frauen miteinander begonnen haben zu reden, daß sie sich aufmachen, den Platz des isolierten Verstummtseins zu verlassen. Und ich ahne von einem beginnenden lauten Aufschrei der Unterdrückten, der Risse in die gewohnten Machtstrukturen reißt und der die  Veränderung im selbstgefälligen Machtgefüge einleiten wird…

In mit formen sich Bilder vom dortigen Leben, Eindrücke dieser bis dahin unbekannten Kultur  dringen in mein Bewußtsein, ich ahne von dieser aufkeimenden entschlossenen Kraft, wie diese Frauen und Schwestern sich aufrichten, Stück für Stück,  um den ihnen von den Männern zugewiesenen unterwürfigen Platz zu verlassen…

Ich lausche bewegt, wie an diesemFrankfurter  Messesamstag die Frauen vor mir von  ihrem Ausbrechen aus ihrer alten Rolle berichten, von ihrem Kampf  um ein menschenwürdigen ebenbürtigen gesellschaftlichen Platz, von ihrem schwesterlichen Zusammenschluss, um in dieser maskulinen religiösen Übermacht nicht unterzugehen. Die Worte der irakischen Frauen sind frei von Anklage, frei von Hass und Wut…. Und ich spüre, wie eine warme Wellle des Mitgefühls aus meinem Herzen aufsteigt und von mir zu ihnen hinfließt. Der Wunsch, zu helfen, formt sich in mir. Ein fließendes emotionales Feld zwischen den erzählenden irakischen Frauen und mir ist entstanden, eine energetische  Verbindungvon Herzensraum zu Herzenraum hat sich gebildet. Ich fühle mich ihnen verbunden. Und in dieser Verbindung bekomme ich Zugang zu der mir eigenen  inneren Weisheit, die intuitiv weiß, was zu tun ist, um Leid zu lindern…..und stattdessen Liebevolles zu erschaffen.

Mitgefühl ist eine von mehreren Qualitäten unseres Herzens. Mitgefühl kommt vom Herzen und verhilft uns, uns mit dem Anderen zu verbinden. Ich meine hier, mitzuempfinden, zu fühlen, was der andere erlebt hat und wie er es erlebt hat. Ehrliches Mitgefühl weckt in uns den Wunsch, mitzuhelfen, die momentan vielleicht schmerzliche oder kalte Welt  des Anderen wieder ein wenig wärmer und liebevoller zu machen. Es ist eine feine emotinale Energie, ein Ausdruck gelebter offenbarter Liebe, der uns mit den göttlichen Instinkten des Kosmos, des Himmels oder des  Quantenfeldes in Berührung bringt. Mitgefühl ist eine von den sechs Herztugenden, das uns hilft, unsere Emotionen und auch unsere Persönlichkeit so zu führen, dass wir wieder im göttlichen Feld mitschwingen. Ehrliches Mitgefühl will sich auf liebevolle unterstützende Weise mit dem anderen verbinden und bringt die  anderen göttliche Aspekte, die Herztugenden  in uns wie Anerkennung, Vergebung, Demut, Verstehen und Mut hervor.

So kann ein liebevolleres Miteinander in unserer momentanen schmerzgebeutelten Welt entstehen, in dem auch Fürsorglichkeit und umeinander Kümmern wieder viel mehr Wärme in unsere erkaltete Gesellschaft bringt.

Dichtere Emotionen wie Eifersucht, Gier und Wut schaffen die Bedingungen für Zwietracht und Instabilität auf allen Ebenen.

Durch unsere Herztugenden wie dem Mitgefühl nähern wir uns  wieder unserer eigenen Göttlichkeit, denn diese ist nur über das Herz erreichbar. Wir alle, wir Menschen sind von Natur aus  mitfühlende Wesen. Beginnen wir heute damit, das Mitgefühl wieder zum Leben zu erwecken, es zuzulassen, damit der aktive Wunsch in uns entsteht, anderen zu helfen. Überwinden wir die Phase der Trennung und Isolation und der gesellschaftlichen Kälte, in dem wir uns mitfühlend einander und allem gegenüber zuwenden. So gestalten wir auf intelligente wundervoller Weise unseren gemeinsamen Lebenstanz in eine neue Phase der Zusammenarbeit, der Regeneration und der Erneuerung.  Entscheiden wir uns bewußt, unserem mitfühlenden Herzen zu folgen..so wandeln wir unsere eigene Furcht und Dichtheit und die des Planeten um und lassen die Intelligenz des Herzens sich offenbaren….

 

Ich danke dir, dass du mit deinem Herzen ebenso dabei bist

Herzensgruss von mir zu dir

Angela Paschold

Angela Paschold

Angela

Was also wird demnächst wirklich wichtig, was ist der Ausgang aus der Überforderung ?

„Was wohl wird demnächst wirklich wichtig? Wenn wir einen Begriff nennen müßten, der in den kommenden Jahren eine Schlüsselrolle spielen wird: welchen würden wir wählen???“…  Diese Frage stammt nicht etwa von mir, nein ich las sie in einem Zukunftsreport, herausgegeben von einem Zukunftsinstitut.  Tja, was es so alles gibt. Und wißt ihr, was die  „Zukunftsforscher“ herausgefunden haben? , es ist die… Achtsamkeit.

Die Achtsamkeit ist auf dem besten Wege, den eher faden Begriff der Wellness abzulösen. Selbst auf die Titelseiten großer Magazine hat es die Achtsamkeit geschafft, begründete der Verfasser des Zukunftsreports den neuen Trend „Achtsamkeit“. Und wie die Zukunftsforscher ebenso vermuten, wird Achtsamkeit in den kommenden Jahren auch das derzeitige Lieblingsnebelwort Nachhaltigkeit ersetzen.

Voilá, die Achtsamkeit beginnt ihren Siegeszug in die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gemächer. Zunächst wirkt das ja geradezu paradox: Wir  leben in einer Welt, die derart mit Informationen, Meinungen, Erregung, Angst, Lärm, Gleichzeitigkeit, Krise und Katastrophe überfüllt ist, das die Vokabel  „Achtsamkeit“ für viele vielleicht wie ein zynischer Treppenwitz klingen mag. Denn wie es schein hysteriert sich die Gesellschaft täglich mehr.

Und gerade deswegen müssen wir lernen: Uns in einer überfüllten, überreizten, überkomplexen Welt auf uns selbst zu besinnen. Dahin führt uns nur der Weg der Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet ganz gegenwärtig zu sein für das augenblickliche Geschehen. Wenn ich achtsam lebe, bin ich mir bewusst, was ich in mir erlebe, sei es Freude oder auch Ärger. Egal womit ich beschäftigt bin, ich betrachte mein Erleben mit einem wachen Geist, ich lasse mich weder ablenken noch stören. Achtsamkeit ist ein Gewahrsein, das jeden Augenblick mit einem offenen, freundlichen Geist beobachtet. Das Schöne daran, wenn du achtsam bist, werden dir viele Momente, Begegnungen und Dinge bewußt, die du vorher nicht beachtet hättest. Du wirst im Belanglosen im Unscheinbaren, im Beiläufigen wirklich einzigartige Begegnungen entdecken, die dich immer wieder und auf´s Neue glücklich und dankbar machen können. So jedenfalls hab ich es erlebt, es ist meine Erfahrung.

Solange wir unseren Vorstellungen vom Glück hinterher rennen, alles muss größer, besser, bunter schillernder, lauter, noch anregender, noch kitzelnder, noch spektakulärer sein…. suchen wir den Kick von Faszination und Außergewöhnlichem,  um ein Gefühl von Fülle und Zufriedenheit zu bekommen. Doch diese Scheinwelten lenken uns nur von uns selbst, von unseren eigenen Leben ab. Wir kommen nicht in Kontakt mit dem Glück und das Leben rauscht an uns vorbei, ohne das es uns tiefer berühren und erfreuen kann. In dieser anstrengenden Zeit ist es wichtig, daß du verstehst, daß es nur die Achtsamkeit ist – die wache achtsame Präsenz, ganz im gegenwärtigen Moment zu sein- die dich dein Leben, dein Glück, deine Freude oder deinen Reichtum erst bewußt und damit erlebbar macht.

Du kannst dir noch so viel Momente von Freude oder Fülle erschaffen, solange du dir dessen nicht gewahr bist, geht s dir wie jemand, der im Wasser schwimmend vor Durst schreit. Wir sind blind und taub für unser kostbares Leben. Achtsamkeit öffnet uns den Blick für das Wunder des Lebens und das Glück lebendig zu sein.

Im Sommercamp halten wir an, wir stoppen unsere Suche nach dem nächsten Kick. Hier kommen wir zu uns, wir stellen die laute Musik des Lebens für eine Zeit ab, um uns wieder selbst zu spüren…um den wunderbaren Augenblick jetzt zu spüren.

Achtsamkeit braucht einen Raum, in dem sie sich entfalten kann, im Liebe-versöhnt-Sommercamp schaffen wir diesen Raum. Noch haben wir einige Plätze frei für dich. Wenn du dabei sein möchtest, meld dich entweder über unser Kontaktformular oder buch dir deinen Platz gleich auf der Seite „Übernachtung“

 

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, daß du achtsam mit dir lebst.

Dein Leben und du, ihr seid kostbar

Von Herzen, Angela

 

 

Das Liebe-versöhnt-Sommercamp-Gewinnspiel – ein wundervoller Beginn

„Es gibt Erfahrungen, die berühren dich so tief im Herzen , dass danach nichts mehr so ist  wie vorher.“ Mit diesen Worten beschrieb ich  vor einiger Zeit meine Erfahrung im Liebe-versöhnt-Sommercamp. Genauso war es damals , genauso war es auch im Jahr drauf und genauso war es auch im vorigen Jahr. Ich bin gewiss oftmals ein kreativer Wortkünstler,  doch wenn ich mich hinsetzen wollte, um es perfekt zu  beschreiben, was genau diese Erfahrungen waren, dann spürte ich sehr schnell: all die Worte reichen nicht, sie sind nicht farbig genug, nicht umfassend genug, nicht tief oder hoch genug. Das, was das Sommercamp von Liebe versöhnt ausmacht, lässt sich nicht bunten kreativen Worten  beschreiben, du musst es einfach erfahren, um zu wissen was ich mein….

Da ist das fröhliche Zusammensitzen beim ersten Kaffee in der Morgensonne…

Und das Lächeln eines noch halb verschlafenen Gesichtes, das Richtung Dusche unterwegs ist.

Das ist die morgendliche Camprunde, wo wir lauschen, wo wir uns zeigen, wo wir annehmen lernen, wo wir mitfühlen, trösten oder auch mitjubilieren und Beifall zollen. Wo wir so sehr beschenkt werden und andere beschenken. Wo das Göttliche in uns durchscheinen darf…

Das sind die leuchtenden Augen, wenn die Angst mit ihrem Vergangenheitsschmerz der Liebe weicht und das Gesicht entspannt  zu strahlen beginnt.

Da ist das urplötzliche Innehalten, weil dir genau jetzt Mensch sagt, wie wirklich wunderbar du bist. Während du eben noch mit deiner gefühlten Wertlosigkeit gen Boden schautest. In einem winzigen Augenblick dreht sich deine Welt, du schaust mit lachenden Augen in ein frröhliches Gesicht…

Das ist die Erleichterung, wenn die Tränen eines frühreren Schmerzen geweint werden können und ein tiefe Ruhe in dich einzieht…

Das ist der schöne, so wunderbar heilige  Moment, wenn die Sehnsucht deines Herzens gestillt ist, weil du die ehrliche  Verbindung mit einem oder auch mehreren Menschen fühlst und du jetzt weißt, dass Liebe wahr ist….

Das Liebe versöhnt-Sommercamp..das sind die vielen heiligen kleinen und großen Momente, die dich im innersten berühren, hier ein liebevolles Wort, dort eine tröstende Umarmung, da eine helfende Hand, dort ein Ja auf deine Bitte. Das ist die Nähe, die entsteht, das ist die Achtung und Akzeptanz, die unsere Herzen weicher machen. Das ist das reiche, werthaltige Miteinander, das entsteht, das ist die nährende Kraft der Gemeinschaft und ein starkes Feld in dem wir  miteinader heilen.

Juhuu, du kannst gewinnen….

Nächsten Samstag beginnt unser diesjähriges Camp.  Noch stecken wir inmitten der Vorbereitungen und es gibt viel zu tun. Doch wir, vom Liebe-versöhnt-Team sind mit Freude und echtem Feuereifer bei der Sache, denn wir laden uns ein, um gemeinsam mit dir eine Erfahrung von Liebe zu machen…

Unsere Freude und Dankbarkeit über unser „3 Sommer-Camp“ wollen wir gern mit dir teilen.

Deswegen starten wir hier  heute hier unser „Liebe-versöhnt-Sommercamp-Gewinnspiel“.Wir  verlosen  30 mal ein Tagesticket für unseren wundervollen Event.

Mit einem einfachen Klick kannst du hier dabei sein

http://bit.ly/2ahRg5A

 

Wozu schleppst du all das mit dir rum..?

Von Freiheit und vom Sinn des Loslassens
“Ein Mensch war schwer beladen unterwegs. Aus dem Rücken trug er einen gewaltigen Rucksack voller Sand. Auf dem Kopf balancierte er einen Korb mit einer Melone und an seinen Füssen klirrten massige Eisenketten. So schleppte er sich durchs Leben, als er jemandem begegnete, der ihn fragte:
‘Wozu schleppst du diesen schweren Rucksack voller Sand mit dir herum?’
Erst bei dieser Frage spürte er, wie schwer das Gewicht auf seinen Schultern lastete und wie unnötig der Sand für ihn war. Also nahm er den Rucksack ab, schüttete den Sand in ein Schlagloch und dehnte und reckte sich.
Während er weiterging, war er ganz erstaunt, wie viel leichter ihm das Gehen fiel. Dann begegnete ihm wieder jemand und der fragte ihn:
‘Warum trägst du diese halb verfaulte Melone auf dem Kopf? Sieh dich um, überall hängen Früchte an den Bäumen und es sind genug für alle da!’
Der Mensch sah sich um und erkannte, dass der andere die Wahrheit gesagt hatte. Also nahm er gern den Korb ab und liess die Melone für Vögel und Ameisen zurück. Als er weiterging, genoss er das neue Gefühl von Beweglichkeit. Noch einmal begegnete ihm jemand und der fragt ihn:
‘Wozu trägst du denn diese schweren Eisenketten an den Füssen?’
Erstaunt blickte der Mensch an sich hinunter, denn er hatte sich so an seine Ketten gewöhnt, dass er sie ganz vergessen hatte. Selbst das Klirren hatte er überhört.
Nachdem er sich entschieden hatte, auch diesen Ballast loszulassen, schritt er weit aus und genoss das Gefühl von Freiheit.
Auch wenn uns nicht ständig jemand begegnet, der uns daruf aufmerksam macht, wo wir noch Ordnung schaffen und Ballast loswerden können, sind wir unserem inneren Chaos doch nicht hilflos ausgeliefert. Mit der Schulung der Selbstbeobachtung schärfen wir unsere Wahrnehmung und so können wir uns dann auch die zentralen Fragen selbst beantworten: Gehe ich gut mit mir um? Liebe und aktzeptiere ich mich so, wie ich bin?”
Aus dem Buch: “Aufräumen im Kopf” von Micheline Rampe

 

Hör nicht auf, hör niemals auf dich zu verschwenden

“Mit Vollen Händen”
Bist Du auch immer der letzte
Der das Licht ausmacht
Und bist Du auch immer die eine
Die am lautesten lacht
Bei Regen denkst Du an ertrinken und Deine Welt versinkt in grau
Und bricht die Sonne durch die Wolken
Wird Dir der Himmel viel zu blau

Doch hör nicht auf
Hör nicht auf
Hör nicht auf
Vertrau darauf
Ich fang Dich auf
Hör nicht auf

Dich zu verschwenden
Mit vollen Händen
Denn genau so wie Du bist
Bist Du gemeint
Auch wenn es wehtut
So richtig wehtut
Lass es passiert’n,
zieh Dir das Leben richtig rein
Mit vollen Händen

Hast Du auch manchmal Gedanken, die Du keinem sagst
Und obwohl alles okay ist,
Dich trotzdem manchmal fragst
Wie wär es wohl gewesen,
hätt’ ich die and’re Tür genommen
Doch mit jeder kleinen Narbe,
Bin ich hier heute angekommen

Und ich hör nicht auf
Hör nicht auf
Hör niemals auf
Ich vertrau darauf
Du fängst mich auf
Hör nicht auf

Mich zu verschwenden
Mit vollen Händen
Denn genau so wie ich bin
Bin ich gemeint
Ja, auch wenn es weh tut
So richtig weh tut
Lass es passiert’n,
zieh mir das Leben richtig rein

Nein, wir hör’n niemals auf
Hör’n nicht auf
Hör’n niemals auf

Uns zu verschwenden
Mit vollen Händen
Denn genau so wie wir sind
Sind wir gemeint
Ja, auch wenn es weh tut
So richtig weh tut
Lassen’s passier’n,
Zieh’n uns das Leben richtig rein
Mit vollen Händen

 

Wie echt erlaubst du dir zu sein, oder „glänzt“ du lieber durch Zurückhaltung…???

Du hast Angst davor, deine Empfindung zu offenbaren?, ja welch Alernative hättest du denn?  Du willst deinen Wunsch nach Nähe einfach weiterhin für dich behalten, weil du niemandem zur Last fallen willst? Meinst du, es sei eine gute Idee, dein Bedürfnis nach Verbindlichkeit in die letzte Ecke zu verbannen, weil du niemanden einengen willst? Macht es dich wirklich glücklich, deine Zuneigung einfach ‘ runter zu drücken, weil du niemandem sein Verständnis von Freiheit madig machen möchtest?…Bringt es dich an dein Ziel aller deiner Wünsche, dich „bedeckt“, deine Gedanken, deine Visionen, deine Sichtweise, deine Sehnsüchte, aber auch deine tiefsten Schmerzpunkte in dir weiterhin gefangen zu halten, um unauffällig, unerkannt,  im Strom der Masse mizuschwimmen…????

Ich wünsche dir, dass du deine eigene ganz eigene individuelle  Besonderheit siehst. Nicht im Sinne von Erhebung den anderen gegenüber, sondern im Sinne von deiner ganz eigenen  Individualität, mit all-das-was-dich-ausmacht . Frei von Arroganz, doch mit gesundem Stolz. Ich wünsche dir, dass du dich zeigst, wie du bist. Ob verletzlich, verwirrt, großkotzig, langweilig, überschäumend, ängstlich oder zaghaft. Ganz egal. Unsere Zeit hier auf dem Planeten ist begrenzt, wozu also mit Zurückhaltung „glänzen“?

Es geht nicht um den Jubel oder den Beifall der anderen. Es geht nicht um den tosenden und anerkennenden Applaus oder Beifallsbekundungen. Es geht darum, dass du deine eigenes Echt magst. Und das wünsche ich dir. Dass du genau das magst, dass du mit deinem Echt tanzen magst – und dass du das auch tust. Ob du jetzt hinausstürmst, um da draußen herumzuwirbeln und zu tanzen, ob du einfach auf deinem Sofa abhängst, den garten mit deiner Lebenslust bevölkerst, ob du traurig und versonnen am Wegesrand hockst, ob du dein Glück in den Häuserzeilen der Großstadt suchst,  oder die Stille in einer Berghöhle…Das ist egal. Ganz egal. Scheißegal. Denn darum geht es nicht, es geht erst einmal darum, dass du dich selber magst. Das hat nix mit egomaner Nabelschau zu tun, das ist eher so etwas wie deine menschliche Verpflichtung.

Ich wünsch dir von ganzem Herzen, daß du in deinem Inneren, deinganz eigenes Wesen, deinen besonderen Kern, das, was genau dich ausmacht,  findest.

Ich wünsche dir, daß du mit dir vertraut wirst, du eine annähernde Ahnung bekommst, wer du hier in deinem Leben bist.

Ich wünsche dir, daß du magst, was du in dir entdeckst, daß du dir selbst ein ehrliches „Ja“ zuraunen kannst und daß du jeden Tag ein wenig mehr eins wirst mit dir.

Ich wünsche dir, daß du dich voll Freude mit deiner Echtheit dem Tanz deines Lebens hingibst

 Ich wünsche dir, dass du magst, was du mit und in dir entdecken wirst.

Hier für dich den wunderbare Text „Die Einladung“ von Oriah Mountain Dreamer:

„Es interessiert mich nicht, womit du dein Geld verdienst.

Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du die Erfüllung deines Herzenswunsches zu träumen wagst.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist. Ich will wissen, ob du es riskierst, dich zum Narren zu machen, auf deiner Suche nach Liebe, nach deinem Traum, nach dem Abenteuer des Lebens.

Es interessiert mich nicht, welche Planeten ein Quadrat zu deinem Mond bilden. Ich will wissen, ob du deinem Leid auf den Grund gegangen bist und ob dich die Ungerechtigkeiten des Lebens geöffnet haben, oder du dich klein machst und verschließt, um dich vor neuen Verletzungen zu schützen. Ich will wissen, ob du Schmerz – meinen oder deinen eigenen – ertragen kannst, ohne ihn zu verstecken, zu bemänteln oder zu lindern.

Ich will wissen, ob du Freude – meine oder deine eigene – aushalten, dich hemmunglos dem Tanz hingegeben und jede Faser deines Körpers von Ekstase erbeben lassen kannst, ohne an Vorsicht und Vernunft zu appellieren oder an die Begrenztheit des Menschseins zu denken.

Es interessiert mich nicht, ob das, was du mir erzählst, wahr ist. Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben; ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten; ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.

Ich will wissen, ob du die Schönheit des Alltäglichen erkennen kannst, selbst wenn sie nicht immer angenehm ist und ob ihre Allgegenwärtigkeit die Quelle ist, aus der du die Kraft zum Leben schöpfst.

Ich will wissen, ob du mit Unzulänglichkeit leben kannst – meiner und deiner eigenen – und immer noch am Seeufer stehst und der silbrigen Scheibe des Vollmonds ein uneingeschränktes „Ja!“ zurufst.

Es interessiert mich nicht, wo du wohnst oder wie reich du bist. Ich will wissen, ob du nach einer kummervoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufstehen kannst, um das Notwendige zu tun, damit deine Kinder versorgt sind.

Es interessiert mich nicht, wen du kennst oder wie du hierher gekommen bist. Ich will wissen, ob du inmitten des Feuers bei mir ausharren wirst, ohne zurückzuweichen.

Es interessiert mich nicht, wo oder was oder mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen heraus trägt, wenn alles andere wegbricht.

Ich will wissen, ob du mit dir selbst allein sein kannst und ob du dem, der dir in solch einsamen Momenten deines Lebens Gesellschaft leistet, wirklich magst.“

Nimm dir Zeit, Zeit für dein Echtsein.

Das Liebe-versöhnt-Sommercamp ist eine wundervolle Übungsmatte dafür.  Anmelden kannst du dich, wenn du auf die Seite „Übernachtung“ gehst. Hier  findest du auch alle wichtigen info´s dafür

Mit echtem Dank an dich, Angela

 

 

Wer seine eigene Mitte hat, kann über seine Grenze leichter hinauswachsen

Viele Menschen leiden heute an Überforderung. Das kann viele Gründe haben. Ein immer wieder anzutreffender Grund ist, überforderte und ausgebrannte Menschen haben ihre Grenze nicht beachtet. Sie leben über ihre Verhältnisse und merken irgendwann, daß sie das innere Maß verloren haben. Doch ohne das rechte Maß gelingt das Leben nicht.

Dann gibt es aber auch Menschen, für die etwas anderes zutrifft: Vor lauter Sich-Abgrenzen entdecken sie ihre eigeneKkraft gar nicht, sie wachsen nie über ihre eigene Grenzen hinaus. Ganz im Gegenteil, sie bleiben in ihrer eigenen inneren Enge stecken. Von solchen Menschen sagen wir, sie seien begrenzt oder starr…..sie sehen nicht über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Sie sind wenig belastbar. Sie sind unfähig, ihre eigenen Grenzen, aber auch die ihrer  Gruppe, in der sie sich bewegen, auszuweiten, um neues Leben zuzulassen.

Wie aber gelingt menschliches Leben miteinander, das ja immer ein Leben in Beziehungen ist?

Ohne die Fähigkeit, sich abzugrenzen kann man seine menschliche Identität nicht wahrnehmen, seine eigene Persönlichkeit nicht entwickeln. Wenn ich mit jemanden in Kontakt trete, tönt meine Persönlichkeit, mein Menschsein durch meine Stimme und mein Sprechen zu dem anderen Menschen  hin, ich erreiche damit die andere Person. Auf diese Weise geschieht Begegnung. Damit aber Begegnung gelingt, braucht es einen guten Ausgleich von Grenze und Grenzüberschreitung, von Schutz und Sich-Öffnen, von Sich-Abgrenzen und Sich-Hingeben. Ich muss um meine Grenze wissen. Erst dann kann ich sie immer wieder überschreiten, um auf den anderen zuzugehen und ihm zu begegnen, ihn in der Begegnung zu berühren und darin möglicherweise einen Augenblick von Eins-Werden zu erfahren.

Begegnung geschieht also , so gesehen immer an der Grenze. Ich muss bis an meine Grenze, bis an mein Äußeres gehen, um beim Anderen anzukommen. Ich muss über mein Ich hinausgehen und mich dem Du zuwenden. Wenn wirkliche Begegnung gelingt, sind  Grenzen nicht mehr starr und trennend, sie werden fließend, es geschieht an der Grenze und über die Grenze hinweg Eins-Werden. Doch Begegnung ist nichts statisches, sondern immer etwas, was im lebendigen Vollzug geschieht. nach der Begegnung geht jeder wieder in seinen Bereich zurück, bereichert von den Erfahrungen an der Grenze.

Der richtige Umgang mit Grenzen ist also im Miteinander, in unseren Begegnungen, wichtig. Viele Menschen können heute nicht mehr „Nein“ sagen, sie stehen unter dem inneren Druck, alle Wünsche, die an sie herangetragen werden, zu erfüllen. Sie haben Angst, nein zu sagen, weil sie befürchten, Ablehnung zu erfahren. Sie leiden darunter keine Grenzen setzen zu können. Wiederum andere haben die Fähigkeit verloren, sich gegenüber Menschen in ihrer Umgebung abzugrenzen. Ihre Grenzen zerfließen. Sie nehmen sofort wahr, was andere fühlen. Doch das ist nicht nur angenehm, denn ihre eigenen Gefühle mischen sich ständig mit denen anderer. Dadurch sind sie den Stimmungen anderer ausgesetzt und lassen sich davon bestimmen. Oftmals haben sie den Eindruck, dass sie sich auflösen. So leben sie schutzlos. Doch wir brauchen auch unseren Schutzraum.

Unser Leben kann nur gelingen, wenn es innerhalb bestimmter Grenzen gelebt wird. Wohl dem, der seine Grenzen kennt, denn es geht nicht nur darum, sich abzugrenzen. Es geht auch darum, seine eigene Grenze selbst  zu kennen und sie auch zu lieben. Das heißt nichts weiter, als: Wir sollten einverstanden sein mit unserer Begrenztheit, dankbar sein für die Grenzen, die wir an uns und anderen erfahren. Der Schlüssel zum Gelingen von Beziehungen liegt auch darin, sich in seiner Begrenztheit, in seinem Menschsein  zu erfahren und auch die Menschen mit ihren Grenzen zu lieben.

Ja, auch ich erfahre, das geht nicht immer ganz leicht, da wir in uns auch gern Bilder vom Unbegrenzheit entwickeln. Doch sicher bin ich mir darin, wenn ich mich mit meinen Grenzen, meiner eigenen Belastbarkeit, meiner menschlichen Schutzbedürftigkeit, meinem eigenen Bedürfnis nach Näher oder Abgrenzung, nach Zugehörigkeit oder Freiheit…aussöhne und liebevoll damit umgehe, dann gelingt mein Leben, mein Miteinander, mein In-Beziehung-Sein  besser. Mit mir selber bin ich dann ausgesöhnt, ich hab mich, mein maß, meine eigene Mitte, gefunden  und kann dadurch leichter über Grenzen auch herauswachsen.

Am 30. Juli beginnt im Bielefelder Naturpark unser Sommercamp, hier werden wir uns mit diesem wichtigen Thema von Grenzerfahrungen  weiter beschäftigen, um gesund Grenzen zu ziehen und zu achten.  Die Grenzen des Menschseins zu wahren und zu achten in unseren Beziehungen, ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir gern weiter geben wollen. Auch um der angebotenen Maßlosigkeit der fordernden Gesellschaft gesund zu entkommen. Du kannst im Camp dabei sein und viel über dich und deine innere Grenze erfahren.

Anmelden kannst du dich für das wundervolle  Miteinander im „Liebe versöhnt-Sommercamp“  direkt und ganz einfach auf der Seite “ Übernachtungen“ .

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In liebevoller Verbundenheit, Angela